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Airspace CTR Ground 0 wirklich kein Fliegen mit der Drohne?

airspace ctr fliegen dji phantom 4 phantom 4 pro recht glaube

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19 Antworten in diesem Thema

#16 644731

644731
  • 755 Beiträge

Geschrieben 24. Juli 2018 - 07:44

Hi.
Der Link zu myfly ist leider alt bzw. falsch, also die Info.
Gemäß aktueller LuftVO darf man z.B. mit einem Flugmodell bis 50m aufsteigen, auch in Kontrollzonen solange man außerhalb 1,5km zur Flugplatzgrenze ist. Auch wird kein Unterschied gemacht ob die Kontrollzone DFS, TTC oder milit. kontrolliert ist.
Viel Info im Internet, auch Videos, sind schlichtweg alt oder falsch!


Für die Situation des TE stimmen aber alle dort gegebenen Informationen. Das einzige, was nicht stimmt ist die Unterscheidung zwischen Flugmodellen und UAV - die Angaben für UAV sind aber gültig.

Ansonsten steht dort *nicht*, dass rechtlich zwischen DFS, TTC und AustroControl unterschieden werden würde. Es steht lediglich dort, dass dies die verschiedenen Betreiber der Kontrollzonen in Deutschland sind und man sich bei der für die Kontrollzone zuständigen Stelle die Freigabe einholen muss (z.B. wenn man höher als 50m fliegen will, was ja nicht generell verboten ist). Bei der Einholung der Freigabe wird natürlich zwischen diesen Betreibern unterschieden, weil Dir die AustroControl keine Freigabe für eine DFS-Kontrollzone geben wird.

Weiterhin steht da, dass eine Freigabe automatisch erteilt ist, wenn man niedriger als 50m fliegt und weiter als 1,5km vom Flughafen weg ist. Genau das ist doch das, was der TE wissen will.

Und militärisch kontrollierte Zonen unterliegen natürlich anderen Regelungen, die auch nicht aus der LuftVO hervorgehen müssen bzw. diese überlagern können.

Mein Freund wohnt dort - und würde gerne von seinem Haus wenn ich ihn Besuche ein Luftfoto bzw sogar ein Video von seiner Hütte machen wollen.


Das Problem wird meines Erachtens in der Praxis ein anderes sein:

Du darfst zwar bis zu 50m über der "Hütte" Deines Freundes fliegen, allerdings wird das keinen Winkel erlauben, aus dem man das Haus Deines Freundes vernünftig sieht, jedenfalls dann nicht, wenn sein Grundstück nicht mindestens 50m lang wäre.

Wenn Du näher bist, passt entweder das Haus nicht "auf's Bild" oder der Winkel ist zu steil, so dass man nur das Dach sieht.

D.h. in der Praxis müsstest Du wohl über andere Grundstücke fliegen und wenn das Wohngrundstücke sind bräuchtest Du deren EInverständnis.

Bearbeitet von JeZe, 24. Juli 2018 - 07:50.


#17 Rusty

Rusty
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Geschrieben 24. Juli 2018 - 09:51

Danke für eure Zahlreichen Antworten. Der Flughafen München ist 6,5km (Luftlinie), vom eigentlichen Vorhaben die Drohen zu starten , entfernt.
Flugzeuge sind da noch recht Hoch und fliegen den Flughafen auch von einer anderen stelle aus an, als ich vorhabe meine Drohne aufsteigen zu lassen.
 
Somit wenn ich euch Richtig Verstanden habe - gäbe es Rechtlich kein Problem bis 50m. Selbstverständlich würde ich nie die Drohne auf eine Höhe bringen wo sie in der Umgebung nichts zu suchen hat.
 
Was soll man eurer Meinung nach eigentlich tun, wenn man halt in dieser "Rosa Zone" bis auf 30 oder gar 50m Höhe fliegt und von den Freundlichen in Grün angesprochen wird.?
Ich meine es ist zwar toll das wir uns hier austauschen - und man mir hier auch soweit erklärt das ich 6.5km vom Flughafen eigentlich nichts Verbotenes tue - nur hilft einem das glaube ich nicht viel wenn ein Polizist dort eine ganz anderer Meinung ist.


Die Meinung eines Polizisten ist nicht relevant. Warum sollte er überhaupt einfach so auftauchen?

Wenn jemand der Meinung ist die Polizei zu informieren oder dich anzuzeigen zählen ja Fakten. Es gibt eine „handvoll“ Regeln zu beachten. Wenn das passt ist alles gut.

Für die Situation des TE stimmen aber alle dort gegebenen Informationen. Das einzige, was nicht stimmt ist die Unterscheidung zwischen Flugmodellen und UAV - die Angaben für UAV sind aber gültig.
Ansonsten steht dort *nicht*, dass rechtlich zwischen DFS, TTC und AustroControl unterschieden werden würde. Es steht lediglich dort, dass dies die verschiedenen Betreiber der Kontrollzonen in Deutschland sind und man sich bei der für die Kontrollzone zuständigen Stelle die Freigabe einholen muss (z.B. wenn man höher als 50m fliegen will, was ja nicht generell verboten ist). Bei der Einholung der Freigabe wird natürlich zwischen diesen Betreibern unterschieden, weil Dir die AustroControl keine Freigabe für eine DFS-Kontrollzone geben wird.
Weiterhin steht da, dass eine Freigabe automatisch erteilt ist, wenn man niedriger als 50m fliegt und weiter als 1,5km vom Flughafen weg ist. Genau das ist doch das, was der TE wissen will.
Und militärisch kontrollierte Zonen unterliegen natürlich anderen Regelungen, die auch nicht aus der LuftVO hervorgehen müssen bzw. diese überlagern.


