Zum Inhalt wechseln


Foto

Langflug-Kopter für 1.1Kg Nutzlast

eigenbau modellbau multicopter

  • Bitte melde dich an um zu Antworten
258 Antworten in diesem Thema

#16 el Kopto

el Kopto
  • 2.391 Beiträge
  • OrtNorddeutschland
  • Hexa / Matrice 100 hybrid mod / Jordana Endurance mit N3 + LB2 + PulseKraft PWM Erweiterung

Geschrieben 18. August 2018 - 12:58

Keile hat geschrieben 'Die Diskussion ob ein Hexa wirklich Ausfallsicherheit bietet hatten wir schon einmal. Darauf will ich jetzt nicht eingehen.'

Daraus habe ich abgeleitet, dass ein Hexa eben nur bedingte Redundanz bietet. Zudem habe ich vor einiger Zeit auch schon die eine oder andere Diskussion dazu gelesen.

 

Das ist mir alles zu Wischi-Waschi und lässt keine belastbaren Schlussfolgerungen zu. Vielleicht kann uns Keilie ja doch noch mal konkret auf die Diskussion lenken, die ihn so skeptisch machte. Diskussionen zu dem Thema gibt es viele und pauschale Aussagen lassen sich auch nicht machen. Es hängt letztlich vom konkreten Setup ab, ob es genügend Reserven für einen noch stabilen Flug mit 4 Antrieben hat. Und natürlich von der verwendeten Flightcontroller Software.

 

Es lassen sich diverse Youtube Videos finden, wo Leute mit Pixhawk + ArduCopter einen Hexa mit einem stillgelegten Motor stabil starten und landen konnten. Das sagt natürlich noch nicht genug darüber aus, wie gut die Software einen Ausfall erkennt, der erst während des Fluges in der Luft geschieht und wie schnell sie den Kopter stabilisiert bekommt.

 

Für den schon recht betagten Wookong-M kann ich es jedenfalls aus eigenem Erleben bestätigen. Bei dem Hexa (einem 680pro mit E600 Antriebsset und 13 Zoll Props) fiel aufgrund eines Kabelbruchs während des Fluges in der Luft ein ESC und damit ein Motor aus. Obwohl der Kopter mit 4,8 kg für diesen kleinen Frame und die nicht sonderlich starken Motoren schon recht ordentlich beladen war, hat es nur einen kurzen Ruck in Yaw Richtung gegeben. Der FC hat es offensichtlich schnell erkannt und sauber gegengeregelt. Nach einer Schrecksekunde ließ sich der Kopter jedenfalls problemlos zurückfliegen und landen. Wie schon gesagt: Der Wookong M kam 2012 auf den Markt!

 

Es würde mich also schon schwer wundern, wenn 2018 ein aktueller Pixhawk mit aktuellem ArduCopter oder PX4 Flightstack nicht mindestens die gleiche Ausfallsicherheit bei vergleichbarem Antriebssetup liefern kann. Aus eigener Erfahrung kann ich dazu mit dem Flightstack aber bislang nichts sagen, vielleicht gibt es hier ja andere Mitleser, die bereits mit einem Hexa und Pixhawk Setup solche Antriebs-Ausfälle erlebt haben und aus eigener Erfahrung berichten können.


EDIT:

 

Dieses Video wirkt recht überzeugend und der Schaden scheint erst im Flug passiert zu sein:

 

 

War ein schon recht betagter 3DR Pixhawk mit ArduCopter 3.2.1

 

Bei dem hier hat sich ein Motor im Flug um 90° verdreht, was die Regelungs-Aufgabe zusätzlich verkompliziert.

 


Bearbeitet von el Kopto, 18. August 2018 - 13:12.


#17 HPAE

HPAE
  • 697 Beiträge
  • 3DR Y6B Pixhawk lite
    Parrot Sequoia

Geschrieben 18. August 2018 - 14:56

Moin zusammen,

die Diskussion über die Redundanz ist ja eigentlich schon ganz gut zusammengefasst: Bei einem vernünftigen Schub/Gewichtsverhätnis (>2,5) kommt ein Hexa mit Arducopter (und wahrscheinlich auch mit jeder anderen einigermaßen aktuellen Steuerung) mit einem ausgefallenen Antrieb gut zurecht. Meine Erfahrung beschränkt sich auf meinen Y6, der eine komplette Mission (25min) mit einem unmittelbar nach dem Start ausgefallenen ESC absolviert hat. 

