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Zwei Mavic 2 Pro beim Vulkan "verloren" und doch wieder gefunden

dji mavic 2 drohne

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15 Antworten in diesem Thema

#1 Mobilix

Mobilix
  • 14 Beiträge

Geschrieben 22. Oktober 2018 - 21:23

@ Arthur, falls ich den Bericht hier falsch gepostet habe, bitte verschieben oder schließen. Danke Dir



Zuerst einmal Respekt an DJI für die Weiterantwicklung der Mavic 1 zu diesem Produkt. Auch wenn einige sagen,  es fehlt dies oder das. Oder das Firmwareupdate könnte früher kommen.
Für mich ein Top  Fluggerät. Absolut mobil und Leistungsstark.

Wir waren neben unserer „normalen“  Fotoausrüstung noch mit zwei Mavic Pro und 8 Akkus auf Reunion zum Fotourlaub.
Nach diversen Flügen am Tag zum Vulkan (4.850 Meter Entfernung vom Startpunkt) wollten wir auch die Lava bei Nacht filmen / fotografieren.  
Was gab es zu beachten;     

 

klar, Temp.  nur 5 ° C auf 2.200 Meter , damit 12 ° C weniger als am Tag. Akkus schön gewärmt und somit gut vorbereitet.

Sicht war bestens, keine Wolken klarer Himmel, kein Wind  und sehr gute Weitsicht.

Der Start erfolgte wie am Tage. Die Flugzeit zum „Zielgebiet“ war genauso wie am Tage. Nur der Akku zeigte 2 % weniger Reserve als zur Mittagszeit. Dies ist aber den
geringeren Außentemperaturen geschuldet gewesen. In Summe kein Problem (dachten wir), denn dann reduziert man entsprechend die Zeit im Zielgebiet.
Bei 50 % Akkuleistung hatten wir uns für den Rückflug entschieden, denn es warteten ja noch 3 volle Akkus am Ladeplatz.  Die ersten 2.200 Meter der Distanz
verliefen wie erwartet, Geschwindigkeit und Akkuverbrauch im Rahmen. Dann urplötzlich kam extrem starker Wind auf und die Drohne „meckerte“. Leider kam der
Wind primär von vorne, was wir auch an unserem  Landeplatz merkten. Heftige Winde aus Norden. Und dann wurden wir nervös, denn die Drohnen hatten kaum noch
Vortrieb und der Akku ging sehr schnell in die Knie.

Tja, es passierte das, was keiner von uns erwartet hatte. Der Akku war beinahe leer und die Drohne leitete die Landung ein. 720 Meter von unserem „Landeplatz“ entfernt.
Unser Start / Landeplatz am alten Kraterrand der Caldera Enclos Fouqué ca. 118 Meter über dem Grundplateau hatten wir am Tage ausgesucht. Der Kraterrand ist die Begrenzung
dieser innere Einsturzkrater, misst 13 x 8 Kilometer und ist zum Meer hin offen, hat also die Form eines Hufeisens.
Die Drohne suchte automatisch 2 Mal einen geeigneten Landplatz und schaltete sich dann nach der Landung ab.  Die Mavic 2 von meinem Freund machte das gleiche Spiel,
nur 1.650 Meter vom ursprünglichen Landeplatz entfernt.

Da standen wir nun mit zwei Fernbedienungen in der Hand, mit toller Sicht auf einen eruptierenden Vulkan , aber ohne Fluggeräte.  Da war guter Rat gefragt.
Wir entschieden uns nach ein paar Minuten unsere Fotoausrüstung im Wagen zu belassen und in den Einsturzkrater abzusteigen und die letzten GPS Koordinaten
zu „besuchen“. Nach 2 ½ Stunden erreichten wir die erste Drohne von meinem Freund . Unfassbar, die Mavic 2 stand direkt auf einer Lavaplatte wobei im Umkreis
der Taschenlampe nur zerklüftetes Gebiet war, in dem eine Landung nicht gut ausgegangen wäre.
Nach weiteren 90 min erreichten wir meine Mavic 2. Oh Wunder, sie stand genauso unversehrt auf einer Lavaplatte.
Beide Drohnen "wohlauf", wir nach 5 Stunden Fußmarsch zum Wagen zurück echt platt.

In Summe muß man sagen, dass wir uns nicht optimal für diesen Flug vorbereitet haben. Denn retroperspektiv hätten wir im Wetterbericht den starken Wind (6-7) ab 20:00 Uhr in der Vorhersage sehen können. Haben wir aber nicht gemacht, weil wir froh waren, dass endlich nachts mal klarer Himmel war.

Folglich in Zukunft besser vorbereiten.

