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Tutorial info

  • Added on: 21. Dez. 2015 17:35
  • Date Updated: 28. Dez. 2015 09:58
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Modifikationen & Zubehör für den TBS Discovery

Da mein Tutorial über den Aufbau des TBS Discovery mittlerweile zu lange und unübersichtlich geworden ist, fasse ich hier einmal alle meine Modifikationen für den Disco zusammen und werde auch ständig Neues hinzufügen.

Geschrieben von mz56 on 21. Dez. 2015 17:35

Modifikationen & Zubehör für den TBS Discovery

Marc Zeitler


Da mein Tutorial über den Aufbau des TBS Discovery mittlerweile zu lang und unübersichtlich geworden ist, möchte ich hier noch einmal einen neuen Bericht über allen Zubehör und alle Modifikationen für den TBS Discovery starten. Auch dieses Tutorial werde ich ständig erweitern und verbessern.










Inhalt
1 FPV
1.1 FPV Kamera
1.1.1 Vorstellung der FatShark Pilot HD V2 Kamera
1.1.2 Verkabelung der Kamera
1.1.3 Befestigung der Kamera am Kopter
1.2 FPV Videosender
1.2.1 Vorstellung des ImmersionRC 5,8 GHz 25mW Videosenders
1.2.2 Verkabelung des Videosenders
1.2.3 Verschiedene Sendeantennen für den Videosender (Vorstellung und Anschluss)
1.3 FPV Monitor
1.3.1 Vorstellung des Feelworld FPV-718B FPV Monitors
1.3.2 Kurze Einführung in die Bedienung des FPV Monitors
1.3.3 Verschiedene Empfangsantennen für den FPV Monitor (Vorstellung und Anschluss)
1.3.4 Erstes Videosignal empfangen
1.3.5 Anschlüsse des FPV Monitors
2 Einfahrbares Landegestell
2.1 Vorbereitungen für den Umbau
2.1.1 Erklärung des Umbaus
2.1.2 Benötigte Materialien
2.1.3 Vorstellung des Landegestell von Tarot
2.2 Zusammenbau des Landegestells
2.2.1 Zusammenbau des Tarot Landegestells
2.2.2 Verkabelung des Tarot Landegestells
2.3 Bearbeitung der Carbonplatte
2.3.1 Sägen der Carbonplatte
2.3.2 Benötigte Maße
2.3.3 Bohrungen in die Carbonplatte
2.4 Befestigung der einzelnen Teile am Kopter
2.4.1 Befestigung des Landegestells an der Carbonplatte
2.4.2 Befestigung der Carbonplatte mit Landegestell am Kopter
2.4.3 Verkabelung des Landegestells mit dem Empfänger & Einstellungen an der Fernsteuerung
3 X4 zu X8
3.1 Vorbereitungen für den Umbau
3.1.1 Erklärung des Umbaus
3.1.2 Benötigte Materialien
3.2 Zusammenbau jedes Auslegers
3.2.1 Vorbereiten der beiden Flamewheel-Arme für einen Ausleger
3.2.2 Befestigung der Motoren
3.2.3 Zusammenbau eines Auslegers
3.2.4 Vorbereitung der beiden ESCs eines Auslegers
3.2.5 Befestigung der beiden ESCs eines Auslegers
3.2.6 Verkabelung der Motoren mit den ESCs und der ESCs mit dem Flight Controller
3.3 Fertigstellung des X8 Kopters
3.3.1 Befestigung der Ausleger am Rahmen
3.3.2 Veränderung an den Propellern für die unteren 4 Motoren
4 Beleuchtung
4.1 Vorbereitungen für den Umbau
4.1.1 Erklärung des Umbaus
4.1.2 Benötigte Materialien
4.2 Verkabelung der einzelnen Komponenten
4.2.1 Verkabelung des LED Controllers
4.2.2 Verkabelung der PowerLEDs
4.2.3 Zusammenbau von LED und Linse
4.2.4 Fertigstellung
4.3 Verschiedene Betriebsmodi der LEDs
4.3.1 Mögliche Betriebsmodi der LEDs am LED Controller
4.3.2 Betriebsmodus 1: Verbindung des LED Controllers mit einem Empfänger
4.3.3 Betriebsmodus 2: Verbindung des LED Controllers nur mit einer Stromquelle
5 Ortung
5.1 Ortungspiepser
5.1.1 Vorstellung des „Mini-Projekts“
5.1.1.1 Benötigte Materialien
5.1.1.2 Funktionsweise des Ortungspiepsers
5.1.2 Anbau des Ortungspiepsers
5.1.2.1 Verkabelung des Ortungspiepsers
5.1.2.2 Befestigung des Ortungspiepsers am Kopter










1 FPV
1.1 FPV Kamera
1.1.1 Vorstellung der FatShark Pilot HD V2 Kamera
Nach sehr langem Suchen nach einer geeigneten FPV Kamera, für die man nicht zu tief in den Geldbeutel greifen muss, stieß ich auf die FatShark Pilot HD Kamera. Zunächst las ich in verschiedenen Foren von einer hohen Latenz, die die Kamera für FPV unbrauchbar machen sollte. Erst später fand ich heraus, dass die Latenz nur bei Version 1 der Pilot HD vorhanden war, bei der Version 2, die ich mir zulegte, wurde dieses Problem scheinbar behoben, ich kann nicht die geringste Latenz feststellen, auch wenn ich noch keinen genauen Versuch dazu gemacht habe. Versorgt wird die FPV Kamera über den Videosender mit 5 Volt Spannung bei einem Stromverbrauch von ca. 250mAh.
Im Lieferumfang der Kamera ist die Kamera selbst, ein Verbindungskabel von der Kamera zu einem ImmersionRC Videosender, ein Objektivdeckel sowie ein Mikrofasertuch zur Reinigung des Objektivs enthalten.
Die FPV Kamera bekam ich bereits im Frühling des Jahres 2015 bei live-hobby.de für günstige 55€. Seit verwendete ich die Kamera hauptsächlich bei meinem Blade 350QX, seit etwa zwei Monaten auch bei meinem TBS Discovery. Auf beiden Koptern schlug sich die Kamera meiner Meinung nach hervorragend. Auch wenn ich zuvor noch keine andere FPV Kamera hatte, habe ich nur einen einzigen Kritikpunkt an der Kamera gefunden. Daher nun zu den Vor- und Nachteilen der Kamera.
Die FatShark Pilot HD V2 ist eine Platinenkamera, die von einem robusten Metallgehäuse umgeben ist. Befindet sich die Kamera in dem Gehäuse, ist sie so gut wie unzerstörbar. Egal, ob sie mit voller Wucht auf einen Asphaltweg oder auf Pflastersteine geschleudert wird, beiden Fällen wurde die Kamera unabsichtlich bereits ausgesetzt, das Gehäuse bekommt höchstens mal einen Kratzer. Ohne das Gehäuse wiegt die Kamera 11 Gramm, mit Gehäuse 33 Gramm, daher würde ich, wenn es nicht wirklich auf jedes Gramm ankommt, die Kamera immer mit Gehäuse verwenden. Neben der hohen Stabilität kann die Pilot HD V2 auch mit einer ausgezeichneten Anpassung an verschiedene Lichtverhältnisse punkten. Man kann, wie es bei einer FPV Kamera der Fall sein sollte, direkt in die Sonne „sehen“, ohne dass die Kamera geblendet wird. Auf Wunsch kann die Kamera auch auf eine SD-Karte das Videomaterial in HD-Auflösung (16:9 1280x720 Pixel) mit Ton (Mono) aufnehmen, hier sollte man sich von der Videoqualität allerdings nicht zu viel erwarten. Auf dem FPV Monitor ist die Videoqualität allerdings hervorragend. Nach dem ganzen Lob für die Pilot HD V2 nun zu dem einzigen Kritikpunkt, den ich gefunden habe: Im Gegensatz zu anderen FPV Kameras benötigt diese Kamera noch relativ „viel“ Licht, damit man genügend erkennt. Dies ist allerdings nicht so zu verstehen, dass man die Kamera nur bei strahlendem Sonnenschein verwenden kann, auch in der Dämmerung ist noch genug Licht für die Kamera vorhanden, um detailreiche Bilder zu zeigen. In der Nacht mit einigen Straßenlaternen zum Beispiel sollte man mit dieser Kamera nicht fliegen.
Dieser eine, für mich unwichtige Kritikpunkt sollte allerdings auf keinen Fall vom Kauf abraten. Ich kann die FatShark Pilot HD V2 uneingeschränkt empfehlen und würde sie jederzeit wieder kaufen, auch wenn sie nun teurer ist als im Frühjahr 2015.

