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64 Antworten in diesem Thema

#61 Redti

Redti
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Geschrieben 05. Mai 2021 - 12:55

die 30m sind doch eher für den großen Schein, wenn ich mich recht erinnere

Nein, genau diese Besonderheit wollte ich dir mit meiner Anmerkung vermitteln. Du kannst auch in A3 bis auf 30 Meter an unbeteiligte Personen heranfliegen, wenn es die Windverhältnisse erlauben und du maximal 30 Meter hoch fliegst. Solltest du höher fliegen erhöht sich der erforderliche Mindestabstand entsprechend der 1:1-Regel.

Das Fernpilotenzeugnis ist ab dem 1.1.2023 nicht hinfällig. Es bringt dir nur ab diesem Datum für unklassifizierte Kopter keine Vorteile.


Bearbeitet von Redti, 05. Mai 2021 - 12:58.


#62 Günther J.

Günther J.
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Geschrieben 05. Mai 2021 - 15:24

Habe gerade noch mal ganz genau gelesen, und ich bin mir ziemlich sicher, dass hier nicht um eines meiner Probleme ging. 

Skyscope, du hast Probleme? Schütte uns dein Herz aus. Hier werden Sie geholfen.

Sorry für OT


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#63 skyscope

skyscope
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Geschrieben 05. Mai 2021 - 15:38

Du kannst auch in A3 bis auf 30 Meter an unbeteiligte Personen heranfliegen, wenn es die Windverhältnisse erlauben und du maximal 30 Meter hoch fliegst. Solltest du höher fliegen erhöht sich der erforderliche Mindestabstand entsprechend der 1:1-Regel.

 
Redti, bitte prüfe das noch mal anhand der AMC/GM.
 
Der Mindestabstand wird je nach Drohne auch von deren individueller Maximal-Geschwindigkeit definiert, sofern die denn schneller als 15m/s ist. So wäre für Mavic 2 Pro und Mavic Air 2S bspw ein Mindestabstand von rund 40 Metern und bspw. für die DJI FPV sogar von rund 80 Metern erforderlich.
Dass ich ja sowieso der Ansicht bin, dass das keine generellen Abstandsregeln zu unbeteiligten Personen in A3 sind, die sich dort vielleicht sogar erwartungsgemäß aufhalten (die AMC/GM spricht von "minimum horizontal distance from the person that is passing the area"), hatten wir ja bereits thematisiert.
 
Unabhängig davon sollte aber m.E. auch die Übersicht dahingehend noch mal korrigiert werden ("...die das UAS innerhalb von 2 Sekunden mit der aktuellen dessen maximaler Geschwindigkeit zurücklegen kann").

 

____
 

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Danke für die Sorge, aber mein größtes Problem ist das eines immer stärker werdenden Schleudertraumas aufgrund heftigem Kopfschütteln bei so manchen Forenbeiträgen. Dem versuche ich jetzt aber durch eine ganz große Dosis Ignoranz selbst entgegenzuwirken.    ;)


Bearbeitet von skyscope, 05. Mai 2021 - 15:55.

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#64 Redti

Redti
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Geschrieben 05. Mai 2021 - 17:03

Hinsichtlich der 2 Sekunden-Regel vertrete ich die Ansicht, dass mit der maximalen Geschwindigkeit nicht die Maximalgeschwindigkeit des jeweiligen Kopters gemeint sein kann, sondern nur die maximale Geschwindigkeit während meines Flugmanövers in der Nähe der maßgeblichen unbeteiligten Person. Hier haben wir wieder einen klassischen Fall vor uns, wo nicht nur der Wortlaut entscheidend ist, sondern der Sinn der Regelung. Der Sinn der Regelung ist doch, dass ich eine Reaktionszeit von mindestens 2 Sekunden habe. Es kann deshalb nicht davon abhängig sein, wie hoch die Maximalgeschwindigkeit meines Kopters ist, wenn ich nur einen Bruchteil davon ausnutze. Wenn aber dann in den AMC/GM trotzdem die Bezeichnung "maximum speed" verwendet wird, dann kann dies sinnvoller Weise nur die maximale Geschwindigkeit während des Fluges in dieser Gegend sein, denn jede andere Auslegung wäre unlogisch.

Auch den Ausdruck "passing the area" würde ich nicht übertrieben streng auslegen. Wenn ich z.B. einen sehr großen Park zu beurteilen habe, dann werden wahrscheinlich mehr oder weniger alle Personen diesen Park langsamer oder schneller passieren, sofern sie es sich nicht deutlich sichtbar für länger (z.B. Picknick) gemütlich gemacht haben. Allerdings stellt sich dann wieder die Frage, warum man gegenüber einer beispielsweise sitzenden Person einen größeren Abstand einhalten sollte, wie zu einer gehenden. Entscheidend ist, dass ich als Pilot niemand gefährde. Wenn ich also sehr langsam und niedrig fliege, dann gefährde ich niemand, wenn ich mindestens 30 Meter Sicherheitsabstand einhalte. Wenn sich allerdings viele Menschen im Flugbereich aufhalten, wird man sicher strengere Maßstäbe anlegen müssen.



