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Langflug-Kopter für 1.1Kg Nutzlast

eigenbau modellbau multicopter

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384 Antworten in diesem Thema

#1 Upgrade 08/15

Upgrade 08/15
  • 518 Beiträge

Geschrieben 15. August 2018 - 16:18

Guten Tag miteinander,

Wie ihr vielleicht schon im Thema "Ultra Endurance Kopter und Langzeitflüge" gelesen habt, möchte ich meinen Oktokopter mit einem Hexakopter ersetzen. Der Kopter hat mir während mehreren Jahren gute Dienste geleistet und die mitfliegende Kamera tausende von Bildern geschossen. Aber die Flugzeit (ca. 10-15min, je nach Akku und Kameraobjektiv) lässt zu wünschen übrig und die Motoren sind bereits über 3 Jahre alt und somit langsam am Ende ihrer Lebensdauer.

 

43145310025_26df5f5872_b.jpg

 

 

Für den neuen Kopter übernommen werden:

- Eigenbau-Gimbal mit Sony nex-5t (ca. 1-1.2Kg Gewicht)

- AUAV-X2 und m8n GPS

(- Kiss 24a Regler (können nur 2-5s)) 

- Empfänger 

 

Gebaut oder gekauft werden müssten demzufolge:

- Motoren (und Regler, falls es ein 6s Setup wird)

- Propeller

- Akku

- Frame (vermutlich 1.5mm CFK & 15*15mm CFK-Vierkant Rohre in Sandwichbauweise)

 

 

Bei der Dimensionierung der Komponenten bin ich auf eure Hilfe angewiesen. Das Ziel wäre, eine Flugzeit von mindestens 20 Minuten, besser 30+ Minuten zu erreichen. Zudem möchte ich etwas 'Luft nach oben', d.h. der Kopter sollte auch eine Nutzlast von 1.5Kg noch tragen können.

- Würdet ihr ein 4s oder 6s Setup wählen? 

- Welche Motorengrösse/Drehzahl würdet ihr wählen? 

- Welche Propellergrösse?

 

Ich vermute, ich könnte in zwei Richtungen gehen

-> 6s, 300-400kv

-> 4s, 400-600kv

Was wäre eurer Meinung nach sinnvoller? 

 

Vielen Dank & freundliche Grüsse

Christian



#2 keilie

keilie
  • 678 Beiträge
  • OrtJena
  • alles was es nicht zu kaufen gibt
    155:13 Minuten mit rein elektrischem Kopter unter 1Kg Abfluggewicht

Geschrieben 15. August 2018 - 16:52

Die Diskussion ob ein Hexa wirklich Ausfallsicherheit bietet hatten wir schon einmal. Darauf will ich jetzt nicht eingehen.
Wichtig wäre noch zu wissen wie groß der Kopzter werden darf.

Wenn du wirklich neu baust und 1,5kg Nutzlast haben möchtest dann solltest du auf 6s gehen.
gute leichte ESCs sind BLHeli32 ESCs zu empfehlen den DYS Aria 35A
gute Motoren MAD 5008-240
geeignete Porops 18" TAROT Fancy

#3 Upgrade 08/15

Upgrade 08/15
  • 518 Beiträge

Geschrieben 15. August 2018 - 17:22

Die Diskussion ob ein Hexa wirklich Ausfallsicherheit bietet hatten wir schon einmal. Darauf will ich jetzt nicht eingehen.
Wichtig wäre noch zu wissen wie groß der Kopzter werden darf.

Jap, die Diskussion gibt es wohl schon seit jeher. Ich erinnere mich noch an eine Diskussionsrunde, die vor etwa 4 Jahren stattfand. Da war ich eher auf der 'Hexa sind nicht wirklich redundant'-Seite. Aber zumindest in der Theorie sollte ein ausreichend motorisierter Hexa auch beim Ausfall eines Motors weiterfliegen können. Aber ob die FC tatsächlich damit zurecht kommt usw. ist eine andere Frage. Leider werden Oktokopter mit 14''+ Propellern einfach viel zu gross & teuer. Allenfalls wäre dann doch wieder ein Koax-Okto interessant. Aber eben, das Problem mit den Propellern im Bild...

