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50 Minuten Flugzeit und 33km Reichweite mit Zusatz-Akku-Bastelei?

dji mavic mavic mini

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12 Antworten in diesem Thema

#1 terraformer

terraformer
  • 17 Beiträge
  • DJI Mavic Mini

Geschrieben 04. Juni 2020 - 11:30

Was ist von solchen Spielereien zu halten? Mich wundert, dass das funktioniert und die Software so einfach akzeptiert, dass da noch ein 5000mAh-Akku rangelötet wurde.
 

 


#2 Arthur

Arthur
  • 7.835 Beiträge
  • OrtKerpen
Tutorial

Geschrieben 04. Juni 2020 - 13:10

Tja, das sind halt, wie du schon selber sagst, Spielereien. Kann man machen, ist aber nicht wirklich sinnvoll und alltagstauglich.

 

Sprechen wir zunächst über die Akku Modifikation. Bei allen größeren Drohnen setzt DJI Akkus ein, die mit einer intelligenten Elektronik versehen sind. Diese sorgen für die Wartung des Akkus in Form einer automatischen Entladung, aber sie sorgt auch dafür, dass man die Akkus nicht tauschen kann. Beim Mavic Mini ist das nicht so. Hier hat DJI andere Akkus eingesetzt, die weniger wartungsintensiv sind, damit man auf die Elektronik verzichten und so Gewicht sparen kann. Damit hat DJI aber auch keine Möglichkeit mehr die Akkus auf Authentizität zu überprüfen. So kann man einfach einen größeren zweizelligen Akku dranhängen, ohne dass es eine Fehlermeldung gibt. Den Füllstand des Akkus schätzt die Drohne anhand der Spannung. Da der Akku eine größere Kapazität hat, sinkt die Spannung langsamer und man kann etwas länger fliegen.

 

Allerdings ist es auch so, dass ein größerer Akku natürlich auch mehr wiegt. Und mit einem höheren Gewicht müssen die Motoren stärker drehen um den nötigen Auftrieb zu erzeugen. Dadurch wird wieder mehr Strom verbraucht und die Flugzeit sinkt ein klein wenig. Gleichzeitig werden die Motoren durch das höhere Drehen natürlich stärker belastet und sie altern dadurch spürbar schneller. Gleiches gilt für die Propeller. Bei diesen besteht sogar die Gefahr, dass es aufgrund der höheren Drehgeschwindigkeit zu einem Propeller Abriss kommt, denn die Propeller sind nur für bestimmte Geschwindigkeiten ausgelegt. Zu guter Letzt ändert sich durch den größeren Akku, der auch noch unter der Drohne hängt, die Fläche der Drohne. Sie wird damit anfälliger gegen Wind und lässt sich schwerer steuern. Gleichzeitig müssen die Motoren auch hier wieder noch höher drehen und noch mehr Strom verbrauchen, um den höheren Luftwiderstand zu kompensieren.

 

Was die Reichweite angeht, so brauchen wir nicht weiter drüber zu sprechen. In Deutschland wäre ein solcher Flug nicht legal möglich. Es wird hier gleich gegen mehrere Gesetze verstoßen. So wird die Sendeanlage durch einen Laien modifiziert und sie besitzt somit keine Betriebsgenehmigung mehr. Gleichzeitig erfolgt hier ein Flug außerhalb der Sichtweite und das oberhalb 30m. Auch werden mehrfach Dinge überflogen, für die keine Überflugserlaubnis besteht. Wenn man viel, viel Glück hat, dann würde man für so einen Flug nur eine hohe dreistellige Strafzahlung leisten müssen. Wenn man viel, viel Pech hat und etwa mit einem Hubschrauber kollidiert, dann sind auch bis zu 10 Jahre Haft drin. Dazwischen ist alles möglich.


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#3 kg340

kg340
  • 564 Beiträge
  • OrtThüringen

Geschrieben 04. Juni 2020 - 13:34

Hallo Arthur,

 

als ich meinen 1. Test mit den doppelten Prop Guard gemacht habe, stieg das Gesamtgewicht von 300 auf 341 g

und die MM kippte im Stand nach vorn !

Bei meinem Test tauchte auch das erste Mal die Fehlermeldung zur „ Motorgeschwindigkeit „ hinten links auf.

