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Arbeiten mit ND-Filtern

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13 Antworten in diesem Thema

#1 vobe49

vobe49
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Geschrieben 26. Januar 2020 - 08:00

Eine Frage an diejenigen Drohnen-Piloten, die mit ND-Filtern arbeiten.

 

Man setzt beim Filmen mit einer Drohne ja deshalb einen ND-Filter ein, um die Aufnahme bei 25p mit einen Shutter von möglichst 1/50 sec durchführen zu können (sogenannte 180 ° Regel; Vorteil: vor allem weichere Bewegungen). Nun lässt sich die Kamera, wenn die Drohne einmal in der Luft ist, ja nicht ganz so unproblematisch einstellen. Zum einen erkennt man in greller Sonne manche Anzeigen auf dem Handy nicht so gut. Manchmal ist die Einstellung auch eine Fummelei, weil der Touchscreen nicht gleich reagiert, so dass man auch wertvolle Akkukapazität verliert.

 

Die Kamera der Drohnen stellt die richtige Belichtung ja bei prinzipiell offener Blende nur mit dem Shutter und dem ISO-Wert ein (wenn im Auto-Belichtungsmodus gefilmt/fotografiert wird).

 

Nun sehe ich folgendes Problem: viele Kameras wählen bei automatischer Belichtung auch trotz reichlich Licht nicht immer den niedrigsten ISO-Werte ein. Andererseits ist es beim Fliegen in heller Sonne mit manueller Belichtung schwer auf dem Display zu entscheiden, ob die Belichtung optimal ist. Ich habe also Angst, dass die Kamera beim Einsatz von ND-Filtern lediglich den ISO-Wert höher schraubt und trotzdem zu kurze Shutterzeiten einstellt. Oder stellt man am besten gleich am Boden schon den Shutter auf 1/50 sec und lässt den ISO auf Auto stehen ?

 

Frage deshalb: hat da jemand Erfahrungen und wie verfährt man da am besten ? Ich kann das auf Grund des Wetters vor unserem nächste Woche beginnenden Urlaub leider nicht mehr testen.  

 

Was mir auch nicht so richtig gefällt ist, dass man die Kamera in der App immer nur einstellen kann, wenn Fluggerät und Steuerung verbunden/aktiv sind. Auch das kostet Akkuleistung.



#2 Rusty

Rusty
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Tutorial

Geschrieben 26. Januar 2020 - 09:03

Hi.

 

Du stellst im manuellen Modus ein was du möchtest und los geht es. ND drauf, ISO und shutter einstellen.



#3 Jens Wildner

Jens Wildner
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Geschrieben 26. Januar 2020 - 09:16

... und wenn Du Dir dann noch einen sehr hellen Monitor, z.B. DJI CrystalSky zulegst, dann hast Du, auch bzgl. Erkennbarkeit bei Sonne, keine Sorgen mehr! Das ist jedenfalls meine Erfahrung!
Vorher, mit Handy, Tablet, etc., stand ich wegen der Erkennbarkeit vor den gleichen Problemen. Jetzt, mit dem CS, gelingen meine Bilder/Videos i.d.R. sehr viel besser und entspannter, da ich es auf dem Monitor genau so sehe, wie es im Ergebnis aussieht. :)

Das ist übrigens nur meine Erfahrung die ich gemacht habe! Ich bekomme keine Provision, falls das wer denken sollte! :) 



#4 vobe49

vobe49
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Geschrieben 26. Januar 2020 - 11:00

Hallo Rusty, ich denke das kann so nicht - oder wenn doch - nur mehr oder zufällig gut gehen.

 

Da die Blende fest steht kann ich - weil man über das Handy in heller Sonne die Belichtung eben nicht richtig beurteilen kann - höchstens so verfahren, dass man einen ND-Filter vorschraubt, den Shutter auf 1/50 sec und ISO auf Auto stellt; dann ist man auf der sicheren Seite - wenn man (ich bin dann auf den Malediven) nicht den falschen ND-Filter gewählt hat. ND 8 könnte da zu wenig sein, bei ND16 zieht der ISO-Wert vielleicht schon wieder zu hoch. Muss ich wohl wirklich dort nochmal ausprobieren; aber ND16 wird wohl aus luftiger Höhe der Richtige sein.