 

Es stellt sich dann natürlich die Frage, ob ich nicht gleich einen Quadro baue, wenn mir ein Hexa keine Ausfallsicherheit garantiert. Was ist deine Meinung zu dem Problem?

 

Der Kopter muss einfach ins Auto (Audi A4 Avant) passen, andere Grössenlimiten habe ich eigentlich nicht. 

 

 

 

 

Wenn du wirklich neu baust und 1,5kg Nutzlast haben möchtest dann solltest du auf 6s gehen.
gute leichte ESCs sind BLHeli32 ESCs zu empfehlen den DYS Aria 35A
gute Motoren MAD 5008-240
geeignete Porops 18" TAROT Fancy 

Danke, ich werde mir die Komponenten anschauen.

 

Bis auf weiteres reicht etwa 1.1 Kg Nutzlast, aber falls ich in 1-2Jahren eine andere Kamera verwenden möchte, die etwas schwerer ist, soll der Kopter schon damit zurechtkommen (natürlich mit geringerer Flugzeit).


Bearbeitet von Upgrade 08/15, 15. August 2018 - 17:23.


#4 RainerD

RainerD
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  • verschiedene Eigenbauten mit APM 2.8, Pixhawk und Pixfalcon

Geschrieben 15. August 2018 - 21:06

Die Komponenten die keilie dir empfohlen hat, kann ich nur bestätigen.
Ich habe mir mit den MAD 5008 240 kv Motoren einen Quattro aus Cfk 15x15 und carbonplatten gebaut .mit einem
6S5P Samsung E35 Akku hat er ein Startgewicht von 2700 g.Damit Hovert er ca. 93 min.
Wenn ich dann meine Sony A5100 Kamera und 1-Achs Gimball und Video Übertragung mit einem kleineren Akkumontiere
(6 S 8000 mAh) dann komme ich auch auf ein Abfluggewicht von rd. 2600 g und einer Flugzeit von rd. 30 min.

#5 el Kopto

el Kopto
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Geschrieben 15. August 2018 - 21:21

Da ich davon ausgehe, dass der Kopter unter 5 kg bleiben soll, würde ich mich im Falle eines Hexas tatsächlich am Yuneec H920+ orientieren - selbst wenn Du ihn nicht tatsächlich als Grundlage nehmen willst. Yuneec hat das Teil schon recht gut darauf optimiert, um mit einer GH4 oder einer Sony A7 am 3-Achs Gimbal gerade noch so unter 5 kg zu bleiben und vernünftige Flugzeiten zu erhalten.

 

Durch die Wheelbase von 920 mm ist er gut für 17 Zoll Props geeignet, sogar 18 Zoll würden noch ganz knapp draufgehen. Meine Empfehlung wären dann die leichten und - zumindest bislang bei mir - zuverlässigen Tarot Martin 4008 330 KV zusammen mit leichten 17 Zoll Props (z.B. die von Mejzlik). Die 18 Zoll "fancy" Tarot Props oder auch die schon recht schweren T-Motor 17 Zoll Props überfordern den Motor hingegen. Auf die von Keilie empfohlenen MAD 5008-240 würde ich hingegen erst gehen, wenn die Rotoren mindestens 18 oder 20 Zoll groß sein sollen. Damit wird der Hexa aber schon sehr groß und wenn er dann keine Klapparme hat, wird der Transport schwierig.

 

Mit den Tarot MT 4008-330 und 17 Zoll kommst Du auf eine Maximal Schub von mindestens 2,2 kg, in Summe also über 13 kg Schub. Für einen Kopter bis 5 kg haben sie dann noch geügend Reserve um sicher zu landen, selbst wenn ein Antrieb ausfällt (und dann bei einfacheren Controllern i.d.R. der genüberliegende auch runtergeregelt wird).

 

Als ESCs haben sich die DYS XS30A (oder Nachfolger) mit BLHeli_S Firmware und die DYS Aria 35A mit BLHeli_32 Firmware bei uns bewährt. Sofern die ESCs in Motornähe sitzen (also lange Zuleitungen haben), sollten unbedingt noch Low ESR Stütz-Elkos (z.B. mit 470 µF und 50V) drauf.

