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Rehkitzrettung 2020

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73 Antworten in diesem Thema

#46 jaeger_10

jaeger_10
  • 85 Beiträge
  • OrtHeidekreis
  • Inspire mit Zenmuse XT 640 für die Wildsuche

Geschrieben 21. Juni 2020 - 17:50

Dann will ich mal was liefern. In Summe 63 Kitze geborgen.
Wollte eigentlich ein Video anhängen, geht aber aus irgendwelchen Gründen nicht
Das System sagt mir, dass ich keine Berechtigung habe. Wie das?

Bearbeitet von jaeger_10, 21. Juni 2020 - 18:20.

  • WiSi-Testpilot und Trabireiter gefällt das

#47 Waidmann

Waidmann
  • 20 Beiträge
  • OrtNiederrhein
  • DJI Phantom 4 Pro
    Wärmebild: Flir Boson 320 <40 mK, 4,3 mm

Geschrieben 23. Juni 2020 - 14:59

Dann will ich mal was liefern. In Summe 63 Kitze geborgen.
Wollte eigentlich ein Video anhängen, geht aber aus irgendwelchen Gründen nicht
Das System sagt mir, dass ich keine Berechtigung habe. Wie das?

 

Klasse, 63 Kitze ist eine tolle Leistung! 

 

Mich würde interessieren, wie ihr (und andere Teams) aufgestellt seid und wie ihr die Einsätze organisiert/koordiniert. 

 

Wir sind - wie gesagt - in diesem Jahr gestartet und haben die ersten Erfahrungen gesammelt. Durch den Corona Lock Down hatten wir recht viele Helfer zur Verfügung und konnten entsprechend spontan agieren. Zum einen natürlich einige Schüler (überwiegend Kinder von Landwirten und Jägern) und zum anderen manch einer, der in Kurzarbeit geriet und daher Zeit hatte. Im nächsten Jahr wird das vermutlich anders aussehen und das Team im Kern etwas kleiner ausfallen. 

 

Vielleicht kann man sich durch einen regen Erfahrungsaustausch optimieren ;)



#48 el Kopto

el Kopto
  • 3.459 Beiträge

Geschrieben 23. Juni 2020 - 17:20

Wofür so viele Helfer?

 

Wir sind meist nur zu zweit (Drohnen-Steuerer + Landwirt), manchmal zu dritt (ab und zu ist noch ein Jäger dabei). Die Drohne zieht auf dem vorab programmierten Suchpfad ihre Bahnen, die i.d.R. parallel zur schmalen Seite manchmal aber auch parallel zur langen Seite des Feldes gelegt wurden. Dann kann der Helfer langsam in Richtung des anderen Feldendes mitspazieren und ist immer gleich schnell zu Stelle (unter der Drohne), wenn es eine Verdachtsstelle gibt. Dort lasse ich die Drohne pausieren, bis er in den Sichtbereich der Kamera kommt. Über Handy gebe ich ihm dann anhand des Wärmebildes Anweisungen für die letzten 2-3 Meter zur Fundstelle. Die meisten Flächen sind kleiner als die Flächenleistung, die ich mit einem Akku erreiche, das heißt, man ist zügig durch. Ansonsten fliege ich zum Startpunkt für einen Akkuwechsel zurück. Nach dem Wechsel ermöglicht die von mir geschriebene Missionsplanungs-Software, den noch nicht beflogenen Teil der Gesamt-Mission erneut zur Drohne hochzuladen (der N3 Flightcontroller vergisst beim Akkuwechsel die vorherige Mission). Der Helfer wartet i.d.R. einfach in dem Bereich von dem aus ich zum Akkuwechsel vorübergehend weg musste, denn er weiß ja, dass die Drohne in ein paar Minuten dort wieder ansetzt.

 

Dieses Video von 2018 zeigt in etwa den Ablauf, allerdings damals noch mit der gröber auflösenden Wärmebildkamera (384x288) in Kombination mit einer Realbild-Kamera. Letztere hat sich bei der Rehkitzsuche als wenig nutzbringend gezeigt, deswegen fliege ich solche Missionen nur noch mit WB-Kamera.

 


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#49 Waidmann

Waidmann
  • 20 Beiträge
  • OrtNiederrhein
  • DJI Phantom 4 Pro
    Wärmebild: Flir Boson 320 <40 mK, 4,3 mm

Geschrieben 27. Juni 2020 - 16:57

Wofür so viele Helfer?