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1.1.2 Verkabelung der Kamera
Auch wenn die Kamera bei der Aufnahme von Videomaterial Ton aufnimmt, kann sie kein Tonsignal ausgeben, was für FPV allerdings sowieso unbrauchbar wäre. Die Kamera hat also 3 Anschlüsse an deren Rückseite (von links nach rechts): 5 Volt Spannung (rot), Masse / GND (schwarz) und Videosignal (weiß). Mit dem im Lieferumfang der Kamera enthaltenen Kabel kann man einfach die Kamera mit einem ImmersionRC Videosender (siehe 1.2) verbinden. Geht das Kabel einmal kaputt, was mir bei einem Absturz leider einmal passierte, kann man einfach unter dem Suchbegriff „FatShark Universal Kamerakabel“ ein neues kaufen, hier gibt es eine 40 cm und eine 14 cm Version.

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1.1.3 Befestigung der Kamera am Kopter
Dank der für eine FPV Kamera vorgesehenen Befestigungsplatte am TBS Discovery kann so gut wie jede FPV Kamera einfach an diesem Kopter angebracht werden, dies funktioniert auch mit der FatShark Pilot HD V2. Auch wenn es wahrscheinlich viele professionellere Arten gibt, diese am TBS Discovery zu befestigen, habe ich die einfachste gewählt: Mit zwei Kabelbindern habe ich die FatShark Pilot HD V2 an der FPV Kameraplatte befestigt und zur Sicherheit auch noch am Boden der Kamera und an der unteren Rahmenplatte des Discoverys selbstklebendes Klettband angebracht (auf dem Bild sind nur die Kabelbinder zu sehen). Damit ist die Kamera einfach befestigt, sie rutscht nicht und wird auch nicht plötzlich vom Kopter fallen.

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1.2 FPV Videosender
1.2.1 Vorstellung des ImmersionRC 5,8 GHz 25mW Videosenders
Den ImmersionRC 5,8 GHz 25mW Videosender wählte ich aus dem einfachen Grund aus, dass er wahrscheinlich der am weitesten verbreitete Videosender hier in Deutschland ist, auch, weil die in Deutschland maximal erlaubten 25mW Sendeleistung auf einer Frequenz von 5,8 GHz eingehalten werden und dennoch beachtliche Reichweiten von über einem Kilometer erreicht werden können.
Auch den Videosender erwarb ich ebenfalls bei live-hobby.de bereits im Frühling des Jahres 2015 günstig für 50€.

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1.2.2 Verkabelung des Videosenders
Ein weiterer kleiner Vorteil des ImmersionRC Videosenders ist, dass er, wenn man es denn braucht, ein Audiosignal übertragen kann. Auch, wenn man ein Audioeingang des Videosenders für ein OSD (On Screen Display) benötigt, kann man dennoch ein Mono-Signal übertragen, da der Sender zwei Audioeingänge unterstützt, d.h. im Zweifelsfall könnte man sogar ein Stereo-Signal übertragen.
Was man außerdem wissen sollte: ein normaler Videosender (analog) überträgt Videomaterial mit einer Auflösung von 640 x 480 Pixel, es ist also unnötig, eine Kamera, einen Monitor oder eine Videobrille usw. mit einer wesentlich höheren Auflösung zu kaufen, sofern man diese nicht auf noch für andere anspruchsvollere Dinge benötigt.
Auch den Videosender kann man einfach mit einem Kabelbinder befestigen, hier kann man sich einen beliebigen Platz aussuchen.
Nun zur Verkabelung des Videosenders. Am Videosender kann man zwei verschiedene Kabel anschließen: Ein zweiadriges Stromkabel (rot + schwarz) und das Kabel, das mit der Kamera verbunden wird (maximal 5-adrig) Auf dem Bild habe ich das Kabel für meine Pilot HD V2 angeschlossen, man kann aber auch das im Lieferumfang des Senders enthaltene Kabel benutzen, welches 5-adrig ist.
Das rote Kabel des Stromkabels versorgt den Videosender mit Spannung (6 bis 25 Volt, bei LiPo also 2S bis 6S). Das schwarze Kabel des Stromkabels ist natürlich die Masse bzw. GND.
Das Kamerakabel, das beim Videosender standardmäßig mitgeliefert wird ist 5-adrig (siehe Bild). Das rote Kabel ist hier ein Stromausgang für die FPV Kamera mit einer Spannung von 5 Volt, das schwarze Kabel ist Masse / GND, das gelbe Kabel ist das Videosignal für den Sender (bei manchen anderen Kabeln, wie auf dem Bild oben, kann das Videosignal auch weiß sein, die Farben gelten nur für das beim ImmersionRC Videosender mitgelieferte Kabel!), weiß ist dann der linke Audiokanal und letztendlich grün der rechte Audiokanal, wie gesagt, man könnte sogar ein Stereo-Audiosignal mit dem Sender übertragen.

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1.2.3 Verschiedene Sendeantennen für den Videosender (Vorstellung und Anschluss)
Es gibt verschiedene Antennen für Videosender, natürlich ist auch jede unterschiedlich gut, unterschiedlich teuer oder für unterschiedliche Zwecke am besten geeignet. Im Folgenden werde ich ein paar Antennen vorstellen, selbst benutzt habe ich aber bisher nur die Stab- und die Cloverleafantenne.

