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Akku futsch nach 22 Zyklen

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9 Antworten in diesem Thema

#1 saschaende

saschaende
  • 10 Beiträge

Geschrieben 14. April 2019 - 21:39

Am Wochenende mal meine Flymore Combo wieder ausgepackt, Akkus gecheckt: Einer von drei Akkus hat seinen Geist aufgegeben.

 

"Battery error, cell broken".

 

Nach gerade mal 22 Ladezyklen und genau 2 Jahren und 2 Monaten. Auch zwei Mal komplett entladen und wieder aufladen hat nicht geholfen: Irgendwann ab ca. 75% kam immer der Fehler.

 

Die anderen beiden Mavic Akkus sind übrigens top.

 

Mit den Phantoms hatte ich diese Probleme nie. Die Akkus meiner P4Pro sind auch jetzt nach 3 Jahren noch 1a.

 

Gibts hier noch andere mit Akkus die nach so kurzer Nutzungsdauer bereits defekt sind? Hat jemand Erfahrungen, wie kulant DJI da ist? Gekauft habe ich die Combo damals bei Camforpro.


Bearbeitet von saschaende, 14. April 2019 - 21:41.


#2 Rusty

Rusty
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Tutorial

Geschrieben 15. April 2019 - 07:08

Hi.

 

Auch DJI Akkus können wie alles im Leben frühzeitig kaputt gehen. Oft liegt es daran das der Nutzer ihn zu lange gelagert hat ohne ihn zu überprüfen oder mal nachzuladen. Vereinzelt kann es dann zur Tiefentladung kommen. Innerhalb der Garantie oder knapp außerhalb tauscht DJI die Akkus gewöhnlich aus.

Auf die Akkus sind nur 6 Monate Garantie glaube ich. Ein Akku ist ein Verbrauchsartikel und altert sogar ohne genutzt zu werden.

 

Du kannst DJI ja mal anschreiben aber Hoffnung habe ich bei dem Alter wenig!



#3 Tripower

Tripower
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Geschrieben 15. April 2019 - 07:42

Der Unterschied zwischen "Garantie" und "Gewährleistung" ist hier zwar sicherlich schon verschiedentlich erörtert worden, dennoch möchte ich hier noch einmal eine - wie ich finde sehr gut verständliche - Erklärung zu diesem Thema posten, der insbesondere auf die Frage der Gewährleistung bei Akkus Bezug nimmt. Bitte beachten: hier geht es um die gesetzliche Gewährleistung der §§ 437, 438 BGB, die hier zwei Jahre beträgt und grundsätzlich nicht verkürzt werden kann (anders als die freiwillige Garantie):

 

Gesetzlich ist zunächst einmal Folgendes festgehalten: Der Verkäufer haftet grundsätzlich 2 Jahre (ab Lieferung) für offensichtliche und versteckte Mängel der Sache. Bei einem Kaufvertrag zwischen einem Online-Händler (= Unternehmer) und einem Verbraucher können Unternehmer die Gewährleistung bei Neuwaren nicht einschränken. Dies gilt auch für Zubehörartikel und Verschleißteile, die als neu verkauft werden. Vielmehr kommt es bei Verschleißteilen (z.B. Akkus) auf die Frage der „Mangelhaftigkeit“ selbst an.

 

Wie bereits erwähnt, haftet der Händler für Mängel. Die Sache ist nach dem Gesetzeswortlaut frei von Mängeln, wenn sie bei der Lieferung die vereinbarte Beschaffenheit hat. Soweit eine bestimmte Beschaffenheit nicht vereinbart ist, ist die Sache frei von Mängeln, wenn sie sich für die nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendung eignet. Ist auch hierzu nichts vereinbart, liegt ein Mangel nicht vor, wenn der Kaufgegenstand sich „für die gewöhnliche Verwendung eignet und eine Beschaffenheit aufweist, die bei Sachen der gleichen Art üblich ist und die der Käufer nach der Art der Sache erwarten kann“.

Der Verschleiß ist hingegen ein Defekt, der dem Alter und der Laufleistung eines Produktes entspricht. Bezugspunkt ist dabei die übliche produkttypische Haltbarkeit. Verschleißerscheinungen stellen gerade keinen Mangel am Produkt dar. Liegt lediglich ein Verschleiß vor, so muss der Verkäufer nicht dafür einstehen und auch nicht kostenlos ein einwandfreies Produkt liefern bzw. das defekte Produkt reparieren.