 

Beste Grüße

 

Anbei noch ein paar Bilder



 

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#2 Gerhard

Gerhard
  • 96 Beiträge
  • tbs discovery ( verkauft )
    DJI Phantom & Zenmuse H3-3D
    DJI Phantom 3 P
    DJI Spark

Geschrieben 22. Oktober 2018 - 21:30

Trotzdem tolle Bilder und viel Glück gehabt

#3 -Franky

-Franky
  • 81 Beiträge

Geschrieben 22. Oktober 2018 - 21:37

Interessanter Bericht und spannende Erfahrung würde ich sagen :) Nicht nur im Bezug auf die Drohne :D

Abee gut das beide wenigstens den Landeplatz richtig gewählt haben. Da war sicherlich auch ein wenig Glück dabei ;)

#4 Arthur

Arthur
  • 7.137 Beiträge
  • OrtKerpen
Tutorial

Geschrieben 23. Oktober 2018 - 08:33

Eine tolle Geschichte, über die hier natürlich gerne gesprochen werden kann. Da es aber primär nicht um die Drohnen geht, verschiebe ich das mal eher in Smalltalk. Das Verhalten der Drohnen ist ja völlig normal (weniger Flugzeit durch Kälte, langsamere Rückkehr durch Gegenwind).



#5 EagleH2

EagleH2
  • 48 Beiträge
  • Phantom 3 Prof.
    Mavic Air
    Mavic 2 Pro

Geschrieben 23. Oktober 2018 - 09:22

Flugroute und Position nach Möglichkeit so wählen, daß man Rückenwind auf dem Rückweg hat, erspart einem das unangenehme Gefühl, als ob das Herz aus dem Hals springen möchte...

#6 Turbo16v

Turbo16v
  • 38 Beiträge

Geschrieben 23. Oktober 2018 - 10:01

Wow, echt mit der MP2 gemacht? Bilder sehen ja hammer aus! :o 8)

 

Mit wieviel Prozent hat die Mavic die automatische Landung begonnen? Hättest Du trotz Sinkflug nicht noch die Drohne in deine Richtung steuern können? Je nach Höhe kann das noch gut gehen ;)



#7 ramsesp

ramsesp
  • 217 Beiträge

Geschrieben 23. Oktober 2018 - 11:08

Coole Bilder; dafür muss man manchmal auch kalkuliertes Risiko eingehen. Und da es gut gegangen ist: alles richtig gemacht. Mit wieviel % Batterie sind die Vögel denn gelandet ?


Bearbeitet von ramsesp, 23. Oktober 2018 - 11:08.


#8 Mobilix

Mobilix
  • 14 Beiträge

Geschrieben 23. Oktober 2018 - 12:32

Coole Bilder; dafür muss man manchmal auch kalkuliertes Risiko eingehen. Und da es gut gegangen ist: alles richtig gemacht. Mit wieviel % Batterie sind die Vögel denn gelandet ?

Bei 15 % haben beide die automatische Landung eingeleitet.  Die Drohne war auf 104 Meter Höhe und war zu diesem Zeitpunkt  ca. 1000 Meter entfernt. Hatte mir auch überlegt , in Richtung des Landeplatz zu fliegen, aber mir war das zu Joker. Die Landung war dann mit 4 % Akkuladung und das letzte Bild habe ich mit 0 % gemacht.  Im Nachhinein lachen wir über das Erlebnis. Man(n) lernt auch im Alter wieder dazu, dass man erst denken soll und dann handeln :-) .

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#9 DJIflyer1

DJIflyer1
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    Hubsan X4 nachbau ohne Kamera und einen Flexcopter FX3 light

Geschrieben 23. Oktober 2018 - 14:11

Wow! Nicht schlecht. Warst du im Sportmodus? Das hätte dich in dieser Situation evtl. retten können.



#10 jodi2

jodi2
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Geschrieben 23. Oktober 2018 - 23:08

Toll und Glück gehabt!

Das Wiederfinden einer notgelandeten DJI ist schon länger seit P3 und DJI Go App mit Anzeigegerät mit GPS rel. einfach, aber in so einem Gelände natürlich erschwert.

 

Wie hoch war der Mavic über Eurem Startpunkt bzw. wie hoch musste er für diese Bilder? Ich hoffe zum Jahresende ähnliche Bilder in Südamerika machen zu können, aber viele Vulkane dort auf unserer Route sind kegelförmig und man kommt zu Fuß nur schwer oder mit Risiko hoch genug, meist muss man 500-1000m unter dem Kraterrand bleiben, d.h. man bräuchte wenigstens 1000-1500m Flughöhe über Start. Das geht wohl auch mit dem Mavic 2 nicht, auch nicht in Ländern oder Gebeten wo es vielleicht zulässig wäre?



#11 Ronny K.

Ronny K.
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Geschrieben 24. Oktober 2018 - 05:11

Wow! Nicht schlecht. Warst du im Sportmodus? Das hätte dich in dieser Situation evtl. retten können.

Nein das Foto zeigt doch den Positionmode.
Aber selbst wenn, braucht man noch genug Akku um zurückzukehren. Kann man das nicht in der App so einstellen, das der Mavic die Akkukapazität errechnet und sie dann noch für den Rückflug reicht?

#12 Mobilix

Mobilix
  • 14 Beiträge

Geschrieben 24. Oktober 2018 - 05:57

Toll und Glück gehabt!

