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Hypothetische Frage: Alkoholisiertes Drohnen-Fliegen

recht konsequenzen

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39 Antworten in diesem Thema

#16 n.-perry

n.-perry
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Geschrieben 12. Januar 2020 - 19:13

Das stimmt aber nicht alle § gelten für alle LFZs wie z. B. Modellflugzeuge oder Drachen.

 

Ich verstehe deine Antwort nicht. Ich wollte nichts anderes sagen, das es für alle Luftfahrzeuge gilt. Ich habe mir nur die Freiheit genommen, dass ich nicht alle Punkte aufgezählt habe. Ich habe stellvertretend Punkt 11 + 12 aufgeführt, weil sie für unsere Diskussion relevant waren und die Auslassung mit einer Leerklammer angezeigt. Aber Recht hast du, Punkt 9 ist auch wichtig "Modellflugzeuge". 

 

Gruß

Wolfgang


Bearbeitet von n.-perry, 12. Januar 2020 - 19:15.


#17 Housil

Housil
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Geschrieben 12. Januar 2020 - 21:41

Das ist mit der LuftVO § 4 geregelt. 

Modellflieger sind kein Luftfahrtpersonal i.S. des Luftrechts.


Zumindest in der neuen EU Durchführungsverordnung ist folgendes zu lesen:

 

Während des Flugs

a) darf der Fernpilot keine Aufgaben ausführen, wenn er unter dem Einfluss psychoaktiver Substanzen oder Alkohol steht oder nicht in der Lage ist, seine Aufgaben aufgrund von Verletzung, Müdigkeit, Medikamenteneinnahme, Krankheit oder sonstigen Gründen wahrzunehmen

Richtig, ab Juli 2020 ist das erstmal explizit für den Modellflug geregelt


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#18 Günther J.

Günther J.
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Geschrieben 12. Januar 2020 - 22:00

Ich weiß jetzt nicht, ob man zu diesem ernsten Thema etwas spaßiges hier einstellen darf.

Wenn ja https://www.der-post...-taxi.html#more

Wenn nicht, bitte ich einen Admin, diesen Beitrag zu löschen.



#19 RONCO67

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Geschrieben 12. Januar 2020 - 22:01

Fliegst du unter Alkoholeinfluß, geht dein Versicherungschutz flöten.

Baust du nebenbei noch einen Unfall oder verletzt jemanden, wird es für dich finanziell teuer, egal ob hierzu ein Gesetz erlassen wurde oder nicht. Ist genauso wie beim Autofahren.



#20 Housil

Housil
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Geschrieben 13. Januar 2020 - 00:46

Baust du nebenbei noch einen Unfall oder verletzt jemanden, wird es für dich finanziell teuer, egal ob hierzu ein Gesetz erlassen wurde oder nicht. Ist genauso wie beim Autofahren.

Ganz so "einfach" ist es nicht.

Die Versicherung wird nur Leistungsfrei, wenn du gegen eine Obliegenheitspflicht verstoßen hast. Gäbe es kein Gesetz, dass die Tätigkeit unter Alkoholeinfuluß verbieten würde, sog. "Trunkenheitsklausel" wie in der Kfz-Haftpflicht, hätte sie keine Grundlage die Leistung zu verweigern bzw. "dich" in Regreß zu nehmen.


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#21 Motorradfahrer

Motorradfahrer
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Geschrieben 13. Januar 2020 - 05:45

Welche Sorte von "Piloten" würde denn alkoholisiert fliegen? Bei den Gebrauch von Feuerwerkskörpern besteht meines Wissens nach kein Gesetz, dass der Benutzer nicht alkoholisiert sein darf. Die vielen Unfälle, Schäden mittels Böller in der Sylvesternacht reflektieren dann die Folgen.

Ich möchte nicht in der Nähe sein, wenn jemand betrunken einen Kopter mit 50 km/h durch die Luft steuert.....



#22 skyscope

skyscope
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Geschrieben 13. Januar 2020 - 09:04

Modellflieger sind kein Luftfahrtpersonal i.S. des Luftrechts. 

 

 

Modellflieger sind jedoch "Führer eines Luftfahrzeugs" im Sinne des § 4 LuftVO sowie "Personen, deren Funktion für die Flugsicherheit von kritischer Bedeutung" sind, im Sinne SERA.2020.

 

Das wird auch deutlich, wenn man sich den ehemaligen § 1 Abs. 3 LuftVO dazu ansieht:

Wer infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel oder infolge geistiger oder körperlicher Mängel in der Wahrnehmung der Aufgaben als Führer eines Luftfahrzeugs oder sonst als Mitglied der Besatzung behindert ist, darf kein Luftfahrzeug führen und nicht als anderes Besatzungsmitglied tätig sein.

 

sowie die Kommentare zur Änderungen der LuftVO im Hinblick auf die DVO 923/2012 (Drucksache 337/15, Seite 71).

 

Kurzum, auch für Modellflieger war schon vor 2012 das Verbot postuliert, ein Luftfahrzeug unter Einfluss von Alkohol oder Drogen zu führen. 


Bearbeitet von skyscope, 13. Januar 2020 - 09:08.


