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Konfrontation mit Reitern

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32 Antworten in diesem Thema

#1 manumanu81

manumanu81
  • 12 Beiträge

Geschrieben 16. Mai 2018 - 13:52

Hallo!

 

Letztes Wochenende bin ich bei bestem Wetter weit mit dem Auto raus gefahren Richtung Büdingen, um dort in einem Feld meine Mavic steigen zu lassen. Der genaue Ort ist hier zu sehen:

 

https://www.google.d...515!4d9.0630596

 

Ich habe natürlich nicht die Mavic bei dem Reiterhof steigen lassen, denn das ist ja ein Privatgrundstück. Ich bin schnurstracks den Berg Richtung Felder hochgelaufen und bin da in einem Radius von vielleicht 100-150 Metern um mich herum geflogen - mal mehr oder weniger hoch. Keine spektakulären Aufnahmen - und kein Mensch weit und breit. Bis zu dem Zeitpunkt, als ich nach 20 Minuten gehört habe wie vor mir auf einem Feldweg zwei Reiterinnen erschienen sind - abgestiegen von den Pferden. Ich habe die Drohne dann sofort auf ein Feld weg von den Tieren gesteuert.

 

Doch kaum waren die beiden Damen bei mir ging es auch schon los: "Wie ich es mir denn erlauben können hier einfach so zu fliegen" - "Es sei für die Pferde sehr schädlich, sie sind sehr schreckhaft" - "Es gäbe in der Gegend noch mehr Reiterhöfe" - "Ob ich denn überhaupt eine gewerbliche Lizenz habe"  ... und so weiter. Ich habe versucht höflich zu bleiben, habe darauf hingewiesen, dass grundsätzlich diese Gegend für den Drohnenflug kein Problem darstellt (laut Flugkarten und diverser Drohnenapps - hatte ich vorher gegoogelt). Ich habe auch gesagt, dass ich gerne Rücksicht genommen habe auf die Pferde, daher bin ich mit der Drohne weg von den Tieren Richtung Feld.

 

Das Ergebnis blieb aber der reine Ärger. Nach einer Entschuldigung von mir hat sich dann auch nichts geändert. Sie sind wütend weitergelaufen und ich habe noch im Weggehen gehört, dass das ja alles nicht erlaubt sei und sie sich da jetzt mal einlesen werde - man bräuchte ja eine Lizenz und so weiter und so fort. Ich habe dann relativ frustriert den Flug abgebrochen und bin mit einem sehr unguten Gefühl heimgefahren - denn ich bin ja extra weit raus, um gerade NIEMANDEN zu stören.

 

Nun meine Frage an euch ... wer hat schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Stimmt es, dass ich in dieser Gegend nicht fliegen durfte? Wie verhaltet ihr euch, wenn es eine Flugzone ist, in der ab und an Pferde vorbeitraben? Und kann ich hierfür in irgendeiner Form rechtlich belangt werden?

 

Für ein paar Tipps und Anmerkungen wäre ich euch sehr dankbar!

 

Liebe Grüße,

 

Manuel



#2 Rusty

Rusty
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Geschrieben 16. Mai 2018 - 14:13

Hi.

 

 

Du solltest dich nicht einschüchtern lassen. Scheinbar waren die Damen schlecht informiert. Und als typische Pferdeliebhaber beanspruchen die gerne alles für sich wenn sie unterwegs sind.

 

Pferde sind Fluchttiere und du hast gut reagiert. Mehr musst du nicht machen. Genauso hätten die Damen dich meiden können wenn sie wissen das du dort fliegst. Aber das wäre ja unbequem.

 

Ihr Reiterhof, ihre Welt. Du störst. Ihr Problem. Man muss miteinander auskommen.

 

Höflich bleiben. Situation erklären/aufklären und wenn es zu bunt wird besser gehen.

 

 

Ob das fliegen dort in der Tat erlaubt ist habe ich nicht geprüft ...



#3 Housil

Housil
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Geschrieben 16. Mai 2018 - 14:14

Die Einzigen, die sich hier gestört haben waren die Reiterinnen...

 

Hier waren die Pferde auch max. unbeeindruckt...

https://youtu.be/303vBAZAZYA?t=3m45s

 

 

 


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#4 p1lot

p1lot
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Geschrieben 16. Mai 2018 - 14:48

Schon krass, was man sich da so reinziehen muss... :cussing:

Nach allem was du schreibst warst du eindeutig im Recht. Daher grenzte das Verhalten der Damen eigentlich schon fast an Nötigung, denn sie wollten dich an der Entfaltung deiner persönlichen Freiheitsrechte hindern bzw. stellten dieses Recht ohne Not in Frage.

"Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt." [Art. 2 Absatz 1 Grundgesetz]
 

Im übrigen hast du dich absolut korrekt verhalten. Rechtzeitig den Kopter von den Pferden weg gesteuert. Defensiv deeskaliert.

