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Überflug fremder Grundstücke (Österreich)


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14 Antworten in diesem Thema

#1 oliver67

oliver67
  • 105 Beiträge
  • aktuell Mavic Mini 2, in der Vergangenheit Mavic 2 Zoom, Mavic Mini und Blade Inductrix, Blade Q350, Phantom 3Pro, 4Pro und Yuneec H, Mavic Pro, Inspire1, Inspire 2

Geschrieben 27. Februar 2021 - 14:33

Eine kurze Frage an die Rechtsgelehrten hier im Forum - wie siehts mit Überflügen fremder Grundstücke mir einer Mini2 aus? (Österreichische Rechtslage)

Grundsätzlich darf ich damit ja im bebautem Gebiet fliegen, entsprechende Flugverbotszohnen natürlich ausgenommen.

Dass natürlich keine unbeteiligten ohne deren Einverständnis gefilmt werden dürfen versteht sich von selbst.

Aber wenn ich zb. mein Grundstück filmen möchte, muss ich dazu das Grundstück des Nachbarn überfliegen um einen vernünftigen Winkel zu bekommen...

(natürlich würde ich einfach fragen, mir gehts hier aber um die Rechtliche Seite)

Danke für eure Hilfe,

LG, Oliver

 



#2 Redti

Redti
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  • DJI Mavic 2 Pro
    DJI Mini 2
    Jurist des Öst. Aeroclubs

Geschrieben 27. Februar 2021 - 15:57

Wenn du deine Mini2 nur für den von dir geschilderten Zweck benutzt, sehe ich kein rechtliches Problem. Aber es gibt zu diesem Thema auch einen Artikel eines Rechtsanwaltes in einer Fachzeitschrift, den ich aber im Moment nicht im Zugriff habe, der zu sehr strengen (meines Erachtens überzogenen) Ergebnissen kommt. Aus meiner Sicht gibt es kein Problem, solange nicht der Eindruck entsteht, dass du aus einer zu niedrigen Höhe, aus der Personen noch erkannt werden können, ein Privatgrundstück filmst.

Ein schneller Überflug in ausreichender Höhe, der jedoch auch nicht zu häufig erfolgen sollte, wird normalerweise keine zivilrechtlichen Folgen auslösen können. Kritisch wird es erst, wenn sich jemand ausspioniert fühlt.


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#3 Gast-618438

Gast-618438

Geschrieben 27. Februar 2021 - 18:01

Kritisch wird es erst, wenn sich jemand ausspioniert fühlt.

Bei der heutigen Drohnenparanoia könnte das zwar schon passieren, ist aber eher theoretisch. Bis jemand bemerkt, dass mein Kopter über ein Grundstück geflogen ist, ist es eh zu spät etwas zu unternehmen. Ich fliege einfach mit der gebotenen Rücksichtnahme, wie du es oben beschrieben hast und wenn ich die Nachbarin nackig sehen möchte, gehe ich hin und frag sie, aber auch da mit dem gebotenen Abstand, nicht dass sie mir eine langt.  :D 

 

Dieser ganze Blödsinn mit der Privatsphäre geht mir irgendwo vorbei, denn ich wusste früher schon, was sich nicht gehört, daran ändert auch meine Drohne nichts. 

 

Frage mich sowieso immer wieder, was man den Leuten ins Gehirn geimpft hat, dass sie sich eigenartig verhalten, wenn sie das Wort Drohne hören, aber selbst Bilder von sich ins Netzt stellen, bei denen man sich fragt, hat der/die eine Minute darüber nachgedacht, Antwort ist nein. 


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#4 oliver67

oliver67
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Geschrieben 28. Februar 2021 - 12:20

Vielen Dank für die Antworten - natürlich würde ich erst mal das Gespräch suchen und um Erlaubnis fragen.

Mir gehts aber um den Rechtlichen Aspekt - ich habe irgendwo gelesen, dass der Luftraum über einem Grundstück nicht Privateigentum ist und somit frei (natürlich unter Berücksichtigung von Lärm und Persönlichkeitsrechten).

Es gibt immer wieder Situationen, wo man kurz über ein fliegen will, um gute Aufnahmen zu machen, ohne den Besitzer zu kennen...