 

Hallo Jens - der CrystalSky  ist sicher eine tolle Sache, lohnt sich wegen des stolzen Preises aber für einen Amateur-nur selten-Flieger wohl eher nicht :-) . Ich setze Drohnenaufnahmen in meinen Reiseberichten nur recht sparsam (Wechsel von Boden- und kurzen Luftaufnahmen) ein, um die Videos etwas interessanter zu machen. Trotzdem Danke für den Tipp.

 

https://www.youtube....y=Volker Begert


Bearbeitet von vobe49, 26. Januar 2020 - 11:01.


#5 Rusty

Rusty
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Tutorial

Geschrieben 26. Januar 2020 - 11:08

Hi..

 

Manuelles Forografieren:

 

-  ND Filter nach Beleuchtung wählen, z. B. blauer Himmel Sonnenschein > ND32

-  FPS  25

-  Shutter 1/50

-  ISO bei solchen Bedingungen auf 100, maximal 200, kein AUTO

 

Wenn das Ergebnis nicht gut ist dann einen anderen ND Filter verwenden und erneut versuchen. Mit etwas Erfahrung und Übung wird das Ergebnis sicher beim ersten mal schon gut.



#6 NoPro7

NoPro7
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Geschrieben 26. Januar 2020 - 15:58

Hey, finde die Überbelichtungswarnung (Zebrafunktion) recht hilfreich und stelle die Belichtung dann meistens mittels der Belichtungswaage ein. Gut, sehe das mit der 180 Grad Regel jetzt aber auch nicht ganz so eng und regle die Helligkeit ggf. in der Nachbearbeitung... 


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#7 he2lmuth

he2lmuth
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Geschrieben 27. Januar 2020 - 09:41

1/50tel kommt für mich wegen der Verwacklungsunschärfe nicht in Frage. Selbst die Air steht ja nicht auf einem Stativ ;) und das Motiv bewegt sich oftmals auch.



#8 hegauer

hegauer
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Geschrieben 28. Januar 2020 - 18:44

Lies doch den Eingangsbeitrag nochmal. Vielleicht verstehst du ihn dann. Wenn du keinen ND-Filter brauchst, und auch nicht verstehst, was der TE eigentlich wissen will, dann lass halt ganz einfach deine Finger von der Tastatur.

 

Es geht mit ND-Filtern GERADE darum, die Bewegungen in Videos durch die Bewegungsunschärfe für den Betrachter weicher, und damit angenehmer zu machen.

 

Der Gimbal gleicht "Verwacklungen" ziemlich effektiv aus, so dass auch Aufnahmen mit langer Belichtungszeit keine Verwacklungs-Unschärfen aufweisen. 


Bearbeitet von hegauer, 28. Januar 2020 - 18:48.

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#9 vobe49

vobe49
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Geschrieben 29. Januar 2020 - 08:04

Genau so ist es, es geht nicht um Verwacklungen; die verhindert der Gimbal der Drohne hervorragend. Es geht hierbei darum, dass zum Beispiel Aufnahmen von Schwenks oder Kurvenflügen bei sehr kurzen Shutter-Zeiten, wie sie bei heller Sonne und der unveränderbar offenen Blende zwangsläufig ohne ND-Filter entstehen, dazu führen, dass im Video keine für das Auge wirklich natürliche Bewegung entsteht, sondern eine Art Mikro-Ruckler bzw. Flimmern. Das wiederum hängt damit zusammen, dass bei einer sehr kurzen Shutter-Zeit jedes einzelne Frame scharf ist. Dem normalen menschlichen Sehen kommt die Aufnahme aber näher, wenn einige Frames eine leichte Bewegungsunschärfe aufweisen und die bekommt man am besten hin, wenn man die 180°-Regel berücksichtigt. Einfach erklärt: der Shutter bestand damals, als noch ein unbelichteter Film in der Kamera lag, aus einer rotierenden Viertel-, Halb- oder Dreiviertelkreisscheibe; nach der Halbkreisscheibe = 180° wurde der Effekt bezeichnet. Er entsteht, wenn man einen Shutter von 1/2x fps wählt - bei 25p also 1/50 sec).