 

 

Aber wie Rusty schon anmerkte: "Ihr Reiterhof, ihre Welt. Du störst."...


Bearbeitet von p1lot, 16. Mai 2018 - 14:52.


#5 swiss90

swiss90
  • 87 Beiträge

Geschrieben 16. Mai 2018 - 14:51

Wenn die ihr Tier nicht im Griff haben, sollten sie sich besser ein anderes Hobby suchen und nicht du ;-) Denn damit gefährden SIE andere nicht beteiligte Personen.

So was ähnliches haben wir auch schon erlebt. Wir flogen die letzten Jahre eigentlich immer am gleichen Ort. Bis letztes Jahr haben wir uns mit den Reiter/innen auch gut unterhalten. Letztes Jahr war dann alles anders..
Ein Kollege von mir war mit dem Segler in der Luft und da kamen zwei Reiter angeritten. Am Waldrand haben sie sich dann längere Zeit wartend aufgehalten, mein Kollege war mit dem Seger in hoher Höhe wo er niemals ein Pferd stören könnte. 
Die beiden kamen irgendwann dann doch zu uns "Was uns denn einfallen würde, wieso wir nicht sofort landeten, das sei Gefährlich, wenn was passiert müsst ihr das verantworten" und so weiter.. 

Wieso die beiden nicht einfach einen anderen Weg genommen haben oder allenfalls vom Pferd gestiegen sind und kurz zu uns gelaufen sind verstehen wir bis heute nicht. 


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#6 gasmann

gasmann
  • 75 Beiträge

Geschrieben 16. Mai 2018 - 15:29


Ich bin schnurstracks den Berg Richtung Felder hochgelaufen  ----- Dort einen Punkt in maps wäre hilfreich, zu deiner Markierung, bissele dicht am Grundstück.
 
und sie sich da jetzt mal einlesen werde   ---  guter plan, lesen bildet
 
Denn damit gefährden SIE andere nicht beteiligte Personen. ---- genau, was ist schmerzhafter, eine halbe tonne pferd im galopp oder ein wild gewordener mavic
 
Nebenbei, hatten sie denn auch ein Tütchen dabei, nicht zum rauchen, obwohl die Indianer das in schlimmen Zeiten wohl taten, die Tretmienen von meinem chihuahua sind ja eine große gefahr.

Bearbeitet von gasmann, 16. Mai 2018 - 15:34.


#7 Gast-Nutzer

Gast-Nutzer

Geschrieben 16. Mai 2018 - 16:17

Hallo ich habe auch schon so meine Erfahrungen mit Reitern gehabt , am besten sofort landen wenn der Kopter in der nähe ist ,

denn fast jeder Gaul wird nervös wenn er so ein Ding in der Luft wittert , zudem wie kommen die Damen dazu dich um eine Lizenz zu fragen  >:(  , ich persönlich mag es überhaupt nicht wenn Zivilisten sich als möchte gern Aufsichtsorgane aufspielen , aber höflich bleiben ist immer noch die beste Strategie bei solchen Nichtswissern.


Bearbeitet von Hadir, 16. Mai 2018 - 16:31.


#8 Rusty

Rusty
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Geschrieben 16. Mai 2018 - 16:48

Wenn der Kopter hoch und weit weg ist werden die Pferde den nicht sehen und kaum hören wenn überhaupt. Und wittern werden sie Gegenstände auch nicht sondern Lebewesen. Einfach etwas Rücksicht nehmen.

 

2,5 km im Süden ist ein Segelflugplatz (Langensebold), also weit genug weg.

 

10 km östlich ist der Flugplatz Gelnhausen, also weit genug weg.

 

Der Luftraum über dir ist frei bis 762 m.

 

https://secais.dfs.d...in_edit_map.jsp

 

Autobahn und Bundesstraße alle außerhalb 100m.

 

Südlich der L3271 ist ein LSG. Kann sein das man dort nicht darf.

 

500m westlich ist ein NSG (Gründauaue). Dort darf man nicht.

 

http://www.geodienst...0000?layers=588

 

 

Ansonsten sehe ich da auch nichts was das fliegen ausschließen könnte.



#9 Gast-Nutzer

Gast-Nutzer

Geschrieben 16. Mai 2018 - 16:56

Pferdeweiber halt.....sagt schon alles.   ;)


Bearbeitet von itsabrezze, 16. Mai 2018 - 16:57.


#10 susamich

susamich
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Geschrieben 16. Mai 2018 - 17:20

Pferdeweiber halt.....sagt schon alles.   ;)

 

Jo... isso... als Mann eines ehem. "Pferdeweibs" kann ich das bestätigen.



#11 Officier

Officier
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Geschrieben 16. Mai 2018 - 17:29

Vorne weg, zum Thema:
Du hast alles richtig gemacht, man kann dir nichts vorwerfen.