Das Wiederfinden einer notgelandeten DJI ist schon länger seit P3 und DJI Go App mit Anzeigegerät mit GPS rel. einfach, aber in so einem Gelände natürlich erschwert.

 

Wie hoch war der Mavic über Eurem Startpunkt bzw. wie hoch musste er für diese Bilder? Ich hoffe zum Jahresende ähnliche Bilder in Südamerika machen zu können, aber viele Vulkane dort auf unserer Route sind kegelförmig und man kommt zu Fuß nur schwer oder mit Risiko hoch genug, meist muss man 500-1000m unter dem Kraterrand bleiben, d.h. man bräuchte wenigstens 1000-1500m Flughöhe über Start. Das geht wohl auch mit dem Mavic 2 nicht, auch nicht in Ländern oder Gebeten wo es vielleicht zulässig wäre?

 

Wir sind im Anflug ca. 50 - 100 Meter über dem Boden geflogen. Im Zielgebiet (am Vulkan) zwischen 200 Meter für das Bild vom aktiven Lavafeld und 4 Meter am Krater. Am Krater bin ich von Osten herangeflogen, da der Ostwind die Wärme von der Drohne "wegpustete", ergo nahm ich an, dass es dannn nicht so "warm" sein würde. Naja, die Drohne kam am Tage ja ohne Probleme zurück. In der Nacht gab es ja nur einen Flug :-).  Du mußt halt auf die Temp. achten. Am Tage war es in der Höhe 2.250 M auch recht warm ( 18 ° C). Habe mir mal die Logfiles angeschaut und festgestelt, das auch Nachts der Akkuverbrauch im Zielgebiet wie am Tage war. Erst beim Verlassen der "Lavazone" ging der Akku wegen Wind und der 2 ° C in der Luft massiv in die Kniee. Was heißt , dass durch die LAva die Temp. vor Ort deutlich höher war.



#13 jodi2

jodi2
  • 1.745 Beiträge
  • diverse Eigenbauten mit KissFC, MultiWii und Naze32, meist FPV
    Phantom 3A

Geschrieben 24. Oktober 2018 - 15:54

Ich meinte nicht die Höhe über dem Krater/Kraterrand, sondern die max. Höhe die Ihr mit den Mavics über Eurem Startpunkt geflogen seid. Ich vermute, Eurer Startpunkt war auf ähnlicher Höhe wie Krater/Kraterrand, das geht halt bei vielen Vulkanen wo wir hinwollen nicht, da man zu Fuß nicht (sicher) bis Höhe Kraterrand kommt, so dass 500m über Startpunkt uns oft nicht reichen werden. Da gibt es vermutlich auch beim Mavic 2 keine Möglichkeit über die 500m zu kommen, selbst wenn es in dem Land zulässig ist oder man eine Sondergenehmigung hat, weil es für Behörden oder Forschung ist, oder?



#14 Mobilix

Mobilix
  • 14 Beiträge

Geschrieben 01. November 2018 - 17:54

Ich meinte nicht die Höhe über dem Krater/Kraterrand, sondern die max. Höhe die Ihr mit den Mavics über Eurem Startpunkt geflogen seid. Ich vermute, Eurer Startpunkt war auf ähnlicher Höhe wie Krater/Kraterrand, das geht halt bei vielen Vulkanen wo wir hinwollen nicht, da man zu Fuß nicht (sicher) bis Höhe Kraterrand kommt, so dass 500m über Startpunkt uns oft nicht reichen werden. Da gibt es vermutlich auch beim Mavic 2 keine Möglichkeit über die 500m zu kommen, selbst wenn es in dem Land zulässig ist oder man eine Sondergenehmigung hat, weil es für Behörden oder Forschung ist, oder?

Sorry für die späte Rückmeldung. War berufl. unterwegs.

 

Die Höhe des Vulkans im Zielgebiet lag  -86 Meter im Verhältnis zum Startplatz.  Bin einmal Richtung großem Vulkan geflogen und bei +500 Meter Höhe über Abfughöhe war schluß.

Man müßte dann vermutlich kurz landen, und dann wieder starten, um weitere 500 Meter Höhe zu bekommen. Eher unpraktisch.

Ob es ein "Patch" gegen die Höhenbegrenzung gibt weiß ich nicht.

 

Viele Grüße



#15 jodi2

jodi2
  • 1.745 Beiträge
  • diverse Eigenbauten mit KissFC, MultiWii und Naze32, meist FPV
    Phantom 3A

Geschrieben 01. November 2018 - 18:01

ok, danke!

Das mit landen und wieder starten ist die Theorie, in der Praxis kann man vermutlich wie in meinem Fall entweder nicht sicher landen und wieder neu starten (da steiler schräger Vulkankegel) oder wenn man doch ein schönes ebenes Plateau zum Landen findet, sind die Chancen groß, dass das Funksignal beim oder kurz vor dem Landen so stark Richtung Pilot/Funke abgeschirmt wird, dass es abreißt und der Copter dort versauert/nicht mehr zu starten ist oder RTH o.ä. einleitet.







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