Abnutzungs- und Verschleißerscheinungen dürfen jedoch nicht über das hinausgehen dürfen, was bei einem Artikel mit diesem Alter normalerweise üblich ist. Hier liegt genau das Problem, denn die Abgrenzung zwischen einem echten Mangel und einem bloßen Verschleiß ist in aller Regel nicht abschließend möglich und ohne Hilfe eines Sachverständigengutachters kaum zu beurteilen.

 

Wird der Vertrag zudem noch mit einem Verbraucher abgeschlossen, kommt eine Beweiserleichterung für den Verbraucher hinzu. Tritt ein Defekt am Kaufgegenstand innerhalb der ersten 6 Monate seit Lieferung auf, wird zugunsten des Verbrauchers vermutet, dass schon zum Zeitpunkt der Lieferung ein Sachmangel vorlag. Behauptet der Kunde also einen Defekt am Produkt, muss der Online-Händler das Gegenteil beweisen: dass der Kunde den Schaden beispielsweise durch unsachgemäße Verwendung hervorgerufen hat oder es sich lediglich um Verschleiß handelt.

 

 

Im Ergebnis bedeutet das für uns, als "Akku-Verbraucher", daß wir ggf. nachweisen müssen, daß der Akku icht einfach nur "verschlissen" ist, sondern fehlerhaft. Ob das gelingt, ist Frage des Einzelfalls.

 

GG



#4 Rusty

Rusty
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Tutorial

Geschrieben 15. April 2019 - 07:52

Moin.

 

 

Mal abgesehen von dem Unterschied der 24 monatigen "Sachmangelhaftung" durch den Verkäufer (Gewährleistung) und deren Beweislastumkehr nach 6 Monaten zugunsten des Verkäufers (gültig in der EU) und der freiwilligen Garantie eines Herstellers, ist der Akku 26 Monate alt.

 

Demnach geht es höchstens um Kulanz bei DJI oder die Wahl einen neuen zu kaufen.



#5 Tripower

Tripower
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Geschrieben 15. April 2019 - 07:55

Gut erkannt :) - soweit es diesen konkreten Fall betrifft ....

 

GG



#6 Arthur

Arthur
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Tutorial

Geschrieben 15. April 2019 - 09:39

2 Jahre und 2 Monate ist der Akku alt und er wurde 22 Mal benutzt. Wenn man das mal hochrechnet, dann wurde der Akku rund 9 Stunden aktiv geflogen und er lag rund 19.000 Stunden ungenutzt herum. Nochmal:

9 Stunden vs 19.000 Stunden

Wenn du ein Auto 9 Stunden fährst und dann 19.000 Stunden irgendwo auf einen Parkplatz stellst, dann kommt es danach vermutlich auch nicht mehr durch den TÜV. ^^ Die Zellchemie steht ja in der vielen Monaten nicht einfach still. Sie ist weiterhin aktiv, zwar in in sehr geringem Maß, aber eben über eine lange Zeit. Und gerade diese Nicht-Nutzung, diese passive Zellchemie nagt viel stärker an der Lebensdauer des Akkus als eine häufige aktive Nutzung. Prozesse der Zellchemie werden irreversibel, der Zelldrift nimmt zu, die Kapazität sinkt und die Hochstromfähigkeit wird ebenfalls schlechter.

 

Und da dies normale Prozesse sind und sehr wahrscheinlich kein Verschulden von DJI, glaube ich auch nicht daran, dass du den Akku ersetzt bekommst. Du bist sowohl aus der Garantie (6 Monate) als auch aus der Gewährleistung/Sachmängelhaftung (2 Jahre) raus. Und kulant muss DJI hier nicht sein, denn man selbst hat ja nichts falsch gemacht. Es ist eher so, dass du den Akku zu wenig genutzt hast.

 

Ich würde dir daher dazu raten den Akku auf Ebay als defekt an Bastler zu verkaufen. Dann bekommst du noch etwas dafür und der Kauf eines neuen Akkus wird etwas günstiger. Du solltest dir dann aber grundsätzlich überlegen, wie du sowas zukünftig vermeiden kannst. Ich führe zum Beispiel Buch darüber, welcher Akku wann wie oft genutzt wurde und wechsel dann immer wieder die Priorität der Akkus. So vermeide ich, dass bei 4 Akkus der Akku #1 bei jedem Einsatz und der Akku #4 so gut wie nie genutzt wird. So leben die Akkus länger und man kann sie auch besser wieder verkaufen, denn man hat dann nicht einen Akku mit 70 Zyklen, einen mit 30 und einen mit 10, sondern 3 Akkus mit 36 Zyklen.