 

Den AUAV-X2 würde ich übrigens für einen Neuaufbau auch nicht mehr übernehmen. Er ist noch FMUv2 und bei PX4 gilt er als "discontinued".



#6 fingadar

fingadar
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Geschrieben 16. August 2018 - 06:30

Bitte setzt nicht den Leuten den Floh ins Ohr, FMUv2 sei nicht mehr zeitgemäß und sie sollen einen neueren FC nehmen. FMUv2 ist erprobt, bewährt und es gibt weder bei Arducopter noch bei PX4 nichts, das etwas > FMUv2 benötigen würde. Der einzige Grund, den FC zu tauschen wäre eventuell, wenn darauf noch ein STM mit dem 1Mbyte-Bug werkelt (also vor V3).

Alles, was nach v2 bislang auf den Weg gebracht worden ist, hat potentiell mehr Probleme als Nutzen gebracht. v3/4 hat nie wirklich eine Rolle gespielt (ich persönlich habe den Pixracer schon immer als eine völlige Richtung angesehen), und v5 ist noch so neu, dass sich da noch gar nichts sagen lässt.

Es gibt aktuell (und absehbar noch eine ganze Zeit lang) keinerlei Grund, einen funktionierenden FMUv2 gegen einen neueren zu tauschen.

Viele Grüße,
Stefan

#7 el Kopto

el Kopto
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Geschrieben 16. August 2018 - 07:54

OK, ich korrigiere mich gerne in sofern, dass nicht PX4 den AUAV-X2 "discontinued" hat, sondern der Hersteller das Board nicht mehr produziert und es deshalb auf den PX4 Seiten als "discontinued" erscheint. Den 1 MB Bug hat die CPU vermutlich nicht mehr, denn es ist eine "V3".

 

Dennoch sind mir Argumente wie "FMUv2 ist erprobt" vs. "v5 ist noch so neu" bzw. "alles nach v2 hat potenziell mehr Probleme als Nutzen gebracht" zu pauschal und zu unsubstantiiert. Eine Naza V2 oder CC3D sind auch erprobt, dennoch würde ich sie für neue Plattformen nicht mehr nehmen, selbst dann, wenn deren Software noch weiter gepflegt werden würde.

 

Wenn dem Flightcontroller immer aufwendigere Algorithmen und Filter aufgebürdet werden (z.B. EKF3) und immer mehr Aufgaben quasi parallel erledigt werden sollen - und das noch in immer kürzeren Loop-Zyklen, dann ist es eben besser, eine CPU mit 216 MHz und 512 KB RAM drin zu haben. Neuere Sensor-Generationen sind i.d.R. auch besser (z.B. Temperatur-stabiler).

 

Um eine Kamera durch die Gegend zu schaukeln oder ein Feld nach Rehkitzen abzusuchen, genügt sicherlich auch noch eine FMUv2. Es gibt aber auch Leute, die mehr mit so einem Ding vorhaben und es gibt scheinbar eine Reihe von Leuten, die auch jetzt schon auf der FMUv5 und auf AC 3.6.0 Release Candidates testen, so dass das Argument "ist noch zu neu und zu unerprobt" sich bald nicht mehr halten lässt, wenn AC 3.6.0 "stable" raus ist.



#8 fingadar

fingadar
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Geschrieben 16. August 2018 - 08:41

Wenn es ein V3 ist, dann hat der den 1Mbyte-Flashbug nicht nur vermutlich, sondern definitiv nicht mehr.

Eine Naza V2 gegenüber neueren FCs in einen Vergleich mit den einzelnen FMUv-Versionen als Vergleich einbringen zu wollen, ist so abwegig, dass ich den gar nicht erst weiter kommentiere.

