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Droht da Dji in den USA Ungemach?


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11 Antworten in diesem Thema

#1 dikki1000

dikki1000
  • 186 Beiträge
  • OrtWuppertal
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    Zenmuse H3-2D Gimbal
    GoPro Hero3 Black
    Voltage und GPS Modul
    MX-16 HoTT
    Fleytrex

Geschrieben 20. Dezember 2020 - 15:55

https://www.spiegel....xpPYDCQgO1dEMph

#2 Airtohome

Airtohome
  • 311 Beiträge
  • OrtBW + Bayern
  • Privat:
    Mavic Mini - Mavic Air2
    Geschäftlich:
    Mavic2 Enterprise Dual

Geschrieben 20. Dezember 2020 - 16:14

Wahrscheinlich sind es die letzten Zuckungen von Donald

Und Biden muss es wieder geradebiegen.



#3 skyscope

skyscope
  • 540 Beiträge

Geschrieben 20. Dezember 2020 - 16:40

Ungemach droht allen (potentiellen) DJI Kunden, weil es darum geht, dass DJI keine US-amerikanischen Güter und Dienstleistungen mehr einkaufen kann.

Und je nachdem, wie abhängig DJI davon ist und ob sie gegebenenfalls darum herum organisieren können oder nicht, ist die Supply-Chain für alle Drohnen gefährdet - auch für die, die für den europäischen Markt bestimmt sind. 


Bearbeitet von skyscope, 20. Dezember 2020 - 16:40.


#4 Motorradfahrer

Motorradfahrer
  • 395 Beiträge
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Geschrieben 20. Dezember 2020 - 18:28

Die amerikanische Politik ist schon recht irritierend. Am Beispiel von Nordstream 2 könnten auch alle europäischen Geschäftspartner von DJI mit amerikanischen Sanktionen belegt werden. Was würde dann aus dem DJI Servicecenter usw. werden?



#5 Drohne451

Drohne451
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Geschrieben 21. Dezember 2020 - 07:06

Ungemach droht allen (potentiellen) DJI Kunden, weil es darum geht, dass DJI keine US-amerikanischen Güter und Dienstleistungen mehr einkaufen kann.

Und je nachdem, wie abhängig DJI davon ist und ob sie gegebenenfalls darum herum organisieren können oder nicht, ist die Supply-Chain für alle Drohnen gefährdet - auch für die, die für den europäischen Markt bestimmt sind. 

Mmmh - was gibt es denn noch, was die Chinesen in den USA einkäufen müssten? Da sehe ich keine blocking parts mehr - Know How ist mittlerweile sowieso auf einem höheren Level als in den USA - schon allein durch die Anzahl von gut ausgebildeten Menschen!

 

Liebe Gruesse


Die amerikanische Politik ist schon recht irritierend. Am Beispiel von Nordstream 2 könnten auch alle europäischen Geschäftspartner von DJI mit amerikanischen Sanktionen belegt werden. Was würde dann aus dem DJI Servicecenter usw. werden?

Dann ist das Service Center eben in China und nicht in den Niederlanden - so what?

 

Liebe Gruesse



#6 Arthur

Arthur
  • 7.889 Beiträge
  • OrtKerpen
Tutorial

Geschrieben 21. Dezember 2020 - 09:14

Ich denke, dass das eher unkritisch für DJI ist, So wie ich es verstanden habe, dürfen US Unternehmen an DJI keine Waren oder Dienstleistungen mehr verkaufen. Händler und auch DJI selbst dürfen aber nach wie vor DJI Drohnen und Kameras in den USA verkaufen.

 

Teile wird DJI keine in den USA kaufen. Alle wichtigen Sachen kommen aus Südkorea, Japan oder China selbst. Es könnten also maximal Dienstleistungen betroffen sein. Das wären dann zum Beispiel Marketingagenturen, die in den USA für DJI die Werbung machen, oder Call Center, die den Service übernehmen, oder auch Werkstätten, die Reparaturen für DJI machen. Aber auch hier könnte DJI leicht Leistungen in andere Länder auslagern (Marketing Agentur in Kanada, Call Center in Indien) oder Dinge einfach selbst durchführen (Reparaturen).

 

Meines Erachtens schneiden sich die USA in diesem Fall nur mal wieder ins eigene Fleisch, da US Unternehmen nun weniger Umsatz machen. Die Sanktionen gegen DJI stehen aber übergeordnet für ein grundsätzliches Problem der USA, dem Wechsel der größten Volkswirtschaft der Welt von den USA zu China. Und auch wenn Donald Trump mit seiner "Amerika first" Politik angetreten ist, um hier wieder Boden gut zu machen für die USA, so ist er mit seiner Isolation gescheitert und China hat die Lücke gefüllt um nun noch stärker dazustehen (etwa mit dem Asia Pacific Trade Agreement oder in dem man sich als Vorreiter beim Klimawandel oder der WHO inszeniert). Auch unter Joe Biden wird dieser Wechsel, der meiner Meinung nach bereits unaufhaltsam ist, ein sehr großes Thema bleiben. 