 

Generell tut man aber sich und auch den Reitern ein Gefallen, wenn man mit Pferden wirklich super sensibel umgeht, denn diese Tiere sind genau das ebenso - super sensibel. Und so ne Tonne Pferd wenn durchgeht und auf einen zukommt, dann bringt man sich besser in Sicherheit. Besser also, wenn gar nicht erst dazu beiträgt.
Aber wie schon gesagt, in dieser Situation, hast du alles richtig gemacht.

 

Und jetzt zu den halb-garen Aussagen in diesem Thema:
Ich stimme euch in allem zu, Pferdeweiber sind schon eine eigene Spezies. Aber da ich schon viele Pferdeunfälle gesehen habe, bzw. deren Ausgang, mal ein paar Äußerungen aufgegriffen.

 

Nach allem was du schreibst warst du eindeutig im Recht. Daher grenzte das Verhalten der Damen eigentlich schon fast an Nötigung, denn sie wollten dich an der Entfaltung deiner persönlichen Freiheitsrechte hindern bzw. stellten dieses Recht ohne Not in Frage.

"Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt." [Art. 2 Absatz 1 Grundgesetz]

Typisch deutsch, da ist es direkt Nötigung, wenn jemand auf einen zukommt und einen (unhöflich) kritisiert. Aber Nötigung ist das hier in keinem juristischen Fall, denn sie haben ihn nicht daran gehindert, sein Hobby auszuüben. Weder haben sie ihm die RC weggenommen, noch haben sie die Drohne abgeschossen oder anders zur Landung gezwungen, noch haben sie einen Jammer aufgestellt um das 2,4 GHZ Netz zu stören.
Ein reines (Streit-)Gespräch ist keine Nötigung. Und sie haben ihn auch nicht aufgefordert, eine Lizenz vorzuzeigen.
Kirche im Dorf lassen.

 

Wenn die ihr Tier nicht im Griff haben, sollten sie sich besser ein anderes Hobby suchen und nicht du ;-) Denn damit gefährden SIE andere nicht beteiligte Personen.

Auch wenn lustig gemeint, völlig vorbei an der Realität. Du kannst so lange reiten wie du willst, so viele Jahre Erfahrung haben wie du willst, wenn ein Pferd sich erschrickt und einen Fluchtrefelx bekommt, beherrscht du die 500-1000kg nicht mehr, sondern sie dich. Und das hat auch nichts mit mangelnder Kompetenz im eigenen (Pferde-)Hobby zu tun.
Daher ist es absolut korrekt, dass man als "Störender" (auch wenn man das hier gar nicht tat, oder wenn einem das vllt. selbst nicht bewusst ist) immer bei Pferden in die Defensive gehen MUSS.
Es ist unverantwortlich zum Beispiel zu sagen "Ach ich flieg jetzt mal um die Reiter rum, wenn die ihr Hobby im Griff haben, dann haben sie auch die Pferde im Griff. Ansonsten gefährden sie nicht beteiligte Personen".
Das ist wie am Steuer eines PKWs, wenn die Lenkstange bricht, kannst du dein Auto so beherrschen wie du willst, du wirst gerade aus in das nächste Hindernis fahren.
Also auch wenn man gegenüber den Reitern im Recht ist, man will sich nicht mit einer Tonne Gewicht anlegen, die auf einen zukommt. Hinterher juckt es deine Knochen nicht, ob du recht hattest...

IMMER auf Abstand gehen.



#12 vETNH

vETNH
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Geschrieben 16. Mai 2018 - 18:27

Ich glaub', ich hätte die beiden aufgefordert die Polizei zu rufen...... und Ihnen vielleicht sogar mein Smartphone geliehen - ach nee, das brauche ich ja für's Dröhnchen.


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#13 susamich

susamich
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Geschrieben 16. Mai 2018 - 18:44

Jupp... wie gesagt... ist ein ganz sensibles Thema, da genügt es schon wenn du mit der falschen Kappe auf´m Kopp am Dessurplatz stehst und nur zuschaust.

 

Eigentlich kannst dui nur schnell landen und die Probs ausmachen (sofern die Zeit reicht), oder ganz hoch/weit weg fliegen.

 

VG,

Micha



#14 B69

B69
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  • so dies und das

Geschrieben 16. Mai 2018 - 18:51

es gibt Regeln und Gesetze und so lange man die einhält (und man sich dessen auch sicher ist): 1. nicht einschüchtern lassen, 2. höflich bleiben und den Kravallbürsten insoweit entgegen kommen als dass man 3. den Kopter von den Pferden weglenkt aber das war's dann auch - und last but not least, 4. und wie Die Ärzte schon sangen: "Lasse Redn;)


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#15 Umi

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    Futaba T14SG

Geschrieben 16. Mai 2018 - 18:58

Wenigstens düngt der Mavic nicht die Feldwege ... :D
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