Bearbeitet von vobe49, 29. Januar 2020 - 08:12.


#10 he2lmuth

he2lmuth
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Geschrieben 29. Januar 2020 - 09:15

Danke Vobe49, aber ich hatte den Eingangsthread schon richtig verstanden. Auch Deine letzten Erläuterungen sind mir bekannt gewesen, deshalb kaufte ich ja die Filter und probierte.

Ich wollte hier nur zum Ausdruck bringen, dass mir persönlich die mit der 180 Grad Regel entstandenen Szenen, betrachtet auf einem 60 Zoll Fernseher, bei langsamen Schwenks eben wegen der Unschärfe, nicht gefallen.

Der Gimbal arbeitet selbst bei Wind mit 35 kmh hervorragend.

Es muss ja wohl trotz Herrn Hegauer erlaubt sein diese Meinung hier zu posten.


Bearbeitet von he2lmuth, 29. Januar 2020 - 09:21.


#11 Arthur

Arthur
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Tutorial

Geschrieben 29. Januar 2020 - 10:14

Ich wollte hier nur zum Ausdruck bringen, dass mir persönlich die mit der 180 Grad Regel entstandenen Szenen, betrachtet auf einem 60 Zoll Fernseher, bei langsamen Schwenks eben wegen der Unschärfe, nicht gefallen.

...

Es muss ja wohl trotz Herrn Hegauer erlaubt sein diese Meinung hier zu posten.

 

Nein, es ist ist nicht erlaubt hier einfach so seine Meinung zu posten, denn dies hier ist kein persönlicher Blog, sondern ein Diskussionsforum. Damit unsere Diskussionen für alle Beteiligten hilfreich sind, gelten gewisse Regeln. Dazu gehört, dass Beiträge immer on topic sein müssen, sprich zum Thema oder zur Fragestellung passen müssen. Du hast uns hier mitgeteilt, dass du persönlich die 180° Regel nicht befolgst, weil dir die Ergebnisse nicht gefallen. Nur wurde hier halt nicht gefragt "Was haltet ihr von der 180° Regel?" sondern "Wie stelle ich die Kamera am besten ein um diese Regel zu befolgen?". Daher ist dein Beitrag nicht wirklich hilfreich für den Fragesteller, im Gegenteil zieht er Diskussionen unnötig in die Länge und erschwert das Auffinden hilfreicher Antworten.

 

Frage deshalb: hat da jemand Erfahrungen und wie verfährt man da am besten ? Ich kann das auf Grund des Wetters vor unserem nächste Woche beginnenden Urlaub leider nicht mehr testen.  

Ich mache es bei allen Kameras so:

  1. Falls möglich in den Einstellungen der Kamera das Histogramm und die Überbelichtungswarnung einschalten.
  2. Manuelle Kameraeinstellungen aktivieren
  3. ISO Wert auf den "Nativen ISO" einstellen. Dieser Wert ist von Kamera zu Kamera verschieden und stellt den Wert dar, bei dem es das geringste Rauschen im Bild gibt. Das muss nicht zwingend der niedrigst mögliche Wert sein. Hierzu am besten nach "nativ iso kameraname" oder "base iso kameraname" googeln. Falls du nichts findest, dann ISO 100 oder ISO 200 nutzen.
  4. Falls die Kamera eine Blende hat, dann diese auf den Wert der größten Schärfe einstellen. Meist ist dies ein Blendenwert etwas unterhalb der Mitte aller verfügbaren Blendewerte. Wenn das Objektiv etwa Blendenwerte von 2 bis 22 zulässt, dann liegt die Mitte rechnerische bei 12 (22 - 2 = 20 / 2 = 10 + 2 oder 22 - 10 = 12). Hier wählt man dann einen Blendenwert von 8. Oder beim Mavic 2 Pro zum Beispiel Blendenwerte von 2.8 bis 11, rechnerische Mitte 6.8, bester Blendenwert 5.6 oder 4.
  5. Bei der Belichtungszeit stelle ich dann fix je nach FPS Zahl 1/50, 1/60, 1/100 oder 1/125 ein.