Nenne mir auch nur ein Feature, eine Erweiterung oder nur eine Funktion, die eine v5 voraussetzen würde. Und bitte jetzt hier nicht wieder die Buzzwords mit „besseren Sensoren“ oder „Loop-Zyklen“, denn zumindest beim Arducopter ist die F4 der FMUv2 weit entfernt, auch nur ansatzweise ausgelastet zu sein. Und das wird auch noch sehr lange Zeit so bleiben, zumal die kommende Migration von NuttX weg hier mehr bringen wird als jede Veränderung von F4 zu F7. Für EKF3 gibt es ebensowenig die Notwendigkeit eines Umstiegs.

Der Sprung von der klassischen Version Pixhawk zu Pixhawk 2.1(The Cube) war schon nicht ganz ohne kleinere Probleme. Die FMUv4 macht bis heute immer wieder mal mit völlig unvorhergesehenen Schwierigkeiten auf sich aufmerksam (gut da bin ich nicht objektiv, weil sich meiner Meinung nach Meier einfach verrannt hatte).

Nur die Tatsache, dass die kommende AC3.6 auch FMUv5 unterstützen wird, und selbstverständlich Leute das auch testen, ist etwas anderes, als vom gleichen Stand der praktischen Erprobung z.B. der FMUv2 sprechen zu können. Die v5 gibt es nun seit ... 3 Monaten?

Ich habe nichts gegen Weiterentwicklung, und wahrscheinlich werde ich nächstes oder übernächstes Jahr die v5 toll finden. Wenn sie sich bewährt hat. Und so lange empfehle ich eine neue Plattform nur Leuten, die schon ein gerütteltes Maß an Erfahrung mit der Architektur haben. Die abschätzen können, ob dieses oder jenes eventuell auftretende Problem an ihrem Aufbau liegt oder eventuell ein Problem mit der neuen Architektur vorliegt.

Du magst die v5. Das ist ok. Aber versuche bitte nicht, andere Leute dazu bekehren zu wollen, ihr völlig ausreichendes Equipment zu wechseln. Du hattest wieviele UAVs mit irgendeiner FMU-Version bislang in der Luft?

Viele Grüße,
Stefan

#9 Upgrade 08/15

Upgrade 08/15
  • 518 Beiträge

Geschrieben 16. August 2018 - 11:42

Wenn es ein V3 ist, dann hat der den 1Mbyte-Flashbug nicht nur vermutlich, sondern definitiv nicht mehr.


Bezeichnet V3 die Version des AUAV-X2? Ist diese auf dem Board aufgedruckt? Ich hatte mit dem Auav schon alle möglichen Probleme. Wie würde sich der flashbug bemerkbar machen?

#10 possi

possi
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  • Viele selbstgebaute Langflugkopter als Kameraträger. Weltrekord im rein-elektrischem Kopter-Langflug mit 174 Minuten.

Geschrieben 16. August 2018 - 16:22

Die Diskussion ob ein Hexa wirklich Ausfallsicherheit bietet hatten wir schon einmal. Darauf will ich jetzt nicht eingehen.Wichtig wäre noch zu wissen wie groß der Kopzter werden darf.Wenn du wirklich neu baust und 1,5kg Nutzlast haben möchtest dann solltest du auf 6s gehen.gute leichte ESCs sind BLHeli32 ESCs zu empfehlen den DYS Aria 35Agute Motoren MAD 5008-240geeignete Porops 18" TAROT Fancy


das wird sicher ein tolles, aber auch sehr großes rig... da brauchts dann schon 20x20 cfk rechteckrohre wenn das als einfaches hexaframe stabil sein soll!

#11 Upgrade 08/15

Upgrade 08/15
  • 518 Beiträge

Geschrieben 16. August 2018 - 19:21



das wird sicher ein tolles, aber auch sehr großes rig... da brauchts dann schon 20x20 cfk rechteckrohre wenn das als einfaches hexaframe stabil sein soll!

 

Ja, 18'' sind mir in nicht-koaxialer Anordnung definitiv zu gross. Ich habe keine Zahlen im Kopf, aber ich glaube nicht, dass ich den noch ohne Schwierigkeiten ins Auto bekommen würde. 

 

Das Projekt wird ja doch etwas aufwändiger, als ich dachte. Vor allem bin ich mir über das Frame bzw. die Propelleranordnung sehr unsicher. Fürs erste werde ich wohl den alten Okto wiederbeleben, damit ich während der Planung und des Baus trotzdem noch fotografieren kann.