Eine Stabantenne wird bei einem Videosender eigentlich immer schon mitgeliefert, so auch beim ImmersionRC Sender. Sie hat allerdings auch die geringste Reichweite und ist am anfälligsten für z.B. Schwenkungen des Kopters.
Hier habe ich versucht, die Abstrahlung einer Stabantenne grob darzustellen. Auch wenn die Grafik natürlich nicht besonders detailreich ist, sieht man bereits die typischen Merkmale einer Stabantenne: Die Abstrahlung erfolgt hauptsächlich an den Seiten der Antenne, an der Spitze der Antenne ist das Signal am schlechtesten.

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Hier sind beide Stabantennen, am Empfangsgerät und am Videosender vertikal ausgerichtet, die Abstrahlung erfolgt also hauptsächlich horizontal. Hier kann man auch mit Stabantennen schon ein recht annehmbares Ergebnis erreichen.



Grafik 05.jpg

Hier fliegt der Kopter (graue Antennenabstrahlung) nach links, die Stabantenne wird mit geneigt. So ist der Abstrahlwinkel plötzlich nicht mehr horizontal sondern schräg, der Empfang wird stark verschlechtert.
Solange man mit dem Kopter horizontal in der Luft steht, ist eine Stabantenne also auch zu gebrauchen, vor allem als Einstig, da die Antenne so gut wie immer schon im Lieferumfang enthalten ist. Zum Beispiel bei Racekoptern sind Stabantennen aufgrund der häufigen Schräglage des Kopters eher bedingt geeignet.



Eine Cloverleafantenne ist für FPV schon wesentlich besser geeignet. Allerdings muss man dafür auch mal ein bisschen Geld auf den Tisch legen. Meine Cloverleaf für den Videosender bestellte ich bei chipsundgrips (ehemaliger Kopterforum-Nutzer, jetzt im drohnen-forum.de anzutreffen) wegen sehr viel guten Erfahrungsberichten. Auch ich kann nur Gutes berichten. Je Antenne bezahlte ich 20 € und für die ganze Bestellung noch einmal einen Euro Versand. Obwohl die Antenne erst nach meinen Wünschen angefertigt werden musste, kam sie bereits wenige Tage nach der Geldüberweisung per PayPal. Natürlich probierte ich sie sofort aus und war hin und weg. Was zuerst auffällt ist, dass man den Kopter schwenken und kippen kann wie man will, der Empfang bleibt ohne das kleinste Rauschen. Auch die Reichweite des FPV Systems verbesserte sich stark durch die neue Antenne.

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Da ich bereits meinen FPV Monitor gekauft hatte (siehe 1.3), bei dem bereits eine LHCP Cloverleaf dabei war, ist auf dem Bild eine LHCP (muss immer bei allen Antennen übereinstimmen) mit SMA Anschluss (kein „Innenstecker“). Außerdem bestellte ich sie mit Winkel, damit sie nach oben zeigt, ohne dass sie gebogen werden muss. Allerdings ist auch dasBiegen der Antennen kein Problem, sie lässt sich leicht in eine andere Position bringen und hält diese dann auch.
Auch hier versuche ich einmal, den Abstrahlwinkel einer Cloverleaf darzustellen.Im Prinzip kann man sich diesen wie einen Donat vorstellen, im Loch in der Mitte steckt die Antenne.
Hier sieht man dann doch schon relativgut, dass die Antenne auch gegen Schwenken und Kippen des Kopters immun ist.

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1.3 FPV Monitor
1.3.1 Vorstellung des Feelworld FPV-718B FPV Monitors
Der Spruch „Wer billig kauft, kauft zweimal“ ist sicher so ziemlich jedem bekannt. Da ich mir sicher war, dass ich nicht nach ein paar FPV Flügen keine Lust mehr hätte, wollte ich gleich einen ordentlichen FPV Monitor kaufen, eine FPV Brille war mir dann doch zu teuer, auch weil ich noch eine zweite Fernsteuerung für das Lehrer / Schüler System benötigt hätte, da man mit Videobrille ja nur auf diese Art fliegen darf.
Wichtig bei der Wahl des richtigen Produktes war für mich, zunächst einmal, dass im Monitor alles enthalten ist, also Akku, Empfänger und natürlich das Display, da ich keine Lust auf ein großes Kabelgewirr hatte. Außerdem wollte ich einen Diversityempfänger sowie einen Monitor ohne Bluescreen, das heißt einen Monitor, der, wenn der Empfang schlechter wird, nicht nur noch einen blauen Bildschirm zeigt, sondern dass immer noch alles Empfangene angezeigt wird, was dann zum bekannten „Schnee“ führt. Außerdem sollte der Monitor einen guten Sonnenschutz haben und nicht zu schwer und zu groß sein, damit man ihn auch gut transportieren kann. Wichtig war mir auch, dass der Monitor nicht nur die erforderliche Auflösung von 640 x 480 Pixeln hat, sondern mindestens 800 x 600 Pixel, da ich mir vielleicht irgendwann eine HD Videoübertragung genehmigen werde. Es gibt auch noch viele andere Faktoren, die mir wichtig waren: eine gute Akkulaufzeit, eine hohe Helligkeit, ein Preis unter 300 €, ein eingebautes Stativgewinde, eingebaute Lautsprecher, falls man den Monitor dann doch einmal für etwas anderes verwenden möchte und viele Anschlüsse (AV IN, AV OUT, HDMI IN).
Nach langer Suche hatte ich dann drei verschiedene Modelle zur Auswahl: den FlySight BlackPearl Monitor, den Lillipit 339/DW und den Feelworld FPV-718B.

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Gegen den Blackpearl habe ich mich entschieden, da er zu einem vergleichbar hohen Preis von 250 € einen schlechten Sonnenschutz, nur zwei Stabantennen, nur 7 Kanäle (in der Version, die für ImmersionRC benötigt wird) sowie eine sehr geringe Helligkeit liefert. Damit blieben noch der Feelworld und der Lilliput übrig. Für den Lilliput sprach die höhere Auflösung sowie die längere Akkulaufzeit, dagegen allerdings der 50 € höhere Preis, die Lieferung ohne Cloverleaf, die geringere Helligkeit und das hohe Gewicht verbunden mit einem eher dicken Gehäuse. Dagegen war der Feelworld mit 220 € sehr günstig, er hatte bereits eine Cloverleaf im Lieferumfang, einen doch recht ordentlichen Akku, viele verschiedene Anschlüsse, eine hohe Helligkeit, ein geringes Gewicht, ein sehr schmales Gehäuse, 32 Kanäle sowie eine vollkommen ausreichende Auflösung. Außerdem brachte der Monitor sogar noch eine Kopfhörerbuchse und einen Stromausgang für weitere Komponenten der Bodenstation mit. Vorteilhaft war auch, dass ich den Monitor in Deutschland (Ilsede) bei einer Feelworld Niederlassung bestellen konnte und dort auch immer Hilfe bei Problemen bekommen könnte, auch wenn bisher noch keine auftraten.
Zusätzlich zum Monitor waren im Lieferumfang ein Aufladekabel für den Monitor, ein Adapter, um ein normales HDMI Kabel in den Monitor stecken zu können, ein AV IN Kabel, das man auch für AV OUT verwenden kann, zwei Abdeckkappen für die Antennenanschlüsse, ein Feelworld-Schlüsselband, der sehr durchdachte, aufsteckbare Sonnenschutz, sowie eine Stab- und eine Cloverleafantenne.