A propos Y6: Wäre das nicht auch eine Alternative für Deinen Umbau? Bei ca. 4 kg Gewicht kann man mit einem Y6 mit 30 cm langen Armen 16"-Props fliegen und das Gerät trotzdem noch ganz gut im Kofferraum transportieren.

Hier mal meine Experimente mit meinem Y6, der eigentlich für 2,5 kg gedacht ist.

 

BG

Hubertus



#18 el Kopto

el Kopto
  • 2.391 Beiträge
  • OrtNorddeutschland
  • Hexa / Matrice 100 hybrid mod / Jordana Endurance mit N3 + LB2 + PulseKraft PWM Erweiterung

Geschrieben 18. August 2018 - 17:51

Y6 ist sicherlich auch interessant, wenn es kompakt sein soll. Die unteren Props kommen vermutlich auch nicht ganz so schnell ins Bild, wie beim X8.

 

Was mich an den Koax-Konstruktionen stört: Sobald man damit etwas berührt (Zweige o.ä.) oder einen Vogelschlag hinnehmen muss, ist i.d.R. ein ganzer Arm betroffen und damit die Redundanz sofort futsch. Ich würde auch vermuten, dass jede der Ebenen für sich so dimensioniert sein muss, dass der Kopter mit dem Schub einer Ebene noch stabil steuerbar bleibt. D.h., man muss die Einzelantriebe schon vergleichsweise kräftig dimensionieren.



#19 Upgrade 08/15

Upgrade 08/15
  • 433 Beiträge

Geschrieben 18. August 2018 - 21:19

Mein alter Oktokopter im neuen double-sandwich Design und mit 11'' Propellern fliegt wieder:

43208595365_261c641645_b.jpg

 

Leider sind die 11'' Propeller wie erwartet zu gross; die Motoren kommen damit nicht zurecht. Sie waren nach rund 1min 30 sec Flugzeit schon ziemlich warm. Ich werde morgen einen etwas längeren Test (ca. 3-5min) durchführen, aber ich bin mir sicher, dass die Motoren dann zu heiss werden.

 

 

@elKopto, @HPAE

Ihr habt mich überzeugt, die Redundanz scheint bei Hexakopter & ausreichender Motorisierung durchaus gegeben zu sein!

 

Ein Y6 fände ich durchaus interessant. Aber das Problem mit den Propellern im Bild wird leider auch da vorhanden sein. Des weiteren ist das Starten/Landen auf einer Wiese problematisch, und falls der Kopter mal kippt, sind die Propeller schnell kaputt.

 

Und mit den Koax-Koptern stehe ich aufgrund vergangener Erfahrungen etwas auf Kriegsfuss. Vor der 'Flat-Okto'-Anordnung des Kopters im oberen Bild hat dieser auch einmal als Koax-Kopter existiert. Nur gab es da ein extrem lästiges Aufschwingen, das ich nie losgeworden bin (daher dann der Umstieg zur Flat-Anordnung). Aber klar, das war vermutlich einfach pech. Zudem war damals ein Alexmos - Gimbalcontroller (jetzt Storm32) und APM2.6 (jetzt AUAV-x2) auf dem Kopter.

 

16194035283_fa7d081368_b.jpg

 

15950507014_d57fd1bd3d_b.jpg

 

 

 

Betreffend Koptergrösse:

Ich habe kurz meinen Okto ausgemessen: Der Durchmesser beträgt etwa 72cm. In den Kofferraum gehen maximal 15-16 cm mehr (also max. 87-88cm) - und das ist dann wirklich an der Grenze. Zudem empfinde ich den Oktokopter bereits als ziemlich gross. Ein 18'' Hexakopter (ohne Koax) wäre mindestens 91.5cm im Durchmesser - das geht also definitiv nicht und wäre mir sowieso zu gross.