Ein größerer Akku dürfte wohl noch schwerer sein.

Ich habe mir das Video nur kurz angesehen, weil das für mich nicht in Betracht kommt.

 

Aber, offensichtlich hat dieser Pilot keine solche Fehlermeldungen bekommen.

Kurios, oder ?



#4 el Kopto

el Kopto
  • 3.459 Beiträge

Geschrieben 04. Juni 2020 - 13:44

Auch die Mavic Mini Batterie enthält eine Elektronik, siehe z.B. hier: https://www.rcgeeks....wn-whats-inside

 

Wenn man schon den Unsinn mit solchen Rekordversuchen treibt, dann würde ich bei den Zellen ansetzen. Es gab dazu auch hier im Forum schon Versuche mit anderen 18650 Zellen, die eine höhere Kapazität und dennoch genügend Stromfestigkeit bieten (z.B. die VTC6). Problem ist, dass auch die 18650er Zellen sich im Gewicht unterscheiden und man auch da aufpassen muss, unter 250g zu bleiben - sofern einen das überhaupt interessiert...

 

50 Minuten bleiben dann mit dem MM zwar immer noch außer Reichweite, aber er wird zumindest nicht so hoffnungslos vom Gewicht her überfrachtet und sollte zumindest auf 35-40 Minuten zu bringen sein.

 

Im Eigenbau-Unterforum finden sich Beispiele für sub-250g Eigenbauten, die mit durchaus smarter Elektronik (z.B. LTE für quasi unbegrenzte Reichweite) auf 40 - 45 Minuten kommen. Eine weniger smarte Variante, die allein auf maximale Flugzeit optimiert war, schaffte immerhin 101 Minuten.


Bearbeitet von el Kopto, 04. Juni 2020 - 13:45.


#5 bluesoldie

bluesoldie
  • 220 Beiträge
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    FPV XPKRC X3
    BetaFPV 75 brussless FPV
    Mavic 2 zoom, Mavic mini

Geschrieben 04. Juni 2020 - 15:08

Vielleicht interessiert es in diesem Zusammenhang, wieviel der MM max. hebt. Mal beim YouTuber videoformer schauen... Er hat es bis 150g geschafft. Ich finde auch seine Streckenflüge < 30m Höhe richtig spannend. Der Mann hat Ausdauer.  :)


Bearbeitet von bluesoldie, 04. Juni 2020 - 15:10.


#6 teslaMania

teslaMania
  • 44 Beiträge
  • OrtEifel
  • Mavic Mini

Geschrieben 04. Juni 2020 - 15:55

@bluesoldie

 

YouTuber videoformer

...ist hier der TE ;)



#7 Arthur

Arthur
  • 7.835 Beiträge
  • OrtKerpen
Tutorial

Geschrieben 04. Juni 2020 - 17:27

Auch die Mavic Mini Batterie enthält eine Elektronik, siehe z.B. hier: https://www.rcgeeks....wn-whats-inside

 

Ich denke, dass dies nur die Ladeelektronik ist. Wie gesagt, die Akkus des Mini haben keine intelligenten Funktionen wie etwa ein automatisches Entladen nach 5 Tagen.



#8 Kombat

Kombat
  • 47 Beiträge
  • DJI Mavic Mini Fly More Combo

Geschrieben 04. Juni 2020 - 20:29

Aber, offensichtlich hat dieser Pilot keine solche Fehlermeldungen bekommen.

Kurios, oder ?

 

Ganz einfach) Der war mit DJI FLY 1.1.1 unterwegs))) 



#9 el Kopto

el Kopto
  • 3.459 Beiträge

Geschrieben 04. Juni 2020 - 20:33

Ich denke, dass dies nur die Ladeelektronik ist. Wie gesagt, die Akkus des Mini haben keine intelligenten Funktionen wie etwa ein automatisches Entladen nach 5 Tagen.

Die Elektronik hat z.B. ein "Lock Up", wenn man sie von den Batterien trennt. Soll wohl zumindest die stümperhafteren Versuche vereiteln, die Zellen gegen leistungsfähigere auszutauschen. Ist auch hier im Forum irgendwo schon mal beschrieben worden. Wer sie austauschen will, muss sicherstellen, dass die Elektronik während des Wechsels permanent unter Spannung bleibt.