#5 Gast-618438

Gast-618438

Geschrieben 28. Februar 2021 - 14:18

Du kannst sicher interpretieren, was "grundsätzlich erlaubt" heißt. Redti hat es kurz beschrieben. Mach dir also keine Gedanken, fliege verantwortungsvoll und genieße das Hobby mit deinem Mini 2 auch über Siedlungen zu fliegen. Es ist kein Vorwurf an dich, sondern nur eine allgemeingültige Aussage, dass die Menschen heutzutage keine eigene Verantwortung mehr übernehmen wollen, ich sage können, weil sie nur noch zu 100% abgesichert etwas entscheiden wollen/können. Einige sagen dazu, der traut seinem eigenen A…. nicht.

 

Das folgende Beispiel ist genauso bekloppt, wie für uns tatsächlich gültige Gesetze. Es muss also ein Gesetz her, in dem steht: Du darfst in den Zeiten, wo sich jemand nackt sonnen könnte, diesen Ort nicht überfliegen, auch nicht, wenn die Kamera ausgeschaltet ist.  Wenn sich der Mensch in Bauchlage sonnt oder halb bekleidet ist, gibt es Ausnahmen,. Ebenso für das Winterhalbjahr, da gibt es dann noch eine gesonderte Ausführungsverordnung was das Winterhalbjahr und eine Bauchlage, bzw. halbbekleidet ist. Usw. usf., bzw. weitere Blabla-Gesetze.

 

Und jetzt etwas zu den Menschen, derentwegen es solche Gesetze (geistige Blähungen) gibt.

 

Sie untersagen dir in einer Verbissenheit, dass du über ihr Grundstück fliegst. Um gleich deine Frage mit zu beantworten, unter der Erdbodengleiche und darüber (Luftraum), gehört dir nichts. Findest du auf deinem Grundstück Öl, so gehört es dir nicht. Genauso wenig wie du ein Recht auf eine Drohne hast, die in "deinem" Luftraum fliegt, selbst dann nicht, wenn sie auf deinem Grundstück landet.

 

Und jetzt noch ein Wort zu den verbissenen Menschen, die ihre Privatsphäre mit Zähnen und Klauen verteidigen wollen. Die Drohne ist mit allen Mitteln zu bekämpfen, weil sie ja in der Lage ist, Aufnahmen von ihnen zu machen. Dabei vergessen sie, dass die viel größere „Gefahr“ im Weltall lauert.  :D

 

Auszug aus einem Artikel im Internet

Satellitenbilder erstmals in Rekord-Auflösung

Mit bisher unerreichbar hoher Auflösung stellen Forscher der Technischen Universität München (TUM) Satellitenbilder dar. Auf einem Quadratmeter befinden sich drei Mio. Pixel. Es handelt sich um dreidimensionale Darstellungen. Bisher gibt es Darstellungen dieser Art für Berlin, Las Vegas, Washington und Paris.

 

Das bedeutet, dass man die Größe des Leberflecks vermessen  oder übriggebliebene Schamhaare zählen könnte, um die Angst des nackt fotografiert zu werden zu strapazieren. Scheint mittlerweile die Hauptangst zu sein. 

 

So, ich geh jetzt fliegen und dabei ist es mir egal, was sich unter meinem Kopter befindet, sofern es nicht Zonen sind, für die mein Kopter eine Gefahr darstellt und das sind weder Wohngrundstücke, noch die Natur und auch keine Wasserflächen. Die wenigen Tabu's, finde ich in der Droniq App und dabei unterscheide ich noch selbstständig. Nur um die Gemüter zu beruhigen, Zonen in denen Luftverkehr stattfindet, sind für mich eine nogo Area. Gibt noch ein paar mehr, die aber eher sekundär sind.


Bearbeitet von para, 28. Februar 2021 - 14:37.


#6 Redti

Redti
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    Jurist des Öst. Aeroclubs

Geschrieben 28. Februar 2021 - 14:20

Ich habe inzwischen jenen Artikel gefunden, den ein Rechtsanwalt zu diesem Thema verfasst hat. Ihr könnt diese PDF-Datei unter dem folgenden Link downloaden: https://christianzei...n-Zeilinger.pdf

 

Allerdings halte ich seine Ansichten für überzogen. Wenn keine Menschen identifizierbar sind, sehe ich keine rechtlichen Probleme. Außerdem geht es hier nur um zivilrechtliche Fragen und nicht um verwaltungsstrafrechtliche Tatbestände.