Angehängte Datei  hexa.PNG   5,35K   0 Mal heruntergeladen

 

Wenn ich 16'' Propeller wähle und noch ca. 1-2 cm Abstand zwischen den Propellerspitzen & den Durchmesser der Motoren dazurechne, sollte das gerade so knapp passen (und wenn nicht, könnte ich immer noch die Rücksitze herunterklappen - aber das möchte ich eigentlich vermeiden).

 

Ich habe mal einige Dinge zusammengesucht. Was haltet ihr davon?

 

Motor

MAD4006 320KV/380Kv, teuer, aber sehr leicht (66g)

MAD5005 350KV, teuer, recht schwer (110g)

Tarot 4008 Martin 330Kv, günstig, relativ leicht (85g), Qualität fragwürdig?

 

Propeller:

Irengdwas mit 16'', z.B. Tarot 1655. Was würdet ihr empfehlen?

 

Regler
DYS Aria 35A (sind etwas teurer, aber immer noch günstig. Scheinen etwas neuer und moderner zu sein als die Xs?)
DYS 30a XS
 
Ausleger:
15*15mm Carbon fiber square tube
 


#20 el Kopto

el Kopto
  • 2.391 Beiträge
  • OrtNorddeutschland
  • Hexa / Matrice 100 hybrid mod / Jordana Endurance mit N3 + LB2 + PulseKraft PWM Erweiterung

Geschrieben 18. August 2018 - 21:57

Danke für die Fotos, war ja eine recht abenteuerliche Konstruktion, Dein X8. Dass er sich bei den langen Hebeln bis runter zum Gimbal aufgeschwungen hat, wundert mich nicht sonderlich.

 

Die MAD 4006 könnten für leichte 15 Zoll Props gehen, wären mir aber eigentlich schon zu schwach.

 

Die Qualität der Tarot Martin 4008 330 KV halte ich nicht für "fragwürdig". Auf meinem Jordana Quad sind sie bereits zwei Jahre drauf und haben schon viele Flugstunden auf dem Buckel. Laufen bis jetzt einwandfrei. Hier haben sie auch diverse andere schon verbaut und mir sind noch keine Klagen bekannt. Ich würde sie aber nicht mit Klapp-Propellern nutzen, wie von Tarot eigentlich vorgesehen. Mit leichten Mejzlik 17" Props laufen sie prima und liefern damit bis zu ca. 2,2 kg Schub. Die 17" von T-Motor sind für den Motor schon zu schwer, von denen gehen gerade noch die 16x5.5. Ich würde die Motoren für Designs nehmen, bei denen zum Schweben pro Motor ca. 800g Schub erforderlich sind. Dann bleibt genügend Reserve. Für einen Hexa, der knapp unter 5 kg bleiben soll, eigentlich gerade richtig. Wie man das Problem mit der fehlenden Mittelachse lösen kann, habe ich hier beschrieben: http://www.kopterfor...axis/?p=1109051

 

Als Regler haben sich hier bei vielen die DYS XS30A bewährt und inzwischen nutzen hier mehr und mehr die Aria 35A, siehe auch den angepinnten Thread zum Motoren-Teststand.

 

Für 17" Props sollte der Hexa aber schon rund 900mm Wheelbase haben. So große Dinger werden i.d.R. mit Klapp-Armen gebaut, um sie gut verstauen zu können. Auch der hier schon angesprochene Yuneec H920+ hat Klapp-Arme, ebenso der (aus meiner Sicht zu schwere) DJI S900.

 

15x15 Rohre halte ich für zu dünn. Wenn er auch für Videos vibrations- und schwingungsarm laufen soll, würde ich für mehr Steifigkeit zu 20x20 oder 21mm Rundrohren raten.



#21 Upgrade 08/15

Upgrade 08/15
  • 433 Beiträge

Geschrieben 19. August 2018 - 10:18

 

Danke für die Fotos, war ja eine recht abenteuerliche Konstruktion, Dein X8. Dass er sich bei den langen Hebeln bis runter zum Gimbal aufgeschwungen hat, wundert mich nicht sonderlich.

Ja, auf jeden Fall - der Koaxkopter war wohl mein bisher interessantester Kopter  ;D

 

Betreffend dem neuen Langflugkopter:

Ich sehe schon, ich habe da noch einiges zu lernen. So habe ich z.B. noch nie ein faltbares Frame gebaut.