 

Wir sind meist nur zu zweit (Drohnen-Steuerer + Landwirt), manchmal zu dritt (ab und zu ist noch ein Jäger dabei). Die Drohne zieht auf dem vorab programmierten Suchpfad ihre Bahnen, die i.d.R. parallel zur schmalen Seite manchmal aber auch parallel zur langen Seite des Feldes gelegt wurden. Dann kann der Helfer langsam in Richtung des anderen Feldendes mitspazieren und ist immer gleich schnell zu Stelle (unter der Drohne), wenn es eine Verdachtsstelle gibt. Dort lasse ich die Drohne pausieren, bis er in den Sichtbereich der Kamera kommt. Über Handy gebe ich ihm dann anhand des Wärmebildes Anweisungen für die letzten 2-3 Meter zur Fundstelle. Die meisten Flächen sind kleiner als die Flächenleistung, die ich mit einem Akku erreiche, das heißt, man ist zügig durch. Ansonsten fliege ich zum Startpunkt für einen Akkuwechsel zurück. Nach dem Wechsel ermöglicht die von mir geschriebene Missionsplanungs-Software, den noch nicht beflogenen Teil der Gesamt-Mission erneut zur Drohne hochzuladen (der N3 Flightcontroller vergisst beim Akkuwechsel die vorherige Mission). Der Helfer wartet i.d.R. einfach in dem Bereich von dem aus ich zum Akkuwechsel vorübergehend weg musste, denn er weiß ja, dass die Drohne in ein paar Minuten dort wieder ansetzt.

 

Dieses Video von 2018 zeigt in etwa den Ablauf, allerdings damals noch mit der gröber auflösenden Wärmebildkamera (384x288) in Kombination mit einer Realbild-Kamera. Letztere hat sich bei der Rehkitzsuche als wenig nutzbringend gezeigt, deswegen fliege ich solche Missionen nur noch mit WB-Kamera.

 

 

Die Missionsplanungssoftware finde ich sehr komfortabel, da sie das Suchraster automatisch schreibt. Wir benutzen die Litchi App und müssen die Wegpunkte einzeln setzen. Das ist deutlich aufwändiger. Der Akkuwechsel ist aber auch unproblematisch. Nach dem Wechsel des Akkus können wir die Drohne zum nächsten Wegpunkt schicken und sie setzt die Mission von dort aus fort.

 

Wir planen in der Regel lange Schläge, da unsere WB Kamera fest installiert und nicht Gimbal gelagert ist. Jeder Richtungswechsel erschwert die Detektion. Lange gerade Flüge machen es dem Mann am Monitor deutlich leichter. Die Helfer bewegen sich dann wie eine "Treiberwehr" langsam mit der Drohne durchs Feld. 

Für einen einzelnen Helfer kämen an einem Morgen einige Kilometer auf den Tacho. Das müsste schon ein ziemlich fiter Sportsmann sein ;-) 

 

Die meisten Flächen sind sicherlich mit wenigen Helfern zu bewältigen. Wir haben aber auch Schläge von 7 - 8 ha Größe, dass sind 70.000 - 80.000 qm! Die möchte ich nicht alleine ablaufen... Wir waren jedenfalls sehr froh, immer genügend Helfer vor Ort zu haben. Wenn es gut läuft (Wetter spielt mit, Akkus können beim Bauern geladen werden, etc.) schaffen wir - zugegebenermaßen eher selten, aber es kommt vor - bis zu 40 ha an einem Morgen. Das ist für einen Helfer schlichtweg nicht zu schaffen, insbesondere wenn es sich um Heumahd handelt und das Gras schon streckenweise umgeweht ist. Da ist kaum durchzukommen. 

 

Wir haben auch einen extra Mann fürs Spotten. Da wir alle noch recht unerfahren sind, konzentriert sich der Pilot überwiegend aufs Fliegen und ein zusätzlicher Mann kümmert sich um die Detektion am Bildschirm. 



#50 el Kopto

el Kopto
  • 3.459 Beiträge

Geschrieben 28. Juni 2020 - 09:56

Bei den Flächen, die ihr da bearbeitet, würde sich eine Optimierung der Technik und der Software durchaus noch lohnen.

 

Die Punkte einzeln per Hand zu setzen, ist ja schon sehr mühselig und fehlerträchtig. Schwach, dass Litchi das bis heute nicht kann. Die Software dafür entstand bei mir an zwei Wochenenden.

 

Anfangs hatte ich die WB Kamera auch fest installiert. Das Geschaukel war sehr störend, insbesondere, wenn mal mal anhalten und ein Stück zurücksetzen wollte. Bei einer digitalen Bildübertragung profitiert die Bildqualität auch noch mal deutlich von einer gut stabilisierten Kamera.