 

Außerdem wird es für Menschen, die sich in ihrer Privatsphäre gestört fühlen, schwierig sein, die Identität des Piloten festzustellen, wenn dieser nicht den Fehler macht, dass er Videos unter seinem richtigen Namen im Internet veröffentlicht. Auch die Polizei hat derzeit mangels luftfahrtrechtlicher Zuständigkeit kein Recht, die Identität eines Kopterpiloten festzustellen, solange keine Vorraussetzung des § 35 Sicherheitspolizeigesetz zutrifft.



#7 oliver67

oliver67
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Geschrieben 28. Februar 2021 - 15:25

Danke Redti, Danke para,

 

Ich sehe das genauso, Hirn einschalten und höflich bleiben bringt mehr als alle Gesetze zusammen :)

Mir gings um den nicht ganz unwahrscheinlichen Fall, dass ein Wutbürger, gestresst vom Lockdown mir an die Gurgel will, weil ich 2m von seinem Grundstück überflogen habe.

Jetzt kann ich seriös argumentieren - falls es hilft...

Schönen Tag euch allen...



#8 Gast-618137

Gast-618137

Geschrieben 28. Februar 2021 - 17:00

Im Ortsgebiet bzw. auch bei mir zu Hause fliege ich nicht über die Grundstücksgrenze, außer der Nachbar ist wirklich damit einverstanden.

 

Fakt ist, das sehr viele DP soviel Mist gebaut haben und ich den Großteil an Kritikern und Ängstlichen Aussenstehende verstehen kann, das meist nur Missgunst und negative Stimmung entsteht.

Nach über 40 Jahre als RC Flieger und nun 5 Jahren mit Drohnen halte ich es immer noch am besten mit, lieber einmal weniger oder es ganz lassen...und darum auch mit der Drohne bis heute noch keinen Themen/Diskussionen gehabt  ;D

 

..und ganz ehrlich, ich würde es nicht wollen das irgend wer ungefragt knapp über mein Grundstück fliegt.



#9 Gast-618438

Gast-618438

Geschrieben 28. Februar 2021 - 17:20

..und ganz ehrlich, ich würde es nicht wollen das irgend wer ungefragt knapp über mein Grundstück fliegt.

Keiner hat von knapp geschrieben, deshalb braucht man auch nicht zu klären, was knapp ist. Das sind sie wieder diese Ausnahmefälle, die thematisiert werden und dann zu so einem bescheuerten Verhalten einiger weniger BürgerInnen&Außen führen. Bin überzeugt, dass es in "meiner" Stadt keinen einzigen Fall gibt, wo jemand knapp über ein fremdes Privatgrundstück geflogen ist, in den Köpfen durch Medien aber schon. Da fliegen sie wahrscheinlich zu 100erten und das täglich. Der galoppierende Realitätsverlust lässt grüßen. 

 

Und ganz ehrlich, wenn eine kleine Spielzeugdrohne in 5 Meter Abstand mein Dach und das Grundstück überfliegt, was ist daran störend? Für mich nichts, über den Rettungshubschrauber, der auf dem Weg zur Klink mehrmals drüber fliegt, habe ich mich auch noch nie beschwert, obwohl der deutlich hörbar ist und eine Kamera hat er auch an Bord und was für eine, das ist ein Traum. 

 

Tipps von Redti & oliver67 beherzigen.

 

Aus meiner Sicht gibt es kein Problem, solange nicht der Eindruck entsteht, dass du aus einer zu niedrigen Höhe, aus der Personen noch erkannt werden können, ein Privatgrundstück filmst.

 

Hirn einschalten


Bearbeitet von para, 28. Februar 2021 - 17:59.

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#10 luftritter

luftritter
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  • OrtÖsterreich

Geschrieben 28. Februar 2021 - 18:06

Was ist in diesem Zusammenhang mit dem Begriff "Haushaltsaufnahme" gemeint?

Der Begriff wird allerdings im Titel Dashcams verwendet.

Warum unterschieden wir, ob ich die Kamera am Körper trage und Passanten auf meinem Spaziergang mit filme, die Clips aber nur zu privaten Zwecken verwende, oder einer Kamera die am Copter angebracht ist und ich ich aus mehr als 50 Meter Entfernung Personen "mit filme" die aber unkenntlich sind? Die EU-Verordnung überstreift zum überwiegenden Teil den sicheren Einsatz der Copter im Sinne Flugsicherheit, Betriebssicherheit und der Gefährdung von Personen durch den Betrieb. Die Datenschutzgrundverordnung wird m. M. nur am Rande gestreift.