 

Die 15er Rohre waren nicht als Rundrohre, sondern als 15*15 Vierkantrohre gedacht. Die sollten stabiler sein als 15er Rundrohre, und ich brauche für die Centerplates keine zusätzlichen Rohrschellen. Wobei sich in beiden Fällen die Frage stellt, wie ich die Motoren befestige. bisher habe ich sie fast immer direkt mit 2 Schrauben im Ausleger festgemacht, und das hat wunderbar funktioniert. Aber mit den grösseren und schwereren Antrieben wird das wohl nicht mehr so einfach.

 

Da ich im Moment Ferien und somit einiges an Zeit habe, mich zu informieren, werde ich wohl die Threads 'Endurance Kopter für die Praxis', 'Projekt Motor-Teststand inkl. Vibrationsmessung' und 'Ultra Endurance Kopter und Langzeitflüge' überfliegen oder zumindest nach einigen Stichworten wie eben 'Faltkopter', 'Motorbefestigung' o.ä. durchsuchen, um mir ein Bild von dem Ganzen zu machen!

 

 

Noch kurz zu den 5Kg: ich wohne in der Schweiz, und bei uns gibt es diese Regel nicht. Dennoch scheint es mir sinnvoll, unter 5Kg zu bleiben - falls die Regel doch einmal eingeführt wird, oder ich im Ausland fliegen möchte etc.


Bearbeitet von Upgrade 08/15, 19. August 2018 - 10:18.


#22 el Kopto

el Kopto
  • 2.391 Beiträge
  • OrtNorddeutschland
  • Hexa / Matrice 100 hybrid mod / Jordana Endurance mit N3 + LB2 + PulseKraft PWM Erweiterung

Geschrieben 19. August 2018 - 11:55

Die Diskussion, ob Rund- oder Vierkantrohre besser geeignet sind, wird auch keine echten Sieger haben. Rundrohre mit vergleichbarer Steifigkeit sind etwas leichter, der Gewichtsvorteil geht dann bei den zusätzlich nötigen Schellen wieder verloren. Aerodynamisch dürften sie auch leichte Vorteile haben. So oder so - 15x15 mm Rechteck-Rohr für einen Kopter mit 17 oder 18 Zoll Props erscheint mir auf jeden Fall unterdimensioniert. Die paar Gramm, die Du damit einsparst, bezahlst Du mit zusätzlichen Vibrationen, Auf einem Foto-/Videokopter hat für mich aber immer die Steifigkeit und Vibrations-Armut Prioriät vor den letzten paar Gramm, die man vielleicht mit dünneren Ärmchen und Centerplates noch einsparen könnte.

 

Was die 5 kg Grenze angeht: Meine Befürchtung ist, dass es EU weit noch auf 4 kg runtergehen wird. :( Vielleicht bleibt ihr in der Schweiz davon aber verschont.



#23 Upgrade 08/15

Upgrade 08/15
  • 433 Beiträge

Geschrieben 22. August 2018 - 15:47

So, nach einigem Lesen und überlegen bin ich zu folgendem Konzept gekommen - was haltet ihr davon?

 

Frame

- Hexakopter (ich habe mir zuerst überlegt, einen grossen Quad zu bauen. Aber mir ist die Redundanz eines Hexas wichtig, nur schon wegen des besseren Gefühls beim Fliegen)

- Ca. 84cm Motorenkreis für 16'' Propeller

- Ausleger aus 15mm x 15mm Carbon-Vierkantrohren (oder wäre auch hier 20x20 besser?)

 

44149923032_828cf466a3_c.jpg

 

 

Antrieb

- Motoren --> Tarot Martin 4008 330Kv (scheinen relativ leicht, effizient und günstig zu sein)

- Propeller --> Tiger Motor 16 x 5.4 (Sind teuer, aber noch bezahlbar. Gemäss Berichten kommt der Motor mit 17 und 18'' Props an seine Grenze bzw. das Flugbild verschlechter sich, weil der Motor die Propeller nicht mehr schnell genug abbremsen oder beschleunigen kann. Deswegen 16'' Propeller)

- Regler --> DYS Aria 35A (relativ günstig, zudem bekomme ich die in der Schweiz)

- Kabel --> 17AWG PTFE Kabel dürften passend sein?