 

7-8 Ha schaffe ich gerade noch mit einem Akku, es sei denn, es gibt Fundstellen, an denen die Drohne länger verweilen muss. Dadurch, dass ich trotz der hohen Auflösung nur 15m breite Korridore (genügend Überlappung) und nur 3,5 m/s fliege (dann geht einem garantiert nichts durch die Lappen), kann der Helfer (oder manchmal die zwei) recht gemütlich (quer zu den Längsbahnen) mitschreiten, aber bei hüfthohem Gras ist das tatsächlich noch eine recht anstrengende Sache.

 

40 Ha an einem Morgen mit nur einer Drohne halte ich für kaum zu schaffen - jedenfalls nicht, wenn es nicht bewölkt ist. Der Boden und das Gras sind ja gegen 07:00 Uhr schon ziemlich erwärmt, so dass eine Detektion dann zunehmend erschwert wird. Ihr müsstet dann mit mehr Speed, weniger Überlappung und erwärmten Boden fliegen, was die Gefahr, etwas zu übersehen, deutlich erhöht. Da solltet ihr meines Erachtens über eine zweite Drohne nachdenken, die parallel fliegt.

 

Der Mann für's Spotten ist sicherlich nicht verkehrt. Allerdings schaue ich inzwischen nur noch sporadisch vom Bildschirm zur Drohne. Da ich auf 35m Höhe fliege, sind in dem Suchgebiet keine Bäume mehr im Weg, Hochspannungsleitungen gibt es dort auch nicht (oder wenn, dann spare ich sie von der Mission aus). Andere Eindringlinge in den Luftraum sind "in der Pampa" morgens um die Zeit kaum zu erwarten. Wenn mit der Drohne selbst etwas ungewöhnlich sein sollte, merkt man es sofort am Kamerabild und an den Geräuschen. Auch die Helfer haben sie genügend im Blick. Insofern sehe ich bei der Routine, die wir inzwischen entwickelt haben, keine Notwendigkeit mehr für einen separaten Spotter.


Bearbeitet von el Kopto, 28. Juni 2020 - 09:59.

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#51 motsch_

motsch_
  • 18 Beiträge

Geschrieben 28. Juni 2020 - 18:17

Guten Abend,

interessiere mich nun schon länger für dieses Thema.
Bin selber Landwirt in Südtirol. Fast jedes Jahr werden bei uns 1 bis 2 Kitze gemäht.
Die zu kontrollierende Fläche erstreckt sich über 3-4ha, welche jedoch in 2 verschiedenen Abschnitten gemäht werden.

Die Drohne wäre also in erster Linie für den Eigengebrauch, eventuell bei Nachfrage auch bei Nachbarn. Jedoch immer kleinere Flächen.

Die in diesem Forum vorgestellten Lösungen sind zwar sehr interessant und effektiv, jedoch für meine Zwecke zu teuer. Ich möchte nicht dafür 6-7000 Euro ausgeben.

Ich besitze eine Mavic Pro Platinum mit 3 Akkus.
Bin nun im Netz auf folgende Lösung gestoßen:

Mavic Pro Platinum mit BambiKam Halter, sowie einer Flir Boson. Die Wärmebildkamera wird also fix montiert.
Aber sehr bitte selbst: https://www.rehkitzr...chungundtechnik

Was haltet ihr von dieser Lösung, oder was w7rdet ihr vorschlagen?

LG

#52 el Kopto

el Kopto
  • 3.459 Beiträge

Geschrieben 28. Juni 2020 - 19:12

Aus meiner Sicht ist eine Flir Boson, die zusammen mit einer analogen Bildübertragung an eine nicht für diese Zusatz-Last konstruierte Drohne rangedengelt wird, nur eine Notlösung. Das unstabilisierte Bild erschwert die Beobachtung, die Reichweite der Bildübertragung ist recht begrenzt, die Flugzeit zu kurz und die Litchi-Software macht die Erzeugung der Wegpunkte mangels Raster-Generierung auch sehr umständlich und fehlerträchtig.

 

Für 3-4 ha vielleicht gerade noch akzeptabel, für größere Flächen nur Quälerei.



#53 motsch_

motsch_
  • 18 Beiträge

Geschrieben 28. Juni 2020 - 19:16

Danke für deine Antwort.
Deine Projekte verfolge ich voller Spannung.

Aber was würdest du empfehlen?