#65 skyscope

skyscope
  • 519 Beiträge

Geschrieben 05. Mai 2021 - 17:35

Wir werden hier nun ziemlich Offtopic, jedoch:

 

Hier haben wir wieder einen klassischen Fall vor uns, wo nicht nur der Wortlaut entscheidend ist, sondern der Sinn der Regelung.

 
Dem stimme ich zu, was jedoch nicht bedeutet, dass man den Wortlaut ja völlig ausser acht lassen kann.

 

Du gehst stets davon aus, dass sich in A3 unbeteiligte Personen in der Reichweite des UAS aufhalten können. Auch auf die Gefahr hin, mich wieder am Wortlaut zu orientieren ;-), steht schon das eingangs formulierte "If an uninvolved person enters the range of the UAS operation" diesbezüglich im Widerspruch.

Welche Bewandnis sollte diese Formulierung haben, wenn der Sinn der Regelung wäre, dass sich unbeteiligte Personen sowieso unter den von Dir skizzierten Abstandsgeboten im Bereich der UAS-Operation aufhalten dürften?
 

Einen Hinweis zum angestrebten Sinn im Umgang mit unbeteiligten Personen in A3 gibt ja auch ein Blick in die Kommentare und Begründungen bei der Ausgestaltung von Regulierungen, siehe hier bspw. in Opinion 01/2018:

 

"It should be noticed that the previous condition ‘no uninvolved person will be present’ has been replaced with ‘no uninvolved person will be endangered’. This text is more consistent with the concept agreed during the discussion with the UAS experts and was summarised in the related AMC, already proposed in the NPA, requiring that when ‘a person incidentally enters the visual range of the remote pilot, the remote pilot should avoid overflying the person, and discontinue the operation when the safety of the UAS operation is not ensured’."
 

Ursprünglich war die Formulierung also sogar restriktiver, aber deutlicher. Und bei so vielen möglichen Widersprüchen bei der Orientierung am Wortlaut lege ich den Sinn für mich dann lieber restriktiver aus, als zu großzügig, in dem Wissen, dass es Versicherungen ebenso machen. 

 

 

Der Sinn der Regelung ist doch, dass ich eine Reaktionszeit von mindestens 2 Sekunden habe. Es kann deshalb nicht davon abhängig sein, wie hoch die Maximalgeschwindigkeit meines Kopters ist, wenn ich nur einen Bruchteil davon ausnutze.

....

 

Wenn ich also sehr langsam und niedrig fliege....

Dabei berücksichtigst Du jedoch nur den Fall eines völlig störungsfreien kontrollierten Betriebs. Man kann übrigens auch darüber mutmaßen, ob mit der Reaktionszeit überhaupt die des Steuerers gemeint ist, oder nicht vielleicht eher die der unbeteiligten Person, auf die Gefährdung durch einen sich schnell annähernden Kopter zu reagieren. 

 

Davon unabhängig lassen sich jedoch zahlreiche Fälle exemplarisch aufführen, wo durch eine Störung (bspw. Verbindungsabriss, Fehler in der Sensorik, Flyaway, usw.) Drohnen von jetzt auf gleich unmittelbar in voller Geschwindigkeit in eine nicht beabsichtigte Richtung los fliegen.

Das habe ich übrigens selbst schon erlebt - Flyaway einer Mavic Pro 1 mit voller Geschwindigkeit rückwärts gegen eine Hauswand. DJI hat das damals als unverschuldeten System-Fehler auch attestiert und die Drohne ersetzt. Auch mit einem Phantom 4 Pro hatte ich einmal ein ähnliches Flyaway-Erlebnis aufgrund eines fehlerhaften Kompass, da aber aufgrund der Höhe ohne materiellen Schaden und durch manuellen ATTI-Modus letztlich auch unter Kontrolle zu bringen, nach einigen Hundert Metern Flug.

 

Jedenfalls werden das genau die Situationen sein, die mit der 2-Sekunden-Regel ebenfalls im Sinn der Verordnung berücksichtigt wurden, wenn denn unerwartet Personen in den Betriebsbereich der Drohne eintreten. Denn letztlich ist der Sinn der Regelungen für A3, dass die Gefährdung von unbeteiligten Personen so weit wie möglich nicht nur unwahrscheinlich, sondern ausgeschlossen ist. Dabei ist auch nicht nur an die kleinen Consumer-Drohnen zu denken, sondern auch an den 18 kg Octocopter, mit entsprechenden Propellern/Motoren.

 

Wie aber auch immer, auch wenn wir da unterschiedlicher Auffassungen sind, ist es meiner Ansicht nach dennoch wenig zielführend im Sinne einer wirklich mal objektiven zusammenfassenden Übersicht, wenn sie Formulierungen enthält, die aus subjektiver Interpretation eines anderslautenden Original-Wortlauts resultieren. 


Bearbeitet von skyscope, 05. Mai 2021 - 19:01.






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