#23 Housil

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Geschrieben 13. Januar 2020 - 11:12

Kurzum, auch für Modellflieger war schon vor 2012 das Verbot postuliert, ein Luftfahrzeug unter Einfluss von Alkohol oder Drogen zu führen. 

Diese Diskussion gibts hier ja nicht zum ersten mal.

Modellflieger waren auch "früher" niemals "Piloten" oder "Luftfahrzeugführer", denn der (alt) §1 Abs 3 LuftVO,

 

Wer infolge (...) körperlicher Mängel in der Wahrnehmung der Aufgaben als Führer eines Luftfahrzeugs oder sonst als Mitglied der Besatzung behindert ist, darf kein Luftfahrzeug führen und nicht als anderes Besatzungsmitglied tätig sein.

 

 

sowie auch §12 LuftSiG setz(t)en voraus, dass ein Luftfahrzeugführer sich an Bord befinden müssen.

 

Des Weiteren regelt(e) die LuftPersV, was "Luftfahrtpersonal" ist und was nicht. Für Modelflieger gilt nur:
 

"Steuerer von Flugmodellen nach § 1 Absatz 1 Nummer 8 und § 6 Absatz 1 Nummer 8 der Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung und Steuerer von sonstigem zulassungspflichtigem Luftfahrtgerät nach § 6 Absatz 1 Nummer 9 der Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung,"

 

 

Aber spielen wir deinen Gedankengang mal weiter.

Wenn "wir" also wollen, dass wir "Luftfahrzeugführer" i.S.d. LuftVO /VG sind, dann fallen wir auch zB unter VERORDNUNG (EG) Nr. 216/2008

 

Dort steht:

 

Geltungsbereich

 

b) Personen und Organisationen, die mit dem Betrieb von Luftfahrzeugen befasst sind 

 

Weiter

 

Personen, die mit dem Betrieb von Luftfahrzeugen im Sinne von Absatz 1 Buchstabe b, c oder d befasst sind, müssen dieser Verordnung nachkommen.

 

Als nächstes "Piloten"

 

Piloten, die mit dem Führen von Luftfahrzeugen (...) befasst sind,  (...) müssen den in Anhang III aufgeführten einschlägigen „grundlegenden Anforderungen“ genügen.

 

 

Dazu zählt auch eine Flugtauglichkeitsuntersuchung. Warst "du" dort?  :D

 

etc...

etc...

etc...

 

 

Oder ums kurz zu machen, wenn wir voraussetzten, dass dieser § auch für Modelflieger galt, durfte ein Brillenträger mit einer Sehschwäche +- 5 Dioptrin nicht mehr Kopter fliegen. Der § 1 verbot ja "...mit Behinderung..."

 

 

 

 

Nicht immer nur einzelne §§ aus irgendwelchen Gesetzen rausziehen und dann glauben, das wäre hier jetzt so anwendbar.

 

 

 

 

 

Aber ab 07/2020 ist es jetzt dann ja amtlich - und das ist auch gut so.

Über die Vergangenheit hier jetzt zu Diskutieren bringt keinen weitern.


Welche Sorte von "Piloten" würde denn alkoholisiert fliegen?


Die Selben, die alkoholisiert andere Freizeitbeschäftigungen nach gehen. Mehr ist das Kopter fliegen nicht mehr.


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#24 M@gic

M@gic
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Geschrieben 13. Januar 2020 - 11:30

Ich sehe, so einfach ist meine Frage dann doch nicht zu beantworten. So abwegig ist der Gedanke auch gar nicht.

Ein Bierchen zu trinken haut nicht gleich jeden um (bspw. Filmen auf Hochzeiten/Feiern), aber wenn 0 Promille im Gesetz stehen würde, dann ist das halt schon zu viel.

Mir ging es erstmal nicht um den Versicherungsschutz, sondern was der Gesetzgeber zu diesem Thema sagt.

Anfangs waren wir Kopter-Flieger doch eher Exoten, aber mittlerweile fliegen da draußen doch so einige mehr rum.

Die Wahrscheinlichkeit für einzelne Fehlverhalten nimmt leider mit der Anzahl der Personen zu.

Ist dann gut, wenn man jemandem etwas unter die Nase reiben kann, bevor es dann in der Presse steht.



#25 phantomisttoll

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Geschrieben 13. Januar 2020 - 12:16

Ich glaube, es ist an der Zeit, dass mal einer dagegen hält.

Seit wann ist man denn nach einem halben oder auch einem Bierchen behindert?? Immer vorausgesetzt, man hat sonst keine gravierenden Gesundheitsprobleme, die die Alkoholwirkung verstärken. Sind denn jetzt plötzlich alle 100% Abstinenzler?

Ruft ihr nach einem halben Bierchen ein Taxi, das euch nach Hause bringt?? Immer schön die Kirche im Dorf lassen. Wenn hier ständig von 0,00 Promille die Rede ist, dürfte man auch am Vorabend nichts trinken!



#26 skyscope

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Geschrieben 13. Januar 2020 - 12:27

Aber spielen wir deinen Gedankengang mal weiter.