#54 fingadar

fingadar
  • 804 Beiträge
  • OrtObernburg am Main
  • Hexakopter mit redundantem Pixhawk/Arducopter und RasPi3 Companion
    EZ-WifiBroadcast mit Auvidea HDMI-In
    FLIR Vue Pro R 640
    Lightware SF11 Lidar
    IR-Lock Precision Landing
    Emlid REACH RTK

Geschrieben 29. Juni 2020 - 07:28

Ich betreue hier eine Gruppe, die mit 2 Bambikams mit jeweils einer 320er Boson in dieser Saison an die 200Ha insgesamt abgesucht haben. Mit etwas Übung und einem durchdachten System klappt das, trotz Mittelgebirge, sehr gut.

Die analoge Übertragung ist dabei kein Problem, eher im Gegenteil. An Reichweite gehen 200m sicher, weiter darf man mit einer Mavic luftrechtskonform eh nicht fliegen. Und die billige Analogtechnik ermöglicht die Mehrmonitor-Technik, bei der die Helfer einfach mit eigenen Monitoren zu den Sichtungen laufen. Das ist in der Praxis effizienter als jede andere Form der Einweisung.

Viele Grüße,
Stefan

Bearbeitet von fingadar, 29. Juni 2020 - 07:29.


#55 el Kopto

el Kopto
  • 3.459 Beiträge

Geschrieben 29. Juni 2020 - 07:40

Aber was würdest du empfehlen?

 

Weiterhin nur Eigenbau.

 

Wenn ich heute ein System aufsetzen würde, dann mit einem leichten Frame (Quadro Kopter reicht für den Zweck), Cube Orange, ArduCopter + Mission Planner. Als Funkübertragung nur was Digitales. Ja, da gehen Stefan's und meine Meinung mal wieder auseinander, bei mir muss das Bild auch aus 500m Entfernung absolut sauber sein und ein Kopter mit vernünftiger Flugzeit und ordentlichem Gimbal sieht man auch aus der Entfernung noch gut genug. Bei uns funktioniert es mit der "Fernanweisung" über Handy prima, ansonsten ließe sich natürlich auch das digitale Bild an die Kollegen im Feld teilen. Sogar auf ein normales Smartphone, wenn dort Netz ist.

 

Da DJI sich mit seinen N3 und Lightbridge 2 Komponenten aus dem DIY Markt inzwischen komplett zurückgezogen hat, bleiben Herelink (inzwischen schon einigermaßen gereift, aber immer noch "beta", auch wenn sie es neuerdings als "final" deklarieren). Oder HyraCom, wenn in dem Bereich Mobilfunk-Abdeckung gegeben ist. Vernünftiges Gimbal ist auch wichtig.

 

Im Eigenbau landet man mit einer Boson 320 dann bei ca. 4000 - 5000 EUR, mit einer Boson 640 dann nochmal ca. 2.500 EUR drauflegen. Startgewicht sollte möglichst unter 4 kg bleiben, ist aber hinzubenommen. Eine gute Wahl ist immer noch der "Jordana" Frame, auf dem auch mein Rehkitz-Kopter basiert. Leicht, klappbar, gutes 2-Achs Gimbal gleich mit dran. Kostet allerdings auch ein paar Taler...

 

Wenn ihr jemanden habt, der euch das bauen kann und er davon auch was haben will, landet ihr vielleicht bei 10 TEUR und habt was vernünftiges. Oder ihr kauft bei DJI den M300 mit Thermalkamera und zahlt locker das doppelte.


Bearbeitet von el Kopto, 29. Juni 2020 - 07:51.


#56 Linuxbear

Linuxbear
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  • OrtLeipzig
  • NAZE32 F450 "Grizzly II", NAZE32 Rachel "Boar", Alpha 250 "Hornet", Alpha 110 "Moskito", DJI MM "Kolibri"

Geschrieben 29. Juni 2020 - 11:24

... ich bin auch schon relativ heiß auf die WB Technik. Dabei vertrete ich die Meinung, wenn schon-dann richtig. Damit meine ich 640 Auflösung in Verbindung mit einer 14/19 mm Brennweite. Flugzeiten unter 30 min halte ich nach einschlägigen Berichten nicht für sinnvoll. Der Kostenrahmen sollte 10 k € nicht übersteigen. Mein Blick ist momentan auf die Autel Evo Dual gerichtet. Zu gern würde ich das Teil ausprobieren. Hat das irgend jmd schon getan und könnte hier berichten?