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1.3.2 Kurze Einführung in die Bedienung des FPV Monitors
Die Bedienung des FPV Monitors gestaltet sich erfreulich einfach und erfolgt über sieben unter dem Display angebrachte Tasten.
Die erste Taste von links ( )ist ausschließlich für das Ein- und Ausschalten des Monitors, dies erfolgt über ein langes Drücken der Taste. Mithilfe der zweiten Taste von links (MODE) kann man den Videoeingang wählen: AV IN, HDMI IN oder das Signal des Diversity Empfängers. Die dritte Taste von links (<) ist, wie das Symbol schon zeigt, die Taste um beispielsweise im Menü nach links zu springen. Danach kommt die gegensätzliche Taste (>), also der Pfeil nach rechts. Die nachfolgende Taste MENU dient nur dazu, das Menü zu öffnen und zu schließen oder auch von einem Untermenü in das übergeordnete Menü zu gelangen. Die vorletzte Taste ( / BAND) ist dafür vorgesehen, entweder z.B. im Menü nach unten zu navigieren oder, wenn das Menü geschlossen ist und man sich im RF Modus (Eingangssignal über Antennen) befindet, um zwischen Band A, B, E und F weiterzuschalten. Die letzte Taste von links ( / CH / ) hat sogar drei Funktionen. Zunächst kann man damit beispielsweise im Menü weiter nach oben gelangen. Befindet man sich im RF Modus (Eingangssignal über Antennen) kann man außerdem von CH1 bis CH8 durchschalten. Zuletzt kann man außerdem im RF Modus durch ein langes Drücken der Taste eine automatische Kanalsuche starten, die einen belegten Kanal sucht.
Das Menü des Monitors hat vier Untermenüs: COLOR, hier kann man Helligkeit, Kontrast, Sättigung, etc. einstellen; OSD, hier kann man die Eigenschaften des Menüs bestimmen, also die Sprache, die Position auf dem Display, die Zeit, bis es automatisch verschwindet und die Transparenz des Menühintergrunds; FUNCTION, wo man z.B. zwischen NTSC, PAL, usw. umstellen kann oder das Bildformat wählen kann und zuletzt das Untermenü SOUND, beispielswies für die Einstellung der Lautstärke der Lautsprecher des Monitors.
Den Akku kann man übrigens über den Schacht auf der Rückseite des Monitors tauschen, verbaut ist standardmäßig ein 2S (7,4 Volt) LiPo mit einer Kapazität von 2200mAh.





1.3.3 Verschiedene Empfangsantennen für den FPV Monitor (Vorstellung und Anschluss)
Auch für den Monitor gibt es verschiedene Empfangsantennen, hier kommen sogar noch ein paar dazu. Auch hier werde ich wieder einige vorstellen.

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Auch beim Feelworld Monitor war unter anderem eine Stabantenne dabei.

Grafik 07.jpg

Hier sind beide Stabantennen, am Empfangsgerät (FPV Monitor) und am Videosender vertikal ausgerichtet, die Abstrahlung erfolgt also hauptsächlich horizontal. Hier kann man auch mit Stabantennen schon ein recht annehmbares Ergebnis erreichen.



Grafik 08.jpg

Hier fliegt der Kopter (graue Antennenabstrahlung) nach links, die Stabantenne wird mit geneigt. So ist der Abstrahlwinkel plötzlich nicht mehr horizontal sondern schräg, der Empfang wird stark verschlechtert.
Solange man mit dem Kopter horizontal in der Luft steht, ist eine Stabantenne also auch zu gebrauchen, vor allem als Einstig, da die Antenne so gut wie immer schon im Lieferumfang enthalten ist. Vor allem bei Racekoptern sind Stabantennen aufgrund der häufigen Schräglage des Kopters aber eher bedingt geeignet.



Anderes als bei anderen Monitoren war beim Feelworld sogar schon eine Cloverleaf im Lieferumfang enthalten. Auf der einfachen Zeichnung rechtssieht man den Vorteil einer Cloverleaf Antenne gegenüber anderen Antennen, sie ist auch gegen Kippen und Schwenken des Kopters immun. Am besten ist die Übertragung dann natürlich, wenn sowohl am Videosender als auch am FPV Monitor Cloverleafs angeschlossen sind.

Grafik 09.jpg



Außerdem gibt es für Empfangsgeräte auch sogenannte Richtantennen. Diese kann man eigentlich nur mit einem Antennen Tracker (richtet die Antenne immer auch den Kopter) richtig betreiben, da diese einen sehr kleinen Abstrahlwinkel haben. Es gibt als Richtantennen sowohl Patchantennen als auch Helixantennen. Bei beiden sieht der Abstrahlwinkel etwa folgendermaßen aus.

Grafik 10.jpg

Wenn sich der Kopter allerdings in diesem schmalen Abstrahlwinkel befindet, können außerordentlich hohe Reichweiten erzielt werden.







1.3.4 Erstes Videosignal empfangen
Hat man sich ein bisschen in die Bedienung der FPV Komponenten eingefunden, kann man versuchen, ein erstes Videosignal auf dem Monitor zu erhalten. Dazu muss der Videosender mit der Kamera und einer Stromquelle verbunden werden (ACHTUNG: ERST ANTENNE AUFSCHRAUBEN, DANN STROM!). Danach schaltet man den Monitor an und schraubt die Empfangsantennen auf. Nun muss man nur noch den gleichen Kanal an Videosender und Monitor auswählen (bei ImmersionRC Videosender immer Band F). Jetzt sollte man eigentlich zumindest irgendein Bild erhalten. Falls das Videobild noch nicht „normal“ erscheint, muss man noch im Menü FUNCTION NTSC, PAL etc. auswählen, am besten man probiert alles einmal durch und entscheidet, wann man das beste Ergebnis erhält (bei mir PAL I).





1.3.5 Anschlüsse des FPV Monitors
Ein großer Vorteil des Feelworld Monitors ist natürlich auch die große Anzahl der verschiedenen Anschlüsse.
Die verschiedenen Anschlüsse sind an den schmalen Seiten des Monitors angebracht, der Stativanschluss befindet sich an der Unterseite, die Antennenanschlüsse auf der Oberseite.
An der einen schmalen Seite befinden sich die Videoeingänge (AV IN, HDMI IN), ein Videoausgang (AV OUT) sowie ein Kopfhörerausgang. An der anderen Seite gibt es einen MiniUSB Anschluss, um z.B. die Firmware des Monitors zu aktualisieren, ein Stromeingang (DC IN), um den Akku im Monitor zu laden und zuletzt einen Stromausgang (DC OUT), um andere Komponenten der Bodenstation mit Strom zu versorgen.




