 

Flight controller

- Pixhawk 4 mit m8n von Holybro (der AUAV-x2 wäre mir noch gut genug, aber so kann ich den Oktokopter - bis auf Kamera und Gimbal - noch 'ready to fly' behalten)

 

 

Ich habe noch nicht ausgerechnet, wie schwer so ein Frame ungefähr wird. Aber ich habe mal -  so als ganz grobe Schätzung - 1800g (inkl Gimbal und Cam, ohne Akku, ohne Antrieb) in ecalc eingegeben:

Mit 10Ah 6s ergeben sich rund 25min Flugzeit

 

30330912618_f901522726_b.jpg

 

 

 

 

Mit 18650er Zellen in 6s4p lägen rund 30min drinn

44149922582_4a6a61a4cd_b.jpg

 



#24 HPAE

HPAE
  • 697 Beiträge
  • 3DR Y6B Pixhawk lite
    Parrot Sequoia

Geschrieben 22. August 2018 - 16:41

Sieht doch gut aus. 

Wenn es LiIons sein sollen, nimm die VTC6, die haben (nominal) 3150 mAh bei annähernd gleichem Gewicht.

 

BG

Hubertus



#25 possi

possi
  • 1.255 Beiträge
  • OrtFreyung/Bayerischer Wald
  • Viele selbstgebaute Langflugkopter als Kameraträger. Weltrekord im rein-elektrischem Kopter-Langflug mit 160 Minuten.

Geschrieben 22. August 2018 - 17:26

So, nach einigem Lesen und überlegen bin ich zu folgendem Konzept gekommen - was haltet ihr davon?

 

Frame

- Hexakopter (ich habe mir zuerst überlegt, einen grossen Quad zu bauen. Aber mir ist die Redundanz eines Hexas wichtig, nur schon wegen des besseren Gefühls beim Fliegen)

- Ca. 84cm Motorenkreis für 16'' Propeller

- Ausleger aus 15mm x 15mm Carbon-Vierkantrohren (oder wäre auch hier 20x20 besser?)

 

 

Antrieb

- Motoren --> Tarot Martin 4008 330Kv (scheinen relativ leicht, effizient und günstig zu sein)

- Propeller --> Tiger Motor 16 x 5.4 (Sind teuer, aber noch bezahlbar. Gemäss Berichten kommt der Motor mit 17 und 18'' Props an seine Grenze bzw. das Flugbild verschlechter sich, weil der Motor die Propeller nicht mehr schnell genug abbremsen oder beschleunigen kann. Deswegen 16'' Propeller)

- Regler --> DYS Aria 35A (relativ günstig, zudem bekomme ich die in der Schweiz)

- Kabel --> 17AWG PTFE Kabel dürften passend sein?

 

Flight controller

- Pixhawk 4 mit m8n von Holybro (der AUAV-x2 wäre mir noch gut genug, aber so kann ich den Oktokopter - bis auf Kamera und Gimbal - noch 'ready to fly' behalten)

 

 

Ich habe noch nicht ausgerechnet, wie schwer so ein Frame ungefähr wird. Aber ich habe mal -  so als ganz grobe Schätzung - 1800g (inkl Gimbal und Cam, ohne Akku, ohne Antrieb) in ecalc eingegeben:

Mit 10Ah 6s ergeben sich rund 25min Flugzeit.

 

 

 

Upgrade, ich will dir ja nicht zuviel reinreden, aber die Lösung ist einfach:

1. ein Octo ist out (auch als Koax, wie Kopto völlig zurecht ausführt wenig Sicherheit und viele Verluste) und

2. ein Hexa für Deinen Wunsch eine Option.

3. Wenn es wirklich lang fliegen und trotzdem redundant sein soll (und daher bist Du ja hier) dann würde ich einen Flat Hexa empfehlen

4. mit den leichten 18" fancy Tarot Rotoren und MAD5008-240KV Motoren.

5. Mit Rechteckrohren kriegst Du das leicht faltbar realisiert (4 Rändelschrauben reindrehen) und somit auf jede Rückbank, sogar im Smart.