#7 mach1

mach1
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Geschrieben 15. April 2019 - 10:07

Arthur, das ist doch mal ein guter Hinweis, wie ich die Akkus handhaben kann (soll ).

Habe selbst 3 Akkus für Mavic 1 pro und 4 für die Mavic 2 Zoom. Werde mich gleich an die Zyklen der Akkus

machen und Buch führen. Danke.

Gruß Wolfgang



#8 Tripower

Tripower
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Geschrieben 15. April 2019 - 10:14

 Ich versuche meine 4 (durchnummerierten) Akkus immer der Reihe nach  zu nutzen: 1-2-3-4-1 usw. und stecke sie auch entsprechend in die Fächer der Tasche. Damit denke ich, ist eine gleichmäßige (Ab)Nutzung gewährleistet.

 

GG


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#9 Rusty

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Geschrieben 15. April 2019 - 10:37

Und noch etwas ist ganz hilfreich:

 

Nutze wenig Akkus häufig statt viele selten :). Kontrolliere sie wenn sie länger gelagert werden. Vermeide lange Lagerzeiten.


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#10 saschaende

saschaende
  • 10 Beiträge

Geschrieben 15. April 2019 - 11:38

Hallo Arthur,

 

das ist eine gute Idee. Da ich drei Akkus habe, kam der dritte eben nur in dringenden Fällen zum Einsatz... die anderen haben weitaus mehr Zyklen und machen auch keine Probleme. Die Akkus zu markieren und alle gleich zu fliegen wäre wahrscheinlich die beste Lösung gewesen.

 

Ein Anruf bei DJI ergab übrigens: Keine Kulanz. Habe ich aber mit gerechnet.

 

Mit mehr als Kulanz kann man hier auch nicht rechnen: Die Gewährleistung (gesetzlich) ist nach 2 Jahren für Akkus lange vorbei.

 

Werde mir aber keinen Ersatzakku kaufen, zwei sind mehr als ausreichend bei der enormen Flugzeit je Akku - meistens ist vorher die Fernbedienung alle :D

 

Jemand Interesse am Akku? Bin nicht bei Ebay und habe keine Lust mich da anzumelden wegen 3 Euro.

 

 

2 Jahre und 2 Monate ist der Akku alt und er wurde 22 Mal benutzt. Wenn man das mal hochrechnet, dann wurde der Akku rund 9 Stunden aktiv geflogen und er lag rund 19.000 Stunden ungenutzt herum. Nochmal:

9 Stunden vs 19.000 Stunden

Wenn du ein Auto 9 Stunden fährst und dann 19.000 Stunden irgendwo auf einen Parkplatz stellst, dann kommt es danach vermutlich auch nicht mehr durch den TÜV. ^^ Die Zellchemie steht ja in der vielen Monaten nicht einfach still. Sie ist weiterhin aktiv, zwar in in sehr geringem Maß, aber eben über eine lange Zeit. Und gerade diese Nicht-Nutzung, diese passive Zellchemie nagt viel stärker an der Lebensdauer des Akkus als eine häufige aktive Nutzung. Prozesse der Zellchemie werden irreversibel, der Zelldrift nimmt zu, die Kapazität sinkt und die Hochstromfähigkeit wird ebenfalls schlechter.

 

Und da dies normale Prozesse sind und sehr wahrscheinlich kein Verschulden von DJI, glaube ich auch nicht daran, dass du den Akku ersetzt bekommst. Du bist sowohl aus der Garantie (6 Monate) als auch aus der Gewährleistung/Sachmängelhaftung (2 Jahre) raus. Und kulant muss DJI hier nicht sein, denn man selbst hat ja nichts falsch gemacht. Es ist eher so, dass du den Akku zu wenig genutzt hast.

 

Ich würde dir daher dazu raten den Akku auf Ebay als defekt an Bastler zu verkaufen. Dann bekommst du noch etwas dafür und der Kauf eines neuen Akkus wird etwas günstiger. Du solltest dir dann aber grundsätzlich überlegen, wie du sowas zukünftig vermeiden kannst. Ich führe zum Beispiel Buch darüber, welcher Akku wann wie oft genutzt wurde und wechsel dann immer wieder die Priorität der Akkus. So vermeide ich, dass bei 4 Akkus der Akku #1 bei jedem Einsatz und der Akku #4 so gut wie nie genutzt wird. So leben die Akkus länger und man kann sie auch besser wieder verkaufen, denn man hat dann nicht einen Akku mit 70 Zyklen, einen mit 30 und einen mit 10, sondern 3 Akkus mit 36 Zyklen.







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