 

Den ursprünglich klassischen flat-okto werde ich nun als 'double-sandwich' mit 11'' Propellern wiederaufbauen. Falls sich diese Variante bewährt, wäre die Bauweise sogar für das neue Projekt in frage kommend.

(die CAD Bilder sind nur als Veranschaulichung des Konzepts gedacht; das Modell ist nicht in den korrekten Massen gezeichnet)

44075457901_5c0e389b4e_b.jpg

 

42266767720_35695493f8_b.jpg

 

30207561038_9b16c4bd7e_b.jpg

 

Vorteile:

- Propellerebenen sind 1cm versetzt, ohne dass ein grösseres Hebelmoment in Ausleger-Längsachse entsteht --> Dadurch Verwendung grösserer Propeller als für die Framegrösse eigentlich normal möglich

- Gleich 2 Ausleger können 'in voller Länge' verwendet werden (D.h. in der Mitte durchgehend) -> Gut für die Stabilität

- Weniger Propeller im Bild als bei Koax oder normaler 'flat' Anordnung

 

Nachteil: 

- Eine Centerplate mehr

- Propeller überlagern sich


Bearbeitet von Upgrade 08/15, 16. August 2018 - 19:25.


#12 el Kopto

el Kopto
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  • Hexa / Matrice 100 hybrid mod / Jordana Endurance mit N3 + LB2 + PulseKraft PWM Erweiterung

Geschrieben 16. August 2018 - 20:45

Nenne mir auch nur ein Feature, eine Erweiterung oder nur eine Funktion, die eine v5 voraussetzen würde. Und bitte jetzt hier nicht wieder die Buzzwords mit „besseren Sensoren“ oder „Loop-Zyklen“, denn zumindest beim Arducopter ist die F4 der FMUv2 weit entfernt, auch nur ansatzweise ausgelastet zu sein. Und das wird auch noch sehr lange Zeit so bleiben, zumal die kommende Migration von NuttX weg hier mehr bringen wird als jede Veränderung von F4 zu F7. Für EKF3 gibt es ebensowenig die Notwendigkeit eines Umstiegs.

 
Es geht nicht um ein einzelnes Killer-Feature, sondern darum, wieviele Features und Automatismen in Kombination möglich sind. Solange für Deine Aufgaben die FMUv2 genügt, ist ja alles gut und ich sagte ja selbst schon, dass für normale Anwendungen sicherlich auch eine v2 noch eine Weile ausreichen wird. Meine Vorhaben mit dem FC werden jedenfalls um einiges darüber hinausgehen und da habe ich gerne ein paar Reserven und profitiere auch gerne von Erfahrungen, die zwischenzeitlich in die Weiterentwicklung der Hardware-Plattform eingeflossen sind.
 
Ich "bekehre" hier niemanden, die v5 zu nehmen, sondern berichte lediglich von meinen bislang positiven Erfahrungen damit und verfolge dabei auch sehr genau die aktuellen Berichte und Diskussionen in den entsprechenden Foren. Ich rate jedem, das ebenfalls zu tun und sich nicht nur auf Einzelmeinungen zu verlassen.
 
Wenn jemand eine neue Plattform aufbaut, die wohl erst dann soweit sein wird, wenn auch AC 3.6.0 aus der Betaphase raus ist und schon weitere Erfahrungen zur v5 vorliegen werden, sollte die Frage berechtigt sein, ob man noch einen mehrere Jahre alten FC übernehmen sollte (der AUAV-X2 kam wohl 2014 auf den Markt, die Naza M V2 ist auch nur rund ein Jahr älter - soviel zum Thema "abwegiger Vergleich"...). Zudem berichtete @Upgrade 08/15 von diversen Problemen damit, wobei sich mangels konkreterer Infos auch für mich die Frage stellt, inwieweit sie auf den FC zurückzuführen sind. Die Gründe können natürlich vielfältig sein.
 