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#7 926715

926715
  • 3.596 Beiträge

Geschrieben 21. Dezember 2020 - 11:27

Sehr viele chinesische Unternehmen - darunter mit Sicherheit auch DJI - verwenden ARM Chips. Entweder tatsächlich eingekauft (China importiert jährlich Chips für 300 Mrd. $) oder in Lizenz gefertigt. Auf aktuellen Drohnen ist das i.d.R. der STM32F7 bzw. H7 und es würde mich sehr wundern, wenn die nicht auch in Mavic & Co stecken.

 

Durch den Kauf von ARM durch NVidia fällt ARM nun unter US-Jurisdikation. Welche Auswirkungen das auf chinesische Unternehmen hat, siehe z.B. auch hier: https://winfuture.de/news,118256.html

Um sich aus dieser Abhängigkeit zu lösen, versuchen chinesischen Unternehmen seit langem, Chips auf Basis alternativer Architekturen zu entwicklen - bislang allerdings ohne allzu großen Erfolg.



#8 Gast-339716

Gast-339716

Geschrieben 21. Dezember 2020 - 13:32

Sehr viele chinesische Unternehmen - darunter mit Sicherheit auch DJI - verwenden ARM Chips. Entweder tatsächlich eingekauft (China importiert jährlich Chips für 300 Mrd. $) oder in Lizenz gefertigt. Auf aktuellen Drohnen ist das i.d.R. der STM32F7 bzw. H7 und es würde mich sehr wundern, wenn die nicht auch in Mavic & Co stecken.

 

Ein F7 (1x 216MHz) oder H7 (1x 480MHz) reicht für einen Racer.

Die DJI Dinger haben Quadcore CPU an Bord. Im Fall der Mavic 2 Pro etwa ARM Cortex A7 (4x 1,5GHz) bekannt etwa vom Raspberry Pi 4.

 

Hersteller ist Leadcore, ein chinesischer Fertiger: http://www.leadcoret...60C-LTE-SoC.htm

Keine Ahnung, ob das Auswirkungen haben wird.

 

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Bearbeitet von Twurtz, 21. Dezember 2020 - 13:35.


#9 oli_tf

oli_tf
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  • 2x DJI-Fotosschubsen & 8x "was auch immer" (65mm bis 290mm)

Geschrieben 21. Dezember 2020 - 13:45

Basiert die DJI-Software (in den Koptern und Fernbedienung) nicht auf Android und somit auf Google-Knowhow?



#10 926715

926715
  • 3.596 Beiträge

Geschrieben 21. Dezember 2020 - 13:57

@Twurtz: Wäre schon gut, wenn Du zumindest die Quelle angibst (vermutlich https://www.drone-zo...as-steckt-drin/ - was allerdings trotzdem nicht rechtfertigt, es von dort zu stibitzen). Ob das tatsächlich die Recheneinheiten des Flightcontrollers sind, sei mal dahingestellt. Daneben finden sich noch diverse weitere CPUs, wie auch in dem Artikel ausgeführt. Ändert nichts daran, dass die alle ARM basiert sind und darauf das von mir angesprochene Problem beruht.
Abgesehen davon steckt ein H7 z.B. auch im aktuellen Pixhawk Cube Orange und damit fliegen noch ganz andere Geräte. Dessen Leistung genügt für einen Flightcontroller vollkommen, aber nicht für das ganze Drumherum, was sich sonst noch auf den DJI's und anderen tummelt.

 

@oli_tf: Auf Android basieren nur einige Boden-Komponenten, z.B. die Crystalsky Tablets oder der entsprechende Teil im Smartcontroller. Sie nutzen allerdings nur den Opensource Teil von Android (AOSP) und sind damit zumindest softwareseitig nicht vom Goodwill Google's oder Trumps abhängig. Die Hardware darunter basiert allerdings auch wieder auf ARM Architekturen...


Bearbeitet von el Kopto, 21. Dezember 2020 - 14:00.

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#11 Drohne451

Drohne451
  • 190 Beiträge
  • MM1, MA2, DM1

Geschrieben 03. Juni 2021 - 06:13

Leichte Entwarnung,

 

https://www.heise.de...06-03.link.link

 

Dennoch - das kann sich mit jedem Update auch wieder ändern!.