Jetzt ist die Kamera richtig eingestellt und man muss nur noch den passenden ND Filter draufsetzen. Dazu reicht es den bei eingeschalteter Kamera kurz vor das Objektiv zu halten. Dann kann man anhand des Histogramms und der Überbelichtungswarnung die Belichtung schon ganz gut einschätzen. Wichtig ist es dabei einen Bildausschnitt zu wählen, der repräsentativ ist. Man probiert die ND Filter also nicht, indem man die Kamera direkt in die Sonne hält oder irgendwo auf eine dunkle Schattenstelle, sondern einen gut ausgeleuchteten Bildausschnitt. Wenn man dann in der Luft ist und es einer Anpassung bedarf, dann kann man falls vorhanden mit der Blende leicht gegensteuern und falls diese nicht vorhanden ist, die Belichtungszeiten leicht anpassen.

Es ist durchaus nicht dramatisch, wenn man mal nicht genau mit 1/50 Sekunde filmt. Auch Werte von 1/60 oder 1/100 Sekunde sind kein Beinbruch bei einem 25 FPS Video. Wichtig ist nur, dass man von den ganz hohen Werten wie etwa 1/400, 1/500 oder gar 1/1000 und mehr herunter kommt.


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#12 vobe49

vobe49
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Geschrieben 29. Januar 2020 - 16:00

Ich habe mir gerade mal die Meta-Daten einiger Fotos meiner DJI Air angeschaut, die ich bei Sonnenschein aus 100 m Höhe gemacht habe. Der eingestellte Automatikmodus hatte einen Shutte so um die 1/680 sec. Die Kamera hatte  bei Auto-ISO den Wert von 100 gewählt. Das lässt mich hoffen, dass die Air-Kamera auch bei Auto-ISO möglichst niedrige ISO-Werte wählt (das ist nicht bei allen Kameras zwingend so, wie ich des Öfteren schon ausprobiert habe).

 

Wahrscheinlich ist es sinnvoll, im hellen Sonnenschein einen ND16 oder ND32 aufzuschrauben, den Shutter auf 1/50 oder 1/100 sec und ISO auf Auto zu setzen, um erst mal auf der sicheren Seite zu sein. Beim Einsatz von ND-Filter bekommt man ja des öfteren auch sattere Farben. 

 

Ich will in unserem Auslandsurlaub die Drohne auch nicht länger als unbedingt notwendig fliegen lassen (hoch - einige schöne Perspektiven aufnahem und wieder runter). Es findet sich immer ein Drohnenhasser und ich habe keine Lust auf die ewigen Diskussionen. Obwohl ich mich prinzipiell an die Regelungen halte, habe ich da jüngst schlechte Erfahrungen gemacht.



#13 hegauer

hegauer
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Geschrieben 07. Februar 2020 - 15:10

Das ist die richtige Strategie. Aber du kannst auch die ISO Fix eingestellt lassen  wenn sich die Lichtverhältnisse im Video nicht zu sehr ändern. Es ist nicht unangenehm, wenn die Helligkeit im Video leicht variiert, im Gegenteil!

 

Einstellungswechsel der Automatik in Szenen ist eher unerwünscht.



#14 JoBerlin

JoBerlin
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Geschrieben 07. Februar 2020 - 16:22

Motionblur lässt sich einfach im nachhinein dazurechnen. Wenn man auch Speedramps macht, ist das sowieso die bevorzugte Methode.

 

Relevant für mich ist der ND Filter nur um den Propeller-Schatten-Flicker zu vermeiden, aber das Problem ist relativ gut vorhersehbar.







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