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H520 mit anderer Wärmebildkamera als CGO-ET?

yuneec typhoon typhoon h hexacopter

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16 Antworten in diesem Thema

#16 fingadar

fingadar
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  • Hexakopter mit redundantem Pixhawk/Arducopter und RasPi3 Companion
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Geschrieben 13. August 2018 - 08:53

Die Quelle findest Du in der geschlossenen Facebook Gruppe "Yuneec H520 EU"

 
Das ist jetzt nicht gegen Dich persönlich gerichtet, aber genau das ist das, was mich bei Yuneec inzwischen wirklich ärgerlich macht.
 
Da wird wieder einmal eine Behauptung aufgestellt, in diesem Fall, dass plötzlich ausgerechnet der VDE(!) eine Auflösungsempfehlung für die Prüfung von PVAs herausgegeben haben soll. Mal abgesehen, dass so eine völlig substanzlose Pixelangabe ohne weitergehende Betrachtung der Anlage, der Prüfungsumgebung und weiterer Betriebsparameter völlig ohne Aussagekraft ist, wird also als Quelle dafür ausgerechnet auf eine geschlossene Benutzergruppe auf Facebook(!) verwiesen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es so eine Empfehlung in der Form nicht gibt. Für den Gegenbeweis bin ich natürlich gerne offen.
 
Mit genau mit dieser merkwürdigen Informationspolitik geht es seit der Einführung des H520 und des aggressiven Versuchs von Yuneec, in bestimmten Bereichen Fuß zu fassen.
 
Erst wird bei der CGO-ET gar keine Auflösung des WB-Teils angegeben. Statt dessen verweist man in den ersten Marketingunterlagen ausschließlich auf die 1980px des Realbildteils. Dann wird irgendwann, als die niedrige Auflösung sich dann doch herumspricht, die wohl reale Angabe mit 190x120px nachgeschoben. Und seit dem wird immer eine WB mit höherer Auflösung für die H520 unter der Hand angekündigt. Ja, auch ich hatte einen Yuneec-Mitarbeiter hier bei mir im Büro sitzen.
 
Dann wird der H520 von "Yuneec Commercial Partnern" als die optimale bezahlbare Maschine für den zugkräftigen, sehr emotional geprägten Bereich der Rehkitzrettung angepriesen. Und an Laien verkauft. Dabei wird aber geflissentlich verschwiegen, dass die Auflösung der ET-CGO maximal für eine Flughöhe von ca. 12m ausreicht (15m unter sehr guten Bedingungen). Statt dessen zeigt man mehr oder weniger gestellte Youtube-Videos, die demonstrieren sollen, wie gut das doch gehe. Nein, tut es in der Praxis nicht. Der Bereich ist sowieso sehr schwierig, und erst langsam kommt hier ein (auch erst auf politischen Druck) Umdenken in Gang. Dass dann bei Suchaktionen auf Grund von Falschinformation und damit verbundenen Fehlern in der Einsatzdurchführung nach einer H520-Befliegung einer Heuwiese von ein paar wenigen Hektar insgesamt 4 Rehkitze übersehen wurden (der Bediener flog in 25m Höhe, wie ihm das bei der Einweisung gezeigt worden ist), schadet dem ganzen Bereich.
 
Genauso im BOS z.B.: Warum gibt es, ausgerechnet in Bereichen mit Hochverfügbarkeitsanforderungen wie BOS, kein Batteriemanagement-Konzept? Die Aussage von einem Yuneec-Mitarbeiter, so etwas bräuchte man nicht, die Lipos würden sich schon nicht so schnell entladen, muss ich wohl nicht weiter kommentieren.
 
 

Ok, für die Bastelversion würdest Du keinen H520 kaufen ... warum nicht? Ich finde diese Lösung mit zusätzlich angebauter Flir nicht uninteressant. Eine Übertragung auf einen separaten Monitor für den "Spotter" halte ich sowieso für unabdingbar.

 
 
Jetzt hast Du mich missverstanden. Ich fliege sowieso mit anderen Koptern (einfach die Forumssuche bemühen). Ich meinte, nur um einfach mal so zu versuchen, eine FLIR an einen H520 anzubauen, kaufe ich persönlich mir keinen H520. Nur wenn mir jemand einen H520 für einige Zeit stellen, würde ich mal schauen, ob das geht, und zu welchem Aufwand :-)
 
 

Na, das mit dem Rechnen scheint noch nicht ganz zu klappen ...

 
 
190x120px = 22800 Pixel
320x240px = 76800 Pixel ergo das 3,37fache. Hast also recht mit dem Rechnen :-)
 
Wobei hier allerdings mal wieder zu beachten ist, dass nirgendwo stand, dass der Sensor der wohl kommenden ET101 diese Auflösung hat. Es stand nur da, dass angeblich die VDE diese Auflösung empfohlen haben soll.
 
Viele Grüße, 
Stefan

Bearbeitet von fingadar, 13. August 2018 - 09:52.


#17 el Kopto

el Kopto
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Geschrieben 13. August 2018 - 10:15

Die Kritik von Stephan teile ich 1:1.

 

Um es positiv auszudrücken: Ich bin erstaunt, wie es Yuneec gelang, den Tornado H / H520 dermaßen massiv in den BOS, DLRG etc. Bereich reinzudrücken. Scheinbar waren die Budgets dort bislang so knapp, dass die vermeintlich günstige Einstiegsmöglichkeit über die Vernunft siegte. Wenn ich dann noch sehe, wie in Facebook Gruppen "Drohneneinsatzfahrzeuge" präsentiert werden, die für viel Geld entweder dafür neu angeschafft oder entsprechend umgestaltet wurden, um dann so einen - in meinen Augen unprofessionellen - Kopter spazieren zu fahren, staune ich umso mehr über die Aufteilung der Budgets.

 

@Stephan: Die Thermal-Auflösung der CGO ET ist nicht 190x120 sondern 160x120. Ich sah auch mal irgendwo Vergleiche mit RAW Bildern eines 80x60 Sensors, die sich praktisch nicht von den 160x120 px Bildern der CGO ET unterschieden. Es ist für mich also sogar fraglich, ob der Sensor physisch überhaupt die 160x120 px liefert oder ob schon die per Software interpoliert sind.

 

Abgesehen von der minderwertigen Thermalkamera ist der Kopter auch hinsichtlich seiner Flugzeiten, der Qualität der Videoübertragung und der mangelnden Regenfestigkeit aus meiner Sicht für professionelle Anwendungen nicht geeignet. Mich würde mal interessieren, wieviel Prozent der Einsätze, bei denen man von einer Thermalkamera profitieren würde, in Schlechtwettersituationen stattfinden. Das werden aber sicherlich die BOS, DLRG etc. im Laufe der Zeit analysieren und sich vielleicht vor Anschaffung der nächsten Kopter-Generation die Eignung der Komponenten und den Markt etwas genauer anschauen.

 

Zumindest die Schlechtwetter-Tauglichkeit spielt bei der Rehkitzrettung nur eine untergrordnete Rolle.







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