2 Einfahrbares Landegestell
2.1 Vorbereitungen für den Umbau
2.1.1 Erklärung des Umbaus
Auf die Idee, den TBS Discovery mit einem einfahrbaren Landegestell auszustatten, kam ich kurz vor dem Umbau des TBS Discovery auf X8 (Siehe 3.). Da vorhersehbar war, dass die nach unten zeigenden Motoren nach dem Umbau unterhalb der unteren Rahmenplatte liegen würden, musste eine „Erhöhung“ des Kopters her, also ein geeignetes Landgestell. Weil ich mir bereits vorgenommen hatte, irgendwann einen 3-Achs-Gimbal zu beschaffen, war es sinnvoll, schon einmal ein einfahrbares Landegestell zu nehmen, damit dieses nicht im Blickfeld der Kamera sein würde.
Bereits früh hatte ich mir überlegt, wie der Umbau von statten gehen sollte: Ich hatte vor, mithilfe von Abstandsbolzen eine dünne Carbonplatte unter dem TBS Discovery zu befestigen und dort das Landegestell anzuschrauben. Auf diese Weise könnte ich umgehen, direkt in die Rahmenplatte des Kopters schrauben zu müssen.





2.1.2 Benötigte Materialien
Auf der Suche nach einem geeigneten Landegestell wurde ich relativ schnell mit dem Tarot TL65B44 fündig. Dieses beinhaltet eine Landegestellseite und war mit ca. 40 € für zwei Landegestellseiten bei tarotrc.de doch schon ziemlich günstig. Also bestellte ich das Landegestell am 12.12.15, bereits am 15.12.15 klingelte bei mir die Post - das nenne ich eine schnelle Lieferung!
Zusätzlich bestellte ich bei ebay eine kleine Carbonplatte sowie einige M2,5 Schrauben mit 25 mm Länge. Zuletzt brauchte ich nur noch ein paar Abstandshülsen (eigentlich M2,5, aber M3 war die kleinste Größe) mit einer Länge von 15 mm bei reichelt.de.
An Werkzeugen brauchte ich für die Bearbeitung des Carbons eine Bohrmaschine, einen 2.5 mm Bohrer (Metall, leider nutzt sich das Werkzeug dennoch bei Carbon sehr schnell ab!), eine Metallsäge, zwei Imbusschlüssel (1,5 mm und 2 mm), einen Kreuzschlitzschraubenzieher, Schleifpapier (grob und nach Belieben auch fein) und wenn möglich noch einen Senkbohrer.
Also alles noch einmal ordentlich aufgelistet:

2x Tarot TL65B44 http://www.tarotrc.d...r-group-TL65B44

CFK (Carbon) Platte, 1,5 mm Stärke, 300 mm x 100 mm http://www.ebay.de/itm/1-5mm-CFK-Carb
on-Platte-Laenge-300mm-600mm-x-Breite-100mm-400mm-/390704055370

4x (im Set 50x) M2,5 Schraube, 25 mm Länge, Linsenkopf http://www.ebay.de/itm/DIN7985-Linsen
kopfschrauben-verzinkt-Kreuzschlitz-/261
167390149?var=&hash=item3cceca1dc5:m:mBWwsVcZvrg2__3LgPiecCA

4x (als Ersatz auch mehr) Distanzhülse M3, Messing, 15 mm http://www.reichelt....html?&ACTION=3
LA=2&ARTICLE=44742&GROUPID=3365&artnr=DKM+15MM

Imbusschlüssel (Innensechskant) 1,5 mm / 2mm
Bohrmaschine & Metallbohrer (2,5 mm)
Metallsäge
Kreuzschlitzschraubenzieher
Schleifpapier (grob, nach Bedarf auch fein)
Senkbohrer
Lötkolben & Lötzinn
Schrumpfschlauch & Feuerzeug





2.1.3 Vorstellung des Landegestell von Tarot
Das Tarot TL65B44 Landegestell ist eigentlich für den TY680 Hexakopter von Tarot gedacht, man kann es aber auch sehr einfach an andere Kopter anbauen, allgemein ist das Landegestell für Kopter mit einem Gewicht von bis zu 3 kg geeignet und ist selbst nach Hersteller etwa 160 g schwer (beide Landegestellseiten), ich habe bei meinem Landegestell etwa 150 g gewogen, somit ist das Landegestell im Vergleich zu anderen einfahrbaren Landegestellen nicht nur sehr günstig, sondern auch sehr leicht.
Das Tarot Landegestell wird als Bausatz geliefert, man muss jede Seite einzeln zusammenbauen. Pro Seite sind dafür der Servo, ein dickes Carbonrohr als vertikaler Teil des Landegestells, ein dünnes Carbonrohr als horizontaler Teil des Landegestells, der auch dem Boden aufliegt, ein T-Verbinder für die Carbonrohre sowie mehrere Schrauben vorgesehen. Der Servo hat vier integrierte Gewinde (M2), wodurch er später an den Kopter bzw. in meinem Fall an die Carbonplatte geschraubt wird. Im Lieferumfang des Landegestells war außerdem noch eine kleine Carbonplatte enthalten, das bereits am Servo des Landegestells befestigt war und in der bereits einige vorgeschraubte Löcher integriert waren. Als etwas nervig empfinde ich, dass die mitgelieferten Schrauben für den Servo so klein sind und einen Senkkopf haben, normale M2,5 oder M3 Schrauben mit Zylinderkopf hätten es hier sicher auch getan. Zuletzt sind auch noch zwei Gummidämpfer je Landegestellseite im Lieferumfang enthalten, die den Kopter bei der Landung ein bisschen abdämpfen und die davor sorgen, dass die horizontale „Landekuve“ nicht auf dem Boden aufliegt.










2.2 Zusammenbau des Landegestells
2.2.1 Zusammenbau des Tarot Landegestells
Zunächst schraubte ich die mitgelieferte kleine Carbonplatte vom Servo des Landegestells ab. Dann muss das dicke Carbonrohr mit den beiden großen Schrauben aus dem Lieferumfang am Metallstück des Servos festgeschraubt werden, je nach Zustand des Servos kann dies erst nach dem kompletten Aufbau des Landegestells geschehen, bzw. sobald man das Landegestell über die Fernsteuerung betätigt hat. Anschließend muss der dicke Teil des T-Verbindungsstücks für das Landegestell am dicken Carbonrohr befestigt werden. Dazu liegen dem Landegestell zwei kopflose Schraube bei, die in die seitlichen Löcher des T-Stücks geschraubt werden (ggf. muss hier ein bisschen gedrückt werden). Nun wird das dünne Carbonrohr durch das T-Verbindungsstück geschoben, bis das sich das T-Stück etwa in der Mitte des dünnen Carbonrohrs befindet. Ist man soweit, wird die letzte kopflose Schraube in das übrige für die Schraube vorgesehene Loch geschraubt, bis das dünne Carbonrohr fest sitzt. Jetzt noch die beiden Gummikappen an die Enden des dünnen Carbonrohrs stecken, alle Schrauben noch einmal nachziehen und das Landegestell ist fertig.