 

DJI nennt sie auch selbst "intelligent" und wenn darauf nur eine Ladeelektronik wäre, bräuchte sie keine sechs Kontakte. Es findet auch eine Kommunikation zwischen Batterie und Board statt. Eine automatische Entladefunktion hat sie allerdings tatsächlich nicht.

 

Kann man jetzt drüber streiten, ob man das "intelligent" nennen möchte, aber es ist definitiv mehr als nur eine Lade-Elektronik.


Bearbeitet von el Kopto, 04. Juni 2020 - 20:34.

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#10 Arthur

Arthur
  • 7.835 Beiträge
  • OrtKerpen
Tutorial

Geschrieben 05. Juni 2020 - 08:36

Kann man jetzt drüber streiten, ob man das "intelligent" nennen möchte, aber es ist definitiv mehr als nur eine Lade-Elektronik.

 

Und was genau soll das deiner Meinung nach sein? Du selbst hast doch das Foto von der Elektronik verlinkt. Da sind 2 ICs drauf, 4 Kondensatoren und 3 Widerstände. Eventuell sind auf der Rückseite der Platine noch 2, 3 Teile, aber das war es dann. Hier siehst du mal eine klassische Ladeelektronik für Lithium Akkus:

 

Angehängte Datei  P2060388.jpg   699,61K   2 Mal heruntergeladen

 

Der rechte Teil der Schaltung sieht im Prinzip fast genauso aus wie hier bei dieser Schaltung. Sicher, man weiß nicht ob einer der ICs ein Mikrocontroller ist und was DJI dort dann reinprogrammiert hat, aber es fehlt einfach die Schaltung dahinter um irgendwelche komplizierteren Sachen umzusetzen. Und in den IC sind mit Sicherheit keine extravaganten Schaltungen realisiert, denn um eigene ICs herzustellen hat DJI überhaupt keine Kapazitäten. Da werden ICs von der Stange gekauft.

 

So oder so ist es müssig hier über die Schaltung zu spekulieren, denn mehr als Spekulationen sind das hier nicht. Um etwas über die Schaltung auszusagen, müssten wir selbige und die verbauten Komponenten kennen. Und es ist auch völlig egal, was wir uns hier über diese Schaltung zusammenfabulieren, denn Fakt ist: Die Drohne fliegt mit einem selbstgebauten Akku (siehe oben). Für das Thema hier ist es also unwichtig was DJI mit dem Akku gemacht hat, denn er kann ja nachweislich leicht ersetzt werden. Also ist auch nachweislich keine Schaltung zur Identifikation des Akkus vorhanden, so wie ich es bereits im zweiten Beitrag gesagt habe.



#11 teslaMania

teslaMania
  • 44 Beiträge
  • OrtEifel
  • Mavic Mini

Geschrieben 05. Juni 2020 - 09:55

Was ist davon zu halten?

 

Einfache Antwort: Sollte/darf man nicht, funktioniert aber. ;)

Ist wie beim PKW: Verändere und Du verlierst Versicherung/Garantie/Care... 

 

Da die Batterie 2 Akkus hat und 6 Anschlüsse:

2x [+]

2x [-]

2x [Daten] (Seriennummer, Temperatur...)



#12 el Kopto

el Kopto
  • 3.459 Beiträge

Geschrieben 05. Juni 2020 - 14:07

Und was genau soll das deiner Meinung nach sein? Du selbst hast doch das Foto von der Elektronik verlinkt. Da sind 2 ICs drauf, 4 Kondensatoren und 3 Widerstände. Eventuell sind auf der Rückseite der Platine noch 2, 3 Teile, aber das war es dann. Hier siehst du mal eine klassische Ladeelektronik für Lithium Akkus:


Der rechte Teil der Schaltung sieht im Prinzip fast genauso aus wie hier bei dieser Schaltung. Sicher, man weiß nicht ob einer der ICs ein Mikrocontroller ist und was DJI dort dann reinprogrammiert hat, aber es fehlt einfach die Schaltung dahinter um irgendwelche komplizierteren Sachen umzusetzen. Und in den IC sind mit Sicherheit keine extravaganten Schaltungen realisiert, denn um eigene ICs herzustellen hat DJI überhaupt keine Kapazitäten. Da werden ICs von der Stange gekauft.