 

Die Abschalt - Software bei der Dieselmanipulation ist ja auch fast ein halbes Jahrzehnt unentdeckt geblieben. Und so schlau wie das Pentagon sind die Chinesen allemale ..., so dass ie nicht permanent Informationen übermitteln!

 

Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass die Chinesen Drohnen - ausgestattet aus Chinesischer Softwareproduktion - jederzeit für Spionage-Zwecke anzapfen können. Wie auch jede andere "intelligente" Software aus China bei mir grundsätzlich unter Generalverdacht steht, wenn sie über Connectivity Capabilities ins Internet verfügt. Zu verlockend für die Chinesen, diese im Ernstfall auch zu nutzen.

 

Aus diesem Grunde halte ich auch die restriktiven Huawei Entscheidungen der US Regierung für richtig.

Heißt aber nicht, dass ich CISCO Software für harmloser halte - nur ist das das kleinere Übel aus meiner Sicht (solange die Donald Trumps unter Verschluß bleiben).

 

Gruesse



#12 Hunter1

Hunter1
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    Phantom 3 Pro
    Spy Hawk RC

Geschrieben 03. Juni 2021 - 19:36

Ich denke, dass das eher unkritisch für DJI ist, So wie ich es verstanden habe, dürfen US Unternehmen an DJI keine Waren oder Dienstleistungen mehr verkaufen....

Teile wird DJI keine in den USA kaufen. Alle wichtigen Sachen kommen aus Südkorea, Japan oder China selbst. Es könnten also maximal Dienstleistungen betroffen sein.

Meines Erachtens schneiden sich die USA in diesem Fall nur mal wieder ins eigene Fleisch, da US Unternehmen nun weniger Umsatz machen. Die Sanktionen gegen DJI stehen aber übergeordnet für ein grundsätzliches Problem der USA ...

@ Mod: … wenn es zu Off-Topic ist lösch den Beitrag bitte einfach.
 

 

Eine kleine Ergänzung hierzu: Das reicht „versteckt“ viel weiter als man glaubt:

Beispiel1 - Einkauf: Der US-Verkaufsbann von bestimmten Chips und elektronischen Komponenten hat in den letzten Jahren binnen Monaten zu Lieferausfall und/oder Engpässen bei elektronischen Geräten und Komponenten geführt.

Beispiel2 - Chip: Chip- oder Elektronikfertiger in Asien (mit US-Beteiligungen) wird die Fertigung von CN-Chips untersagt bzw. (ohne US-Beteiligung) wird ihnen die Nutzung von US-Patenten für die Fertigungstechnik untersagt (d.h. mit Lizenzentzug gedroht).

Beispiel3 - Dienstleistungen: Z.B. in den USA hergestellte und in Europa vertriebene Router- oder Netzwerkkomponenten dürfen nicht mehr von CN-Dienstleistern aufgebaut und in Betrieb gesetzt werden. Die US-Hersteller verweigert die Zertifizierung hierfür… u.s.w.

 

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Zu1:  Hat dazu geführt das China schon seit einigen Jahren massiv Geld in eigenentwickelte Chips investiert … man hat schnell aus dem Fall ZTE & Huawei gelernt.

Der Einkauf von Schlüssel-Komponenten aus den USA hat sich damit erledigt …

Zu2:  Damit wollte man nachgelagert die Bemühungen von Zu 1) lahm legen. Auch damit hat/wird man sie ggf. 2-3 Jahre ärgern können. Auch hier wurde viel Geld in die Hand genommen.
Zu3: Hat teilweise zu kuriosen Situationen geführt. China Produkte waren schwer verfügbar und US-Produkte wurden auch weniger gekauft weil nun Aufbau- bzw. Dienstleistungen fehlten u.s.w.
 

Ich wage zu bezeifeln ob sich die USA damit einen Vorsprung von mehr als 3-4 Jahren gesichert oder sich "wirtschaftlich" einen gefallen getan hat ... aber das ist dann nicht mehr Thema hier. :)

 

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PS1: Geofencing und möglichst Onlinezwang war der „feuchte Traum“ der USA nach Kontrolle und ggf. Eingriffsmöglichkeit gewesen. ;)
 

PS2 @ Drohne451: An meinem damaligen Internet-Router aus US-Produktion lieferte eine FW-Version (wohl versehentlich) ein Klartext-Backup.

Bei der Suche nach „Root“ bzw. „Pwd“ kam heraus: Master-User: xxxx  / Master-Pwd: yyyy  / und eine in MD5 gehashte IP von der man aus an der Firewall vorbei kam.  

-> Aber wir wissen ja, "... unter „Freunden“ macht man das natüüürlich nicht …"  ... und daher ist der Einbau solcher "Freundschaftstore" generell ganz OK   :hug:  ^^

LG


Bearbeitet von Hunter1, 03. Juni 2021 - 19:38.





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