2.2.2 Verkabelung des Tarot Landegestells
Da ich schon genug Kabelwirrwarr an Bord meines Kopters habe, wollte ich nicht auch noch ein Y-Kabel kaufen bzw. löten, um die beiden Landegestellseiten zu verbinden. Stattdessen habe ich beide Servoausgänge bereits kurz nach dem Kabelanfang zusammengelötet und ein Servoverlängerungskabel angelötet. Fertig und mit Schrumpfschlauch umschlossen sieht das dann so aus.

ModsTBSDisco - 07.jpg










2.3 Bearbeitung der Carbonplatte
2.3.1 Sägen der Carbonplatte
Die von mir bestellte Carbonplatte hatte Abmessungen von 300 mm x 100 mm. Vorgesehen hatte ich 120 mm x 100 mm, also musste die Platte gekürzt werden. Dazu zog ich mir mit einem Geodreieck und einem Permanentstift eine Linie bei 120 mm. Nun befestigte ich die Carbonplatte fest in einem Schraubstock (bitte z.B. Taschentücher dazwischenklemmen, sonst kann der Schraubstock auf der Carbonplatte Spuren hinterlassen) und mit einer kleinen Metallsäge großzügig abgesägt (immer zu viel absägen, abmachen geht immer!). Anschließend glättete ich die Kante mit grobem und feinem Schleifpapier.

Bei der Bearbeitung von Carbon sollte man immer eine Atemmaske tragen und möglichst schnell den Carbonstaub absaugen!
Werkzeuge nutzen sich bei Bearbeitung von Carbon wesentlich schneller ab als zum Beispiel bei der Bearbeitung von Metall oder Holz.
Vor dem eigentlichen Bohren ist es sinnvoll, langsamer vorzubohren, da der Bohrer auf der glatten Carbonplatte sehr leicht abrutschen kann.





2.3.2 Benötigte Maße
Hier versuche ich, alle wichtigen Maße für die Carbonplatte zusammenzufassen. Man sollte beachten, dass man hier sozusagen von oben auf den Kopter bzw. auf die Carbonplatte schaut. Der schwarze Rahmen ist der Umriss der Carbonplatte, die rote Linie ist die Mitte der Platte. Der blaue Pfeil zeigt in Flugrichtung des Kopters. Die kleinen blauen Markierungen auf den hellgrünen Linien sind die zu bohrenden Löcher, hier kann man einen 2,5 mm oder einen 3 mm Bohrer verwenden. Die gelben Markierungen auf der dunkelgrünen Linie sind die Löcher für das Landegestell. Hier kann man einen 2 mm oder einen 2,5 mm Bohrer verwenden. Anschließend müssen diese Löcher noch eingesenkt werden.

BGrafik 11.jpg





2.3.3 Bohrungen in die Carbonplatte
Die Bohrungen konnte ich mit einem einfachen Akkuschrauber durchführen. Man sollte vor dem eigentlichen Bohren einmal langsamer „einbohren“, da man auf der Carbonplatte leicht verrutschen kann. Man sollte außerdem möglichst immer ein kleines Stück Holz unterlegen, damit man nicht z.B. in eine Werkbank bohrt. Nach Wunsch kann man die gebohrten Löcher noch mit feinem Schleifpapier abschleifen. Bei den 8 Löchern (2x4) für das Landegestell muss man außerdem die Bohrungen ganz leicht einsenken (gelb markiert).










2.4 Befestigung der einzelnen Teile am Kopter
2.4.1 Befestigung des Landegestells an der Carbonplatte
Zunächst muss die mitgelieferte Carbonplatte von dem Servo des Landegestells abgeschraubt werden. Hierfür benötigt man 1,5mm-Imbusschlüssel. Anschließend kann man die beiden Servos der Landegestellseiten einfach an die eigene Carbonplatte anschrauben.
2.4.2 Befestigung der Carbonplatte mit Landegestell am Kopter
Die vier äußersten Löcher sind für die bei ebay bestellten M2,5 Schrauben mit 25 mm Länge, zuerst muss man diese allerdings mit einer Metallsäge ca. 3 mm kürzen. Hat man dies erledigt, werden die Distanzhülsen von reichelt benötigt. Davor müssen aber noch die vier auf dem Bild markierten Schrauben herausgeschraubt werden.
Ist man auch damit fertig, werden die 4 gekürzten Schrauben von unten in die vier dafür vorgesehenen Löcher gesteckt, die sich an den Ecken der Carbonplatte befinden. Auf der anderen Seite der Platte wird auf jede Schraube eine Distanzhülse gestülpt und alle vier Schrauben-enden in die Löcher der Rahmen-platte des TBS Discovery gesteckt. Jetzt muss alles ordentlich fest geschraubt werden, Schrauben-sicherungslack verwendete ich aber nicht, aus Angst, dass die billigen ebay-Schrauben zu schnell ausfransen (Flugrichtung beim Einschrauben beachten!).

Grafik 12.jpg






05]2.4.3 Verkabelung des Landegestells mit dem Empfänger & Einstellungen an der Fernsteuerung

Weil ich mir kein Y-Kabel kaufen wollte, um die beiden Servos der Landegestellseiten zu verbinden, lötete ich die Kabelenden zusammen und brachte ein Verlängerungskabel an, das dann einfach in den Empfänger gesteckt werden konnte. Hier sind ein paar Bilder zu sehen, auf denen man die Kabel gut erkennen kann.
An der Fernsteuerung muss lediglich dem betreffenden Kanal ein Zweistufenschalter zugewiesen werden.

ModsTBSDisco - 08.jpg




















3 X4 zu X8
3.1 Vorbereitungen für den Umbau
3.1.1 Erklärung des Umbaus
In einem englischen Forum stieß ich vor einiger Zeit auf einen kurzen Bericht, in dem ein Nutzer beschrieb, wie er aus einem ganz normalen TBS Discovery einen X8-Kopter bastelte (X8 bedeutet, dass der Kopter weiterhin 4 Ausleger hat, aber an jedem Ausleger einen nach oben und einen nach unten zeigenden Motor besitzt, er hat insgesamt also 8 Motoren). Da ich seit einiger Zeit ein kleines Gewichtproblem mit meinem Discovery hatte, war ich sowieso auf der Suche nach neuen Motoren, ein X8-Setup schien für mich die perfekte Lösung, auch weil ich erneut ein sehr günstiges T-Motor AirGear Set benutzten könnte. Als ich dann auch noch auf YouTube ein Video gesehen hatte, in dem man einen absolut überpowerten X8 Discovery sah, war ich endgültig überzeugt: es würde einen X8-Kopter geben. Mir war damals schon klar, dass dies leider fast ein komplettes Auseinanderbauen des Kopters benötigen würde, allerdings muss man dies wohl in Kauf nehmen. Wenig später stieß ich außerdem auf ein weiteres Problem: Die nach unten zeigenden Motoren des Discoverys würden später unter der eigentlichen unteren Rahmenplatte des Kopters liegen, also musste ein Landegestell her, wobei ich hier das Tarot TL65B44 auswählte (siehe 2.).
Geplant war, wie in dem englischen Bericht zu sehen gewesen war, an den eigentlichen Ausleger einen weiteren Flamewheel-Ausleger von DJI zurechtzusägen und diesen dann nach unten zeigend anzuschrauben. Da die selbstsichernden Propellermuttern des Tiger Motors Sets leicht herauszunehmen waren, stellten auch die Propeller kein Problem dar.
Was unbedingt für das Landegestell zu beachten ist: Die Distanzhülsen, die sich zwischen der Rahmenplatte des Kopters und der Carbonplatte des Landegestells befanden, sollten nicht kürzer als 15 mm sein, da die Propeller der unteren Motoren sonst ggf. keinen freien Lauf haben könnten.