Dass sich unsere Sichten auch hier wohl so schnell nicht annähern werden, ist ja nicht das erste Mal - und OK, solange es auf der Sachebene bleibt. Schön, dass hier immer noch jeder seine eigene Meinung vertreten kann. Die Argumente liegen jedenfalls auf dem Tisch und die Mitleser können sich ihr eigenes Bild machen - sind ja alle mündig und erwachsen.
 

Bezeichnet V3 die Version des AUAV-X2? Ist diese auf dem Board aufgedruckt? Ich hatte mit dem Auav schon alle möglichen Probleme. Wie würde sich der flashbug bemerkbar machen?

 
V3 bezog sich in dem Falle auf die konkrete Revision der CPU und nicht der FMU insgesamt. Soweit ich die Specs zum AUAV-X2 bei PX4 sah, hat sie eine Revision 3: https://docs.px4.io/...er/auav_x2.html
 

Fürs erste werde ich wohl den alten Okto wiederbeleben, damit ich während der Planung und des Baus trotzdem noch fotografieren kann.
 
Den ursprünglich klassischen flat-okto werde ich nun als 'double-sandwich' mit 11'' Propellern wiederaufbauen. Falls sich diese Variante bewährt, wäre die Bauweise sogar für das neue Projekt in frage kommend.


Die von Dir gezeigte Art der "Wiederbelebung" ist interessant - für mich aber eigentlich auch schon ein Neuaufbau. Dann würde ich aber erst mal in Frage stellen, ob es wirklich wieder ein Octo werden soll. Laut Thread-Titel möchtest Du einen "Langflug-Kopter" für eine vergleichsweise geringe Payload und da denke zumindest ich zu allerletzt an ein Octo-Design.


Bearbeitet von el Kopto, 17. August 2018 - 00:10.


#13 Upgrade 08/15

Upgrade 08/15
  • 518 Beiträge

Geschrieben 17. August 2018 - 19:56

 

Die von Dir gezeigte Art der "Wiederbelebung" ist interessant - für mich aber eigentlich auch schon ein Neuaufbau. 

 

Nein, weil ich brauche nur einen neuen Arm (Ersatz für jenen, der beim Biegen kaputt ging) und eine zusätzliche Centerplate. Den ganzen Rest kann ich übernehmen. 11'' Propeller habe ich noch einige.

Als 'proof of concept' dürfte das ausreichen. Die Propellerüberlagerungen könnten möglicherweise zu unangenehmen Geräuschen/Vibrationen/ sonstigen aerodynamischen Effekten führen. Aber das wird sich dann zeigen.

 

Die Probleme mit dem AUAV-X2 sind meiner Meinung nach nicht Kopter oder Benutzer verursacht. Ich werde allenfalls morgen noch ein paar Dinge dazu schreiben.

 

Gute Nacht allerseits


Guten Abend,

 

Dann würde ich aber erst mal in Frage stellen, ob es wirklich wieder ein Octo werden soll. Laut Thread-Titel möchtest Du einen "Langflug-Kopter" für eine vergleichsweise geringe Payload und da denke zumindest ich zu allerletzt an ein Octo-Design.

Der 'alte' Kopter war/ist ein Okto, und mit den Komponenten würde er auch nicht als Hexa fliegen. Also für den 'Ersatz-Kopter' bis etwas neues gebaut ist, habe ich nicht wirklich eine Wahl.

 

Den neuen Kopter würde ich zwar gerne als Hexa bauen, aber anscheinend ist da die Redundanz nur bedingt/nicht gewährleistet. Und im Falle eines Motorausfalles will ich definitiv weiterfliegen können. Beim aktuellen Okto ist mir mal ein Regler ausgestiegen, und ich habe erst beim Landen wirklich bemerkt, dass er nur mit 7 Motoren flog. 

Insbesondere der neue Kopter wird mir zu teuer, als dass ich ein nicht-redundantes Design verwenden möchte.