Bearbeitet von possi, 22. August 2018 - 17:26.


#26 Upgrade 08/15

Upgrade 08/15
  • 433 Beiträge

Geschrieben 22. August 2018 - 18:48

Wenn es LiIons sein sollen, nimm die VTC6, die haben (nominal) 3150 mAh bei annähernd gleichem Gewicht.

Danke, das würde ich dann auf jeden Fall machen. Ecalc hat halt nur die VTC5, deswegen habe ich die zum Herumprobieren ausgewählt.

 

 

Upgrade, ich will dir ja nicht zuviel reinreden, aber die Lösung ist einfach

Du darfst mir gern reinreden so viel du willst – ich bin sogar froh drum
 
 

1. ein Octo ist out (auch als Koax, wie Kopto völlig zurecht ausführt wenig Sicherheit und viele Verluste) und

2. ein Hexa für Deinen Wunsch eine Option.

3. Wenn es wirklich lang fliegen und trotzdem redundant sein soll (und daher bist Du ja hier) dann würde ich einen Flat Hexa empfehlen

5. Mit Rechteckrohren kriegst Du das leicht faltbar realisiert (4 Rändelschrauben reindrehen) und somit auf jede Rückbank, sogar im Smart.

Ich stimme dir vollkommen zu.

 

 

4. mit den leichten 18" fancy Tarot Rotoren und MAD5008-240KV Motoren.

Die von dir vorgeschlagene Variante wäre sicherlich effizienter und würde längere Flugzeiten erlauben. Leider gibt es einen grossen Nachteil: Diese Komponenten sind deutlich teurer. Die MAD-Motoren kosten doppelt so viel wie die 4008er von Tarot, und die Propeller kosten auch einen Tick mehr. Wenn man denselben Akku (6s5p vtc5) verwenden würde, wäre die Flugzeit gemäss ecalc mit beiden Setups exakt dieselbe. Das heisst, anstelle eines (beispielsweise) 6s5p müsste ich dann wohl einen 6s8p Akku (was pro Akku auch wieder 50% mehr kostet als ein 6s5p Akku) verwenden, und auch dann wäre die Flugzeit gemäss ecalc lediglich etwa 35-40 Minuten im Vergleich zu vorher ca. 31 Minuten.

Da stimmt für mich persönlich das Kosten/Nutzen Verhältnis für den Aufpreis nicht ganz, zumal ich dann anstelle von 2 Akkusätzen für den 18’’ Kopter für den gleichen Preis 3 Akkusätze für den 16’’ Kopter bauen könnte, und damit unter dem Strich sogar länger in der Luft wäre. Oder habe ich einen Denkfehler gemacht/ stimmen die Ecalc Resultate nicht?

Bearbeitet von Upgrade 08/15, 22. August 2018 - 18:51.


#27 possi

possi
  • 1.255 Beiträge
  • OrtFreyung/Bayerischer Wald
  • Viele selbstgebaute Langflugkopter als Kameraträger. Weltrekord im rein-elektrischem Kopter-Langflug mit 160 Minuten.

Geschrieben 22. August 2018 - 19:44

vergiss Ecalc.

Von früheren Test weiss ich, dass Ecalc teilweise völlig daneben lag. Mit dem vorgeschlagenem Setup halte ich Flugzeiten von 1,5h mit einem unbeladenem Hexa, wenn Du wirklich leicht bauen willst, für durchaus realisierbar. Mit 35E Zellen. Hängst du 1,5kg dran, dann sollten mit VTC6 oder vergleichbaren Zellen zumindest 45 Minuten realistisch sein. Oder reduziere die Nutzlast deutlich und genieße 1h+ Flugzeit. Für dein Projekt könnte je nach Nutzlast evtl. schon ein 36- bis 42-Zeller ausreichen, je nach Flugzeit der Hochstrom- oder Hochkapazitäts-Typ.

 

Für Endurancekopter (daher bist Du ja hier) kommst Du an großen Rotoren nicht vorbei - 10" oder 11" kannst Du komplett vergessen. Für 16" Meijzlik oder T-Motor zahlst Du auch schon 70-100€ pro Paar!