3.1.2 Benötigte Materialien
Also begann ich die lange Einkaufsliste der benötigten Materialien zusammenzustellen. Zusätzlich habe ich noch die notwendigen Werkzeuge im Nachhinein aufgeschrieben. Besonders günstig habe ich die Ausleger bekommen, die zusammen bei Trade4Me nur 11,80 € plus Versand kosteten.

4x DJI FlameWheel Ausleger http://www.trade4me.de/Multikopter/
Ersatzteile/F450-Ausleger-schwarz-2-Stueck::63550.html

T-Motor AirGear 350 http://www.fpv24.com...ntriebsset-7373

8x (gerne mehr) M3 Schraube mit Mutter
Kabelbinder
Schraubensicherungslack
Schraubenzieher / Imbusschlüssel (je nach M3 Schraube)
Maulschlüssel (Größe je nach Mutter für M3 Schraube)
Kombizange (nicht nötig aber hilfreich)
Lötkolben & Lötzinn
Schrumpfschlauch & Feuerzeug
4x Servokabel (~20 cm) mit Servobuchse (wie an ESC)
Bohrmaschine
Metallbohrer 2 mm und 3 mm
Schraubstock










3.2 Zusammenbau jedes Auslegers
3.2.1 Vorbereiten der beiden Flamewheel-Arme für einen Ausleger
Hierfür benötigen wir die Bohrmaschine, einen 2 mm und einen 3 mm Metallbohrer sowie eine Metallsäge. Auch einen Schraubstock brauchen wir. Um das Ganze einfacher zu machen, erkläre ich den Vorgang nur an einem Ausleger (aus zwei einzelnen Auslegern). Das Folgende muss also 4 mal gemacht werden.
Nun fangen wir damit an, den ersten Ausleger, der später der obere sein wird, in den Schraubstock zu klemmen. Dann muss der Landefuß am Ende des Auslegers abgesägt werden. Das gleiche macht man auch mit dem zweiten Ausleger, der später unten sein wird. Außerdem muss bei dem zweiten Ausleger der Bereich, der später an den Rahmenplatten angeschraubt wir, abgesägt werden.
Hat man dies erledigt, wird zuerst mit dem 2 mm Metallbohrer gebohrt. Auf dem Bild sieht man einmal von oben und einmal von unten, wie es am Ende aussehen soll (Schrauben werden jetzt noch nicht benötigt). Anschließend vergrößert man die gebohrten Löcher mit dem 3 mm Bohrer. Später müssen die zwei Schrauben gerade durch diese Löcher geführt werden können.





3.2.2 Befestigung der Motoren
Jetzt werden die Motoren an den Auslegern befestigt. Achtung: Die Drehrichtung der Motoren muss später übereinstimmen, diese wird an den Seiten der Motoren mit zwei roten Pfeilen beschrieben. Ein CW Motor (clockwise) muss also zusammen mit einem CCW (counterclockwise) an einen Ausleger. Insgesamt werden zwei Ausleger mit einem CW Motor oben und einem CCW Motor unten und zwei Ausleger mit einem CCW Motor oben und einem CW Motor unten benötigt. Zuletzt sollte man die Motorkabel noch durch die Ausleger nach außen führen.





3.2.3 Zusammenbau eines Auslegers
Wie teilweise schon in 3.2.2 beschrieben, werden zwei Ausleger mit CW Motor oben und CCW Motor unten und zwei Ausleger mit CCW Motor oben und CW Motor unten benötigt. Zwischen den beiden Auslegern kann man gut z.B. Kabel für LEDs verlegen.
Die zusammengehörenden Ausleger werden mit den M3 Schrauben und Muttern befestigt, die Schrauben werden von oben durch die gebohrten Löcher geführt und unten eine Mutter nur leicht aufgedreht, sodass sie nicht herunterfallen kann. Dann wird ein wenig Schraubensicherungslack auf den Gewindeteil, an dem die Mutter später sitzen wird, gestrichen und die Mutter endgültig fest angeschraubt. Zuletzt werden noch einige Kabelbinder angebracht und mit einer Kombizange festgezogen.

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3.2.4 Vorbereitung der beiden ESCs eines Auslegers
Pro Ausleger werden jetzt zwei ESCs benötigt, da es ja auch zwei Motoren gibt. Also müssen die beiden Servokabel (GND + Signal) zusammengelötet und an ein Servoverlängerungskabel mit Servo-buchse gelötet werden, welches am Ende in den Flight Controller gesteckt werden kann. Außerdem müssen die Stromkabel der beiden ESCs gemeinsam auf die Kontakte der unteren Rahmenplatte des Discoverys gelötet werden.

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3.2.5 Befestigung der beiden ESCs eines Auslegers
Die beiden ESCs befestigte ich an der Vorder- und der Hinterseite des doppelten Auslegers mit Kabelbindern, allerdings kann hier jeder für sich selbst entscheiden, wo er die ESCs befestigen möchte. Ich bin mit dieser Position zufrieden.





3.2.6 Verkabelung der Motoren mit den ESCs und der ESCs mit dem Flight Controller
Die Motorkabel eines Motors werden erst einmal beliebig in den dazugehörenden ESC gesteckt, und die zusammengelöteten Servokabel der beiden ESCs eines Auslegers werden in der abgebildeten Reihenfolge in den Flugsteuerung gesteckt. Bitte beachtet, dass die angegebene Reihenfolge nur für den von mir verwendeten Flight Controller ZeroUAV YS-S4 V3 zutrifft.

Grafik 13.jpg










3.3 Fertigstellung des X8 Kopters
3.3.1 Befestigung der Ausleger am Rahmen
Die Ausleger werden, wie vorher auch, ganz normal mit den Schrauben des TBS Discoverys (M2,5) und Schraubensicherungslack festgeschraubt.





3.3.2 Veränderung an den Propellern für die unteren 4 Motoren
Da die T-Motor Propeller aus dem AirGear 350 Set selbstsichernde und vor allem herausnehmbare Muttern enthalten, gestaltet sich die Veränderung relativ einfach. Nur 4 Propeller müssen verändert werden.
Die Propeller, die die Mutter mit der weißen Markierung besitzen, bekommen eine Mutter ohne Markierung und andersherum. Allerdings werden die Muttern alle auf der „falschen“ Seite eingesteckt.
Die unveränderten Propeller bleiben alle bei den oberen Motoren, Motor 1 und 3 bekommen Propeller mit Mutter ohne Markierung, die Propeller der Motoren 2 und 4 haben eine weiße Markierung auf der Propellermutter. Die nach unten zeigenden Motoren bekommen immer die andere Propellermutter wie der obere Motor: Hat also der obere Motor eine Propellermutter mit Markierung, bekommt der untere Motor eine Propellermutter ohne Markierung und umgekehrt. Letztendlich müssen die Propellers eines Auslegers gleich ausgerichtet sein und auch mit den Propellern des diagonal gegenüberliegenden Auslegers übereinstimmen.