 

 

Betreffend Auav-X2:

Ich hatte mit diesem alle möglichen Probleme, als ich auf die AC3.3 Firmeware (von AC3.2) geflasht hatte. Er hat mir keine Starterlaubnis erteilt (div. Fehlermeldungen), ich konnte ihn nicht mit dem PC verbinden (gemäss Nick waren das Treiberprobleme mit win10, die man damals am lösen war), und manchmal ging er in einen 'bluescreen modus' wo einfach gar nichts ging - das sah dann so aus:

Ich habe dann zurück auf AC3.2 geflasht, und dann flog er wieder und das verbinden mit dem Pc funktionierte meistens (also bis heute funktioniert es ungefähr in der Hälfte der Versuche). Das Spiel Ac3.2->Ac3.3 habe ich später noch einmal wiederholt, mit demselben Resultat. Deswegen fliegt der Kopter auch jetzt noch mit der alten (aber funktionierenden) Ac3.2 firmware.

 

Freundliche Grüsse,

Christian

 

P.s. den alten Kopter im neuen Frame design und mit 11'' (anstelle der alten 10'') Propellern werde ich hoffentlich morgen fertigstellen und ausprobieren können :)


Bearbeitet von Upgrade 08/15, 17. August 2018 - 20:09.


#14 el Kopto

el Kopto
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Geschrieben 17. August 2018 - 21:13

Den neuen Kopter würde ich zwar gerne als Hexa bauen, aber anscheinend ist da die Redundanz nur bedingt/nicht gewährleistet. Und im Falle eines Motorausfalles will ich definitiv weiterfliegen können. Beim aktuellen Okto ist mir mal ein Regler ausgestiegen, und ich habe erst beim Landen wirklich bemerkt, dass er nur mit 7 Motoren flog. 

Insbesondere der neue Kopter wird mir zu teuer, als dass ich ein nicht-redundantes Design verwenden möchte.

 

Worauf stützt sich Deine Annahme von nur bedingter bzw. nicht gewährleisteter Redundanz eines Hexas?

 

Alle halbwegs aktuellen Software-Stacks sollten das heutzutage beherrschen. Schon ein recht betagter Wookong M (erschien 2012) hat das bei mir sauber geregelt bekommen. Manche Controller regeln das etwas etwas primitiver, indem sie den gegenüberliegenden Motor ebenfalls runterregeln. manche regeln es "intelligenter", indem sie die verbleibenden 5 Motoren passend ansteuern.

 

Du wirst es einem Hexa zwar deutlicher als einem Octo anmerken, wenn ein Antrieb ausfällt, aber solange er so dimensioniert ist, dass auch vier Motoren noch genügend Schubreserve haben, wirst Du ihn heil zurückbekommen.

 

Zu Deinem AUAV-X2: Seit AC 3.2 und auch 3.3 hat sich einiges getan. Hast Du mal probiert, ein aktuelleres Release zu flashen?



#15 Upgrade 08/15

Upgrade 08/15
  • 518 Beiträge

Geschrieben 18. August 2018 - 11:57

Worauf stützt sich Deine Annahme von nur bedingter bzw. nicht gewährleisteter Redundanz eines Hexas?

 

Keile hat geschrieben 'Die Diskussion ob ein Hexa wirklich Ausfallsicherheit bietet hatten wir schon einmal. Darauf will ich jetzt nicht eingehen.'

Daraus habe ich abgeleitet, dass ein Hexa eben nur bedingte Redundanz bietet. Zudem habe ich vor einiger Zeit auch schon die eine oder andere Diskussion dazu gelesen.

Wenn ein gut motorisierter Hexa redundant ist, würde ich bevorzugterweise einen Hexa- und keinen Oktokopter bauen.

 

Zu Deinem AUAV-X2: Seit AC 3.2 und auch 3.3 hat sich einiges getan. Hast Du mal probiert, ein aktuelleres Release zu flashen?

Ehrlich gesagt war nach den 2 Versuchen von Ac3.2 -> 3.3 meine Motivation für erneutes Flashen ziemlich am Boden, zumal ja auch immer alle Kalibrationen, Werte wie PIDs, RTH Höhe, Stickbelegung usw. neu eingestellt werden müssen, was schon ziemlich aufwändig ist.

Aber ich denke, ich könnte nächste Woche einen neuen Versuch starten, und auf die neuste stable firmware flashen.


Bearbeitet von Upgrade 08/15, 18. August 2018 - 11:57.






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