 

So oder so ist es müssig hier über die Schaltung zu spekulieren, denn mehr als Spekulationen sind das hier nicht. Um etwas über die Schaltung auszusagen, müssten wir selbige und die verbauten Komponenten kennen. Und es ist auch völlig egal, was wir uns hier über diese Schaltung zusammenfabulieren, denn Fakt ist: Die Drohne fliegt mit einem selbstgebauten Akku (siehe oben). Für das Thema hier ist es also unwichtig was DJI mit dem Akku gemacht hat, denn er kann ja nachweislich leicht ersetzt werden. Also ist auch nachweislich keine Schaltung zur Identifikation des Akkus vorhanden, so wie ich es bereits im zweiten Beitrag gesagt habe.

Die Schaltung enthält auf der Oberseite z.B. zwei Leistungs-FETs, die bei einer reinen Lade-Elektronik schon mal nicht nötig wären. Über das, was sich auf der Unterseite befindet, können wir mangels weiterer Zerlegung beide nur spekulieren. Diese Schaltung kann damit einen Cut-Off machen und genau diesen macht sie auch (und zwar irreversibel!), wenn sie von der Spannung getrennt wird. Dazu gehört vielleicht nicht viel "Intelligenz" (so etwas bekäme man auch noch ohne Microcontroller hin), aber ich glaube dennoch, das die Schaltung mehr macht, als nur einen Dauer-Cut-Off bei Basteleien an den Zellen. Umgekehrt lässt sich der MM nur auf dem Umweg über diese Schaltung aktivieren, da hier neben dem reinen Durchreichen der Spannung auch eine Kommunikation stattfindet (sonst wären nicht 6 Kontakte nötig). Laut DJI erhält die MM darüber die noch verfügbare Kapazität - ermittelt diese also nicht allein aus der Spannung. Ein typisches Merkmal, das auch für die "Intelligent Batteries" der größeren Drohnen von DJI zutrifft.

 

Die Basteleien mit Fremd-Akkus gehen auch nur über diese Schaltung, andernfalls müsste die Firmware der Mavic Mini gepatcht werden. Manche packen deshalb einfach noch ein paar Zellen parallel zu den beiden verbauten (gehen damit also auch über die Elektronik), andere sind smart genug, die existierenden Zellen auszutauschen, ohne die Schaltung stromlos werden zu lassen.

 

Wenn Du es nicht glauben willst, probiere es selbst aus oder spekuliere halt weiter. Können sich dann eben die Leser entscheiden, was sie glauben wollen. ;)


EDIT: Abgesehen davon dürfte auch der Request nach einem Battery Firmware Update in der Fly App genügend Hinweis darauf liefern, dass da mehr als nur eine dumme Ladeelektronik drinsteckt, siehe z.B. hier.

Im Post #2 stellst Du es zunächst auch so dar, dass DJI hier gänzlich auf Elektronik verzichtet und damit auch keine Authentizitätsprüfung stattfinden könne. Warum zeigt dann z.B. zeigt die Fly App die Seriennummer der jeweiligen Batterie an? Der Firmware-Stand wird nicht angezeigt, dennoch wissen wir (siehe verlinktes Video), dass sie beizeiten upgedated wird.


Bearbeitet von el Kopto, 05. Juni 2020 - 14:14.

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#13 kg340

kg340
  • 564 Beiträge
  • OrtThüringen

Geschrieben 05. Juni 2020 - 17:39

Paßt zwar nicht direkt zu diesem Thread.

 

Soweit mir bekannt ist, besitzen die Drohnen Akkus keinen Tiefentladungsschutz.

 

Was allerdings passieren kann,  wenn man, aus welchen Gründen auch immer, eine bestimmte Zeit die Drohne bei 0 % Akku Kapazitätsanzeige, weiter in der Luft halten muß.

 

Dann könnte es sein, daß sich der Akku danach nicht mehr laden läßt.

 

Testen werde ich das sicher nicht. ;)

 

 







Auch mit einem oder mehreren dieser Stichwörter versehen: dji, mavic, mavic mini

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