TBSDisco - 04.jpg




















4 Beleuchtung
4.1 Vorbereitungen für den Umbau
4.1.1 Erklärung des Umbaus
Da ich jetzt im Winter auch noch in der Dämmerung fliegen wollte, musste eine helle Beleuchtung für den Kopter her. In den Kleinanzeigen des Kopterforums fand ich schnell die Strobos von dem Nutzer plotterwelt, da ich aber Geld sparen wollte und sowieso gerne bastle, bestellte ich die notwendigen Teile bei flytron in England, der normale Versand für 3,20 Pfund dauerte circa eine Woche.
Verbaut habe ich vier LEDs, zwei grüne für vorne und zwei rote für hinten sowie zwei LED Controller. Hierbei sollte man beachten, dass man pro LED-Farbe (nur Farbe wichtig!) einen LED Controller benötigt. D.h. ein Controller für zwei rote und zwei grüne LEDs funktioniert nicht, man benötigt einen Controller für die roten und einen für die grünen LEDs!





4.1.2 Benötigte Materialien

4x LED Linse http://www.flytron.c...-powerleds.html

4x LED (Farbe muss man selbst auswählen, hier grün) http://www.flytron.c...-rc-lights.html

LED Controller (pro Farbe reicht einer, mehr geht auch) http://www.flytron.c...robe-controller
.html

Kabelbinder (wenn man nicht X8 Konfiguration hat) & Sekundenkleber
Lötkolben & Lötzinn
Schrumpfschlauch & Feuerzeug










4.2 Verkabelung der einzelnen Komponenten
4.2.1 Verkabelung des LED Controllers

Grafik 14.jpg





4.2.2 Verkabelung der PowerLEDs
Die LED wird, wie oben zu sehen, an ein rotes (+ Pol) und ein schwarzes (- Pol) Kabel gelötet und diese dann an den Controller gelötet.





4.2.3 Zusammenbau von LED und Linse
Die LED klebte ich einfach mit (sehr!) wenig Sekundenkleber in die dafür vorgesehene Linse und führte die Kabel seitlich heraus. Am Ende wird alles noch in Schrumpfschlauch verpackt.





4.2.4 Fertigstellung
Jetzt muss das an den LED Controller angelötete Servokabel in den Empfänger gesteckt werden und der gewählte Kanal einem Zweistufenschalter zugeordnet werden. Außerdem muss noch der LED Controller ordentlich in ein Stück Schrumpfschlauch gepackt werden.
Außerdem müssen die LEDs noch am Kopter selbst befestigt werden. Bei einer normalen X4 Konfiguration (4 Motoren) kann dies mit Hilfe von einfachen Kabelbindern erfolgen, die Linse wird dann einfach am Landefuß befestigt.
Hat man allerdings bereits die X8-Konfiguration gebaut, müssen die LEDs mit Sekundenkleber an den Enden der Ausleger befestigt werden.
In beiden Fällen können die Kabel durch die Ausleger gefädelt werden.










4.3 Verschiedene Betriebsmodi der LEDs
4.3.1 Mögliche Betriebsmodi der LEDs am LED Controller
Es gibt zwei Betriebsmodi für die am LED Controller angeschlossenen LEDs, diese wurden in 4.2.1 schon abgebildet.





4.3.2 Betriebsmodus 1: Verbindung des LED Controllers mit einem Empfänger
Wenn man den LED Controller über ein Servokabel mit dem Empfänger verbindet, kann man die LEDs des angeschlossenen Controllers über die Fernsteuerung ein- und ausschalten. Außerdem blinken die LEDs in diesem Betriebsmodus schneller.





4.3.3 Betriebsmodus 2: Verbindung des LED Controllers nur mit einer Stromquelle
Hat man beispielsweise keinen Kanal mehr am Empfänger frei, kann man den LED Controller auch einfach nur mit einer Stromquelle verbinden (3,7 V bis 5 V), also zum Beispiel mit einem einzelligen LiPo. Hier blinken die LEDs allerdings langsamer und man hat nicht die Möglichkeit, die LEDs über die Fernsteuerung ein- oder auszuschalten.




















5 Ortung
5.1 Ortungspiepser
5.1.1 Vorstellung des „Mini-Projekts“
5.1.1.1 Benötigte Materialien
Nach einem eventuellen Absturz des Kopters muss man manchmal viele Stunden suchen. Einfache Abhilfe könnte hier ein kleines „Ortungssystem“ schaffen. Viele Kopter wurden bereits schon mit so genannten GPS Trackern ausgestattet, die auf Anfrage per SMS die GPS Daten des abgestürzten Kopters auf das Handy senden und so einen Fund erheblich erleichtern. Aber auch Ortungspiepser können bei einem Absturz zum Beispiel in einem hoch gewachsenen Maisfeld erleichtern. Diese geben, wenn der Kopter nach einer bestimmten Zeit kein Signal mehr von der Fernsteuerung bekommen hat, ein lautes akustisches Signal ab.
Relativ günstig habe ich diese bei d-edition.de bekommen, hier kostet einer nur etwa 2 Euro.


5.1.1.2 Funktionsweise des Ortungspiepsers
Der Ortungspiepser wird beispielsweise zwischen dem Kanal 1 Eingang des Empfängers und dem Kabel, das eigentlich in den Empfänger gesteckt wird, zwischengeschaltet. Hier würde der Ortungspiepser nur ein Signal abgeben, wenn an Kanal 1 lange kein Signal von der Fernsteuerung kommt.





5.1.2 Anbau des Ortungspiepsers
5.1.2.1 Verkabelung des Ortungspiepsers
Ich selbst habe einen Ortungspiepser zwischen Kanal 3 am Eingang des Empfängers und zwei zwischen die ESCs zweier Motoren und den Flight Controller gesteckt. Hier kann allerdings jeder selbst entscheiden, wo er seine Ortungspiepser ansteckt.


5.1.2.2 Befestigung des Ortungspiepsers am Kopter
Den Ortungspiepser, der unter anderem an dem Empfänger angesteckt wurde, kann man einfach mit einem Kabelbinder an einem Ausleger befestigen. Die beiden anderen Ortungspiepser steckte ich in zwei Löcher der Carbonplatte. Diese hatte ich zuvor mit einem 12 Metallbohrer gebohrt.




















Ich hoffe, euch hat mein kleines Tutorial über Modifikationen und Zubehör für den TBS Discovery gefallen. Ich werde diesen Bericht außerdem stetig erweitern und auch auf Fragen und Anregungen in den Kommentaren gerne antworten. Zudem könnt ihr das aktuellste Tutorial unter dem angegebenen Link jederzeit als PDF-Dokument herunterladen.

Viel Spaß beim Basteln
Marc Zeitler
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