Ich wollte auch nicht sagen das in dem Link alles alt oder falsch ist. Es ist nur ein Beispiel. Die Sache mit den 30m z.B. kommt aus der Zeit vor April 2017 und hat ja Relevanz.

Milit. Kontrollzonen unterliegen grundsätzlich auch der gleichen LuftVO wie zivile. Besondere Regeln für uns Modellflieger werden in der LuftVO diese betreffend nicht genannt.

#18 Joe_West

Joe_West
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Geschrieben 24. Juli 2018 - 10:59

[...]

 

Wenn ich diesem Link folge, [....] : https://www.dfs.de/d... Flughafennähe/

 

[...]

 

Ich denke damit bin ich gut bedient , Ausdrucken und mitnehmen wie du ja schon sagtest. 

 

Dankeschön


Die Meinung eines Polizisten ist nicht relevant. Warum sollte er überhaupt einfach so auftauchen?

Wenn jemand der Meinung ist die Polizei zu informieren oder dich anzuzeigen zählen ja Fakten. [...]

 

Naja man kennt das doch - die netten in Grün tauchen immer dann auf ,wenn man es am wenigsten erwartet.

 

Gründe können sein -

  • Ein Anwohner hat sich Beschwert weil die Drohne Laut ist
  • Ein Einwohner hat mit seinem Parallaxenfehler gesehen das ich fast mit einem Flugzeug Kollidiert bin - 
  • Ein Einwohner könnte auch die Polizei rufen weil dieser der Meinung ist ich würde seine Gattin im Garten Filmen ,welche vor Schreck das Bier des Ehemanns hat fallen lassen . 

 

Angehängte Datei  München001.jpg   403,16K   0 Mal heruntergeladen

 

Hier im Bild sehen wir ein Google Earth ausschnitt von meinem Vorhaben.

 

Die weiße Linie ist von einem Abstand von 1,5km vom Flughafen

 

Im Ort "Neufahrn" wollte ich aufsteigen. 20m vielleicht auch 30 mehr macht kein großen Sinn  Überwiegend wird es eh meist in Boden Nähe bis 15m sein. 

Dort ist auch ein See welchen man ebenfalls gut auf dem Bild erkennen kann - auch dort gibt es gute stellen zum Aufsteigen und paar schöne Aufnahmen zu machen.

 

Sein Haus welches in der Nähe der S-Bahn Haltestelle liegt würde ich ebenfalls Fotografieren wollen (wäre auf seinem Grundstück)

 

Und weil das ganze "fast" im Landeanflug der Verkehrsflieger ist - wollte ich halt auf Nummer sicher gehen.

Dank der tollen Links - insbesondere von Micha001 , denke ich das ich damit gut bedient bin.  Und eventuell dies als Ausdruck in Papier Form den Leuten in Grün auch Vorzeigen kann.



#19 644731

644731
  • 755 Beiträge

Geschrieben 24. Juli 2018 - 11:39

Milit. Kontrollzonen unterliegen grundsätzlich auch der gleichen LuftVO wie zivile. Besondere Regeln für uns Modellflieger werden in der LuftVO diese betreffend nicht genannt.

Natürlich gilt die LuftVO auch für militärische Kontrollzonen, aber die Interpretation, dass alles erlaubt ist, was in der LuftVO nicht verboten ist, ist nicht richtig. Die LuftVO kann genauso wie jedes andere Gesetz von einer zusätzlichen Regelung, welche einen bestimmten Sachverhalt detaillierter regelt, weiter eingeschränkt werden.

Die Luftwaffe führt hier z.B. aus, dass eine Aufstiegserlaubnis in militärischen Kontrollzonen immer ab Höhe 0 erforderlich ist, was ja bei Tiefflugübungen bei teilweise 30m auch Sinn macht. ;)

http://www.luftwaffe...Multicopter.pdf

Bearbeitet von JeZe, 24. Juli 2018 - 11:40.


#20 Rusty

Rusty
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Geschrieben 24. Juli 2018 - 12:00

Natürlich gilt die LuftVO auch für militärische Kontrollzonen, aber die Interpretation, dass alles erlaubt ist, was in der LuftVO nicht verboten ist, ist nicht richtig. Die LuftVO kann genauso wie jedes andere Gesetz von einer zusätzlichen Regelung, welche einen bestimmten Sachverhalt detaillierter regelt, weiter eingeschränkt werden.
Die Luftwaffe führt hier z.B. aus, dass eine Aufstiegserlaubnis in militärischen Kontrollzonen immer ab Höhe 0 erforderlich ist, was ja bei Tiefflugübungen bei teilweise 30m auch Sinn macht. ;)http://www.luftwaffe...Multicopter.pdf


Da gebe ich dir völlig Recht. Es gibt immer mal lokal weitere Einschränkungen. Das heißt aber im Umkehrschluß nicht das das dann überall gilt. Auf das differenzieren kommt es mir an. Gerne wird verallgemeinert. Zuerst gilt die LuftVO und dann kommt vielleicht noch etwas dazu oder eben nicht.
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