Hocheffiziente leichte 18" Rotoren sind mit gut 60€ pro Paar (bei günstigen Angeboten und den immer wieder mal angebotenen Alirabatten) noch leistbar, z.B. hier

https://de.aliexpres...2637390444.html

https://de.aliexpres...xt=Tarot TL2934

 

Als Motoren kommen auch alternative Typen mit ca. 240...400KV und einem Drehmomentbeiwert von 60...80 infrage (siehe meine Tabelle). Ich hätte z.B. noch die sehr hochwertigen, professionellen T-Motor MN4014 rumliegen, neuwertig, falls Du Interesse hättest. Oder du holst Dir vom Hobbyking eben Billigmotoren, aber die sind dann halt auch billig in der Verarbeitung (Lager, Rundlauf etc.). Da Du Nutzlast fliegen willst, und vielleicht nicht nur bei absoluter Windstille, würde ich Dir von zu schwachen Motoren dringend abraten.

 

Das Frame kannst Du aus den billigen, aber guten, stranggepressten, mit gewebter CFK Folie umklebten Quadratrohren vom Hobbyking und einem Secheckstern-Center für ziemlich kleines Geld selbst aufbauen. Die 20x20x600 habe ich z.B. im HK-England im Angebot mal für nur 6,50 Pfund organisiert.

die Schrauben aus 7075 Alu, z.B. von http://leichteschrauben.de, oder billiger aber schwerer aus Titan (M3) vom Ali.

Im Ultra-Endurance-thread gibts ja genug Fotos, die zeigen, wie sowas geht. Der Faltmechanismus ist so auch sehr einfach zu realisieren, ohne Mehrgewicht durch Zusatzelemente oder Stabilitätsnachteile!


Bearbeitet von possi, 22. August 2018 - 19:50.


#28 Upgrade 08/15

Upgrade 08/15
  • 433 Beiträge

Geschrieben 22. August 2018 - 20:29

Vielen Dank für deine Antwort, sie hilft mir auf jeden Fall weiter!

 

vergiss Ecalc.

Von früheren Test weiss ich, dass Ecalc teilweise völlig daneben lag. 

Das habe ich schon fast vermutet... kam mir auch etwas komisch vor, dass die beiden Setups so nahe beieinanderliegen sollen.

 

 

Mit dem vorgeschlagenem Setup halte ich Flugzeiten von 1,5h mit einem unbeladenem Hexa, wenn Du wirklich leicht bauen willst, für durchaus realisierbar. Mit 35E Zellen. Hängst du 1,5kg dran, dann sollten mit VTC6 oder vergleichbaren Zellen zumindest 45 Minuten realistisch sein. Oder reduziere die Nutzlast deutlich und genieße 1h+ Flugzeit. Für dein Projekt könnte je nach Nutzlast evtl. schon ein 36- bis 42-Zeller ausreichen, je nach Flugzeit der Hochstrom- oder Hochkapazitäts-Typ.

Das hört sich schon mal sehr gut an - 40 Minuten oder sogar mehr wären eine traumhafte Flugzeit :)

Zuladung wäre im Moment etwa 1066g, bestehend aus Sony Nex 5t + 35mm Objektiv + 2 Achs Gimbal. Das Gimbal ist kein Leichtgewicht, ich würde sagen, da liesse sich etwas einsparen. Allenfalls könnte ich beim neuen Kopter die Vibrationsdämpfung komplett weglassen.

Aber mehr als ca. 100- 200g Einsparungen sehe ich da nicht, und auch dies wäre mit relativ grossem Aufwand verbunden.

Und zwei-Achs-Stabilisierung möchte ich haben: die Pitch-Achse brauche ich, um den gewünschten Winkel zu wählen und die Roll Achse ist auch unabdingbar, weil die Nex 5t nur 16 Megapixel hat, und da bleibt keine 'Luft nach oben' um die schrägen Bilder auf Kosten der Auflösung zu geradigen.