 

Der Artikel ich für mich leider schwer lesbar, da ich große Gedankensprünge ohne Verweise feststelle. 



#11 Hafner Franz

Hafner Franz
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Geschrieben 28. Februar 2021 - 18:49

Ich machs wie Google Maps. Sobald keine KFZ Kennzeichen und Personen deutlich erkennbar sind, wirds wohl passen.

Und falls wer andere Meinung hat, soll a Anzeige schreiben. Kommt dabei eh nix heraus..



#12 Redti

Redti
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  • OrtTraun (Oberösterreich)
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    Jurist des Öst. Aeroclubs

Geschrieben 28. Februar 2021 - 19:29

@luftritter:

Unter das Schlagwort „Haushaltsaufnahme“ fallen Aufnahmen zur Ausübung ausschließlich persönlicher oder familiärer Tätigkeiten (Art. 2 Abs. 2 lit. c DSGVO) und Aufnahmen, die ein privates Dokumentationsinteresse verfolgen, das nicht auf die identifizierende Erfassung unbeteiligter Personen oder die gezielte Erfassung von Objekten, die sich zur mittelbaren Identifizierung solcher Personen eignen, gerichtet ist (§ 12 Abs. 3 Z.3 DSG). Diese Aufnahmen sind immer zulässig.


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#13 Gast-618137

Gast-618137

Geschrieben 28. Februar 2021 - 19:54

wenn eine kleine Spielzeugdrohne in 5 Meter Abstand mein Dach und das Grundstück überfliegt, was ist daran störend? Für mich nichts, über den Rettungshubschrauber, der auf dem Weg zur Klink mehrmals drüber fliegt, habe ich mich auch noch nie beschwert, obwohl der deutlich hörbar ist und eine Kamera hat er auch an Bord und was für eine, das ist ein Traum. 

 

 

Aus meiner Sicht gibt es kein Problem, solange nicht der Eindruck entsteht, dass du aus einer zu niedrigen Höhe, aus der Personen noch erkannt werden können, ein Privatgrundstück filmst.

 

Hirn einschalten

 

 

 

Die Dji Mini ist keine Spielzeugdrohne....Hirn einschalten, wie du es selbst schreibst

 

und wenn du ungefragt 5 Meter über mein Grundstück fliegst, dann kannst du dir aber sowas von sich sein das die Drohne da nicht mehr zurück kommt.

 

Deine Sicht interessiert mich bei meinen Grundstück nicht...

 

....und genau solche Aktionen wie von dir haben unseren Ruf so geschädigt 


Bearbeitet von luda, 28. Februar 2021 - 19:56.

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#14 Knuth

Knuth
  • 2.798 Beiträge
  • OrtBretten
  • Diverses RC gesteuertes Zeugs Teils in der Luft und Teils am Boden aber bisher alles recht altmodisch ohne App :- ))

Geschrieben 03. März 2021 - 03:16

Hallo ihr Lieben ..

 

Unser Admin Arthur und das Moderatorenteam macht sich Sorgen wie ihr zur Zeit miteinander in manchen Foren umgeht

 

Nach den Forenregeln müsste es hier teilweise Verwarnungen regnen :-) 

Aber wir leben alle in der selben Welt und wissen natürlich auch, dass in dieser wilden Zeit manche Beiträge extrem emotional sind ...  

 

Trotzdem unsere Bitte seit freundschaftlich und objektiv hier im Forum  .. Nur so durchleben wir diese Zeit unbeschadet.. 



#15 Copter Service

Copter Service
  • 16 Beiträge
  • OrtSeeboden/Rheinberg
  • Inspire 2
    HD6 1000
    Mavic Platinum
    Mavic Air 2
    Mini 2

Geschrieben 30. April 2021 - 15:12

Hallo Kollegen,

 

aus diesem Grund habe ich mir in NRW eine Ausnahmegenehmigung ausstellen lassen, welche mir erlaubt

über fremde Grundstücke zu fliegen um Luftaufnahmen von Immoblien und Objekten machen zu können ohne die Einwilligung

einzuholen. Auch darf ich damit näher an Bundeswasserstrassen und Bundesstrassen fliegen,

da ich oft am Niederrhein fliege und manche Objekte nahe am Rhein liegen.

Natürlich fliege ich so, dass ich damit so wenig wie möglich jemanden störe.

 

 

Gruß Michael


  • Rolf-K. und Matze777 gefällt das




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