 

Gruß -Linuxbear-



#57 WiSi-Testpilot

WiSi-Testpilot
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  • Kopter mit N3 & A3,
    Videoübertragung: LB2 mit CrystalSky & Connex.
    Kameras: Gopro H3+, Sony RX0,
    Sony A 6000 (NIR, Vis & UV),
    Flir Vue Pro R 640 (LWIR),
    Connex ProSight (NIR)

Geschrieben 29. Juni 2020 - 16:50

Die 320iger Boson ist nicht schlecht, s. Screenshot. Es sind 2 Gleitschirnflieger zu sehen. Bei der Boson gibt es verschiedenen Objektive und Empfindlichkeiten zur Auswahl. Meine ist Consumer Grade.

Eine hohe Auflösung nützt auch nichts, wenn die Sonne höher steht.

Zur Stabilisierung reicht vielleicht schon ein Tiltservo mit Gyro. Ich hab mal die NAZA als Gyro verwand. Das Servokabel war nur durchgeschleift.
Viele Grüße,
Wilhelm

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#58 Waidmann

Waidmann
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    Wärmebild: Flir Boson 320 <40 mK, 4,3 mm

Geschrieben 29. Juni 2020 - 19:20

Wir sind mit der Boson 320 im Grund hoch zufrieden. Echtes Manko ist tatsächlich der fehlende Gimbal. Dennoch kann man damit arbeiten. Da unser Händler quasi ausverkauft war, haben wir seinen Messevorführer bekommen, so dass wir sogar einen industrial Grade Sensor haben. Die Leistung der Kamera ist wirklich gut. Die analoge Funktechnik hat uns bisher auch kaum nennenswert begrenzt. Ab 300 Meter reißt bei uns das Signal ab. Dann müssen wir die Bodenstation versetzen.

 

....

40 Ha an einem Morgen mit nur einer Drohne halte ich für kaum zu schaffen - jedenfalls nicht, wenn es nicht bewölkt ist. Der Boden und das Gras sind ja gegen 07:00 Uhr schon ziemlich erwärmt, so dass eine Detektion dann zunehmend erschwert wird. Ihr müsstet dann mit mehr Speed, weniger Überlappung und erwärmten Boden fliegen, was die Gefahr, etwas zu übersehen, deutlich erhöht. Da solltet ihr meines Erachtens über eine zweite Drohne nachdenken, die parallel fliegt.

...

 

Die 40 ha waren auch eine absolute Ausnahme. An dem Morgen war es sehr stark bewölkt und wir konnten bis 10.00 Uhr morgens fliegen. Dies vor allem, da auf den letzten Flächen ausschließlich Gras vor der Blüte (für Silage) stand, welches nicht so hoch gewachsen war und keine Blütendolden hatte. Diese erwärmen sich immer zuerst. Wenn es so lange geht, müssen wir auch zwischendurch die Akkus laden. Wir haben immer ein Schnellladegerät dabei, mit dem wir die ersten beiden Akkus nach den ersten Einsätzen beim Bauer laden lassen. Der bringt sie uns dann hinterher. Zeitlich kommt das dann meistens genau hin.

Solche Einsätze sind aber - wie gesagt - die absolute Ausnahme. In der Regel ist zwischen 7.30 Uhr und 8.00 Uhr mit den Einsätzen schluss. Dann kommen wir so auf 20 - 25 ha.

 

Wir fliegen in einer Höhe zwischen 35 und 40 Metern (am Niederrhein gibt es viele Pappeln) mit einer Suchbreite von etwa 20 Metern. Die Geschwindigkeit liegt ebenfalls bei etwa 12 - 13 Km/h.

 

An Funkempfänger für´s Smartphone haben wir auch schon gedacht. Allerdings sind die Dinger derzeit kaum zu bekommen und unser Team ist inzwischen so eingespielt, dass die Einweisung übers Funkgerät völlig unproblematisch funktioniert.


Bearbeitet von Waidmann, 29. Juni 2020 - 19:24.


#59 motsch_

motsch_
  • 18 Beiträge

Geschrieben 29. Juni 2020 - 20:25

Weiterhin nur Eigenbau
 
Im Eigenbau landet man mit einer Boson 320 dann bei ca. 4000 - 5000 EUR


Und wieder ein paar Beiträge von euch, wo mich die Lust packt so ein Ding zu bauen.
Jedoch ist der Kostenfaktor noch das, was mich bissl bremst.

4000-5000 €, was meinst du damit? Kompletter Kopter samt Kamera und Bodenstation?

#60 el Kopto

el Kopto
  • 3.459 Beiträge

Geschrieben 29. Juni 2020 - 22:06

Ja, sollte mit der Boson 320 ungefähr hinkommen.







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