 

29266012017_63f401546d_b.jpg

 

 

 

Das Frame kannst Du aus den billigen, aber guten, stranggepressten, mit gewebter CFK Folie umklebten Quadratrohren vom Hobbyking und einem Secheckstern-Center für ziemlich kleines Geld selbst aufbauen. Die 20x20x600 habe ich z.B. im HK-England im Angebot mal für nur 6,50 Pfund organisiert.

die Schrauben aus 7075 Alu, z.B. von http://leichteschrauben.de, oder billiger aber schwerer aus Titan (M3) vom Ali.

Im Ultra-Endurance-thread gibts ja genug Fotos, die zeigen, wie sowas geht. Der Faltmechanismus ist so auch sehr einfach zu realisieren, ohne Mehrgewicht durch Zusatzelemente oder Stabilitätsnachteile!

Das Frame hätte ich so geplant, wie du beschreibst. 

Da ich in der Schweiz wohne, ist jeweils der Versand/Zoll ein Problem; wir zahlen hier ca. 11% +16.90 auf den Bestellwert, sobald ein Betrag (Warenwert+Porto) von 62.- überschritten wird. Dann werden 'ein paar Schrauben oder Carbonteile' schnell teurer. Dasselbe gilt für die Akkus, in der Schweiz zahlt man z.B. für die VTC6 10.- aufwärts (Conrad: 17 Franken pro Stück...).

Aber die Schrauben dürften sicherlich unter dem Zollwert durchgehen, die Carbon-Vierkantrohre kann ich allenfalls in zwei Chargen bestellen, dann würde das auch passen.

Den Endurance-Copter-Thread habe ich teilweise durchgeklickt und mir bereits einige deiner Beiträge herauskopiert und die Bilder angeschaut - sehr hilfreich!

 

Nochmals kurz betreffend der Li-ionen Akkupacks: Gibt es hier im Forum oder anderswo eine gute/bekannte Anleitung, die ich mir durchlesen könnte?

Soweit ich weiss, ist es für die Zellen sehr schädlich, wenn man zu lange darauf herumheizt. Bekomme ich mit einem JBC - BT-2BWA (75w, Analog) und einer 4.8mm Meissel-Lötspitze ausreichend schnell Wärme übertragen?

 

 

P.s. den alten Okto habe ich wieder auf 10'' umgebaut - schon erstaunlich, was kurzes dynamisches Wuchten von 20min ausmacht (links vorher, rechts nachher)

43485061824_5f7b10f3c9_b.jpg

 

 



#29 Woga65

Woga65
  • 369 Beiträge

Geschrieben 22. August 2018 - 20:31

Wieviele von den T-Motor 4014 - Sind das die 330KV? - hast Du denn zu welchem Kurs übrig?

Die Rotorblätter von diesem hier https://goo.gl/images/U7DKsZ
nachen einen guten Eindruck, wiegen im Schnitt nur 38g. Wenn gewünscht, kann ich Helge ein Paar für den Teststand zuschicken.

#30 el Kopto

el Kopto
  • 2.391 Beiträge
  • OrtNorddeutschland
  • Hexa / Matrice 100 hybrid mod / Jordana Endurance mit N3 + LB2 + PulseKraft PWM Erweiterung

Geschrieben 22. August 2018 - 23:02

Ob nun die Tarot 4008-330 mit 16 Zoll T-Motor bzw. 17" Mejzlik Props die für Dich passenden sind oder die TM 4014 bzw. MAD 5008 Motoren mit leichten 18 bis 20 Zoll Props, hängt letztlich davon ab, was Du befördern und welche Flugzeiten Du erreichen willst. Bei Gimbal + Kamera im Bereich von 1,1 kg reicht sicherlich schon das kleinere Setup für Flugzeiten von ca. 30 Minuten, was den Kopter kompakter und günstiger macht. Da Du dann schon im Bereich von 2C Entlade-Rate bist, ist der Vorteil von den VTC6 gegenüber Lipos mit niedriger C-Rate (10 oder 15C) auch nicht mehr groß.

 

Falls Du mit LiIon-Zellen fliegen und die nicht selbst zusammenbrutzeln willst, gibt es Akkuservice Firmen wie z.B. Dellinger.







Auch mit einem oder mehreren dieser Stichwörter versehen: eigenbau, modellbau, multicopter

Besucher die dieses Thema lesen: 0

Mitglieder: 0, Gäste: 0, unsichtbare Mitglieder: 0