 

 

Ich denke, man kann das nicht so einfach an Begriffen, die nirgends legaldefiniert sind, nach seinem Gusto selbst definieren. Überhaupt ist doch die Verwendung von Begriffen für uns im Luftrecht im stetigen Fluss. Waren wir nach alter LuftVO noch "Starter" eines unbemannten Luftfahrtsystems", sind wir seit 2017 "Steuerer", und nun mit EU-VO heißen wir "Fernpiloten". 

 

Du gehst nun davon aus, dass das Betreiben von Flugmodellen kein "Führen eines Luftfahrzeugs" im luftrechtlichen Sinn ist. Aber gelten dann also bspw. § 59 LuftVG oder § 62 LuftVG für uns Fernpiloten nicht?

Demnach müssten wir uns nicht an generelle Anordnungen der Luftaufsicht, bspw. "über Luftsperrgebiete und Gebiete mit Flugbeschränkungen" halten, da es ja nur für Führer bemannter Luftfahrzeuge entsprechende Strafvorschriften gibt? Das wird wohl kaum in der Intention des Gesetzgebers sein.

 

Ich meine, das "Führen eines Luftfahrzeugs", insbesondere hinsichtlich Rechtsvorschriften, die wie § 4 LuftVO der Gefahrenabwehr dienen, dürfte doch eher recht weit auszulegen sein.


Bearbeitet von skyscope, 13. Januar 2020 - 14:00.

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#27 raimcomputi

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Geschrieben 13. Januar 2020 - 12:29

 

Ruft ihr nach einem halben Bierchen ein Taxi, das euch nach Hause bringt?? Immer schön die Kirche im Dorf lassen. Wenn hier ständig von 0,00 Promille die Rede ist, dürfte man auch am Vorabend nichts trinken!

Autofahren unter Alkoholeinfluss ist tabu, egal ob ein halbes Bier, oder ein halber Kasten. Also ja, auch nach einem Bier wird nicht mehr gefahren, sondern ein Taxi gerufen. Wenn ich das nicht will, dann trinke ich halt kein Bier. Und nach einem Bier hat man sicher am nächsten Tag keinen Restalkohol und ist somit auch wieder fahrtüchtig. Läßt du dich natürlich am Vorabend richtig vollaufen, darfst du selbstverständlich am nächsten Morgen kein Auto fahren.

 

Aber wegen genau solcher Ansichten, wie du sie vertrittst, muss alles bis ins kleinste mit Gesetzen und Verordnungen geregelt werden, weil einfach der gesunde Menschenverstand nicht bei allen ausreicht, um richtige Entscheidungen zu treffen.


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#28 Tölpel

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Geschrieben 13. Januar 2020 - 12:46

Hallo !

.

 

Ruft ihr nach einem halben Bierchen ein Taxi, das euch nach Hause bringt?? Immer schön die Kirche im Dorf lassen. Wenn hier ständig von 0,00 Promille die Rede ist, dürfte man auch am Vorabend nichts trinken!

.

Genauso ist das !

Die 0,0 Promillegrenze ist bindent, sowie 12 Stunden vor dem Fliegen darf kein Alkohol konsumiert werden.

Dies gilt auch für Hobbypiloten (manntragend) und auch auf allen Modellflugplätzen ! So beruft sich die

Vereinssatzung auf das Luftfahrtrecht. Wer trinkt darf nicht fliegen !



#29 M@gic

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Geschrieben 13. Januar 2020 - 13:04

Eine Diskussion und Mutmaßungen sind in Ordnung, wenn dabei am Ende belastbares Material (Verweis auf Gesetzes-Texte) heraus kommt.



#30 phantomisttoll

phantomisttoll
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Geschrieben 13. Januar 2020 - 13:23

Autofahren unter Alkoholeinfluss ist tabu, egal ob ein halbes Bier, oder ein halber Kasten. Also ja, auch nach einem Bier wird nicht mehr gefahren, sondern ein Taxi gerufen. Wenn ich das nicht will, dann trinke ich halt kein Bier. Und nach einem Bier hat man sicher am nächsten Tag keinen Restalkohol und ist somit auch wieder fahrtüchtig. Läßt du dich natürlich am Vorabend richtig vollaufen, darfst du selbstverständlich am nächsten Morgen kein Auto fahren.

 

Aber wegen genau solcher Ansichten, wie du sie vertrittst, muss alles bis ins kleinste mit Gesetzen und Verordnungen geregelt werden, weil einfach der gesunde Menschenverstand nicht bei allen ausreicht, um richtige Entscheidungen zu treffen.

Gratulation! Warum gibt es dann keine 0,0 Promille Grenze im Straßenverkehr? "0" ist eine gefährliche Zahl, eigentlich gibt es die nur im mathematischen Kontext, im Alltag eher nicht.

Im  Übrigen wurde vom TE auch nicht nach Vereinssatzungen oder persönlichen ehernen Grundsätzen gefragt, sondern nach gesetzlichen Vorschriften. Warum in aller Welt sollten beim Betrieb eines Kopters strengere Vorschriften gelten als im Straßenverkehr? Weil vom Kopter eine erheblich größere Gefahr ausgeht als von einem Kfz?


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