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Flyaway Phantom in Holland oder "Mein Schlimmster Tag..."

dji phantom quadrocopter flyaway

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61 Antworten in diesem Thema

#1 treki6

treki6
  • 4 Beiträge
  • DJI Phantom 2

Geschrieben 20. März 2014 - 21:39

Hallo zusammen,

 

nach Monaten der Trauer bin ich nun bereit über meinen Verlust zu reden L

 

Ende September 2013 fuhr ich mit meiner Freundin in unseren Haupturlaub nach Holland (Westkapelle). Meine geliebte Phantom 1 durfte natürlich nicht fehlen.

 

Damit es im Urlaub auch nicht langweilig wird habe ich mir den Zenmuse H3-2D Gimbal und das dazu gehörige Update Paket gekauft. Nach einem mehrstündigen entspannten Einbau war es soweit und der erste Testflug konnte gestartet werden. Fazit: Ein Traum! 4 Akkus leergeflogen und Wunderschöne Einstellungen am Strand bei Sonnenuntergang aufgenommen.

 

Die nächsten 3 Tage habe ich weitere 10 Flüge unternommen und keine Probleme gehabt. Am Nachmittag des 4ten Tage sitzen wir mit einem befreundeten Pärchen zusammen und die Frage fiel „Wie hoch geht der eigentlich?“. Risikofreudig wie ich bin entschloss ich am nächsten Tag einen Höhenflug durchzuführen. Nach kurzer Recherche wie lang der Akku bei voller Leistung (Steigflug) hält ging es dann zum Startpunkt. Da ich wegen dem Meer (der Campingplatz lag direkt am Meer) etwas besorgt war liefen wir mit den Hunden eine größere Runde ins Landesinnere. Nach einiger Zeit fanden wir dann den für uns perfekten Platz:

https://www.google.d...003098&t=h&z=16

 

Des Risikos eines Absturzes zu 100% bewusst (vom Flyaway hatte ich bis dahin noch nichts gehört) bereitete ich mich sehr gut vor. Es wurde vorher gecheckt ob die aktuellste Firmeware installiert und die Einstellungen richtig waren (Danke an Arthur für seine tollen Videos !!!) Die Batterien des Senders waren neu und auch der Akku wurde doppelt gecheckt. 5 Minuten vor dem eigentlichen Höhenflug führte ich eine Kalibrierung und einen letzten Testflug durch. Akku raus neuer Akku rein und warten bis er alle Satelliten gefunden und die Bestätigung für den Homepoint anzeigte. Hier war ich sehr gewissenhaft, da ich damit rechnete den Kopter außerhalb der Reichweite zu fliegen und ihn mit dem Fail Modus zu retten.

 

So,… nun war es so weit. Mein Kollege hatte eine Stoppuhr dabei, damit ich die Akkuleistung abschätzen konnte. Los geht`s. Ich starte den Kopter lasse ihn in 2 Metern kurz schweben um die Stabilität zu kontrollieren. Keine größeren Bewegungen also starte ich den Steiflug!

 

1 Minute … 2 Minuten … 3 Minuten… Nun kann ich den Kopter nur noch als Punkt wahrnehmen. Ich entscheide mich mit schweißigen Händen zum Stopp. So weit so gut es scheint alles zu funktionieren. Da die GoPro läuft drehe ich den Kopter einmal um die Achse um die Aussicht später zu genießen. Bei der Höhe muss ich raten wann die Umdrehung fertig ist. Noch schnell einen Schwenk nach unten mit dem Gimbal und bei Minute 4 entscheide ich mich zum Rückflug.

 

Also Hebel nach unten und warten … ich merke das er leicht größer wird und so langsam die Positionslichter wieder sichtbar werden (Die Sonne ging langsam unter was eine Perfekte Sicht ermöglichte)…

 

„Hm…“ Nach meinem erstem Augenrunzeln bemerkte ich das der Kopter auf einmal nicht mehr größer sondern gleichbleibend groß blieb. Eine leichte Hebelbewegung nach vorne und zur Seite erbrachte auch keinen Sichtbaren Erfolg… Mein Puls steigt spürbar…

 

Dann nach einigen Sekunden bewegt sich der Kopter endlich wieder Richtung Süd/West… Meine Freude wurde dann innerhalb eines Wimpernschlages zur Nichte gemacht als ich bemerkte, dass sich der Kopter auch bewegt obwohl ich die Regler gar nicht mehr anfasste!!!  O_O

 

Panik geht in mir auf !!! Reaktion 01: in den manuellen Modus umschalten… Keine Reaktion !!! Der Kopter fliegt entschlossen weiter…   Reaktion 02: Wild zwischen den Modis herumschalten um eine Reaktion herauszufordern… Der Kopter fliegt weiter…

 

Kurz bevor der Kopter außer Sichtweite ist entscheide ich mich für das Extremste und schalte die Fernbedienung aus um den Fail Modus zu aktivieren…

 

Zitternd sah ich dem Kopter hinterher wie er ohne sichtbare Veränderung außer Sichtweite fliegt.  

 

 

 

 

Nachdem ich einige Sekunden die schmach ertragen musste von meiner Freundin mit den Worten “ICH HAB DIR GLEICH GESAGT LASS DAS SEIN !!!“ zurechtgewiesen zu werden, starte ich mit feuchten Augen in den Himmel mit der Hoffnung „gleich kommt er sicher zurück… dafür ist der Fail Modus ja da…“

 

Die Zeit verging … 7 Minuten 8, 9,10 … Immer mehr wurde mir bewusst das meine beiden liebsten Spielzeuge (GoPro und Phantom) mit Zubehör im Gesamtwert von fast  2.000,- € Richtung Meer rasen. Bei Minute 14 war es dann soweit… die Hoffnung war zerstört… nun ist der Akku alle und er fällt vom Himmel. Wir warteten noch 5 weitere Minuten nur um sicher zu gehen… dann startete mein Trauermarsch zurück zum Campingplatz… es waren schmerzhafte Minuten… Kurz vor dem Campingplatz flammte in mir die Hoffnung das er vielleicht dorthin geflogen sein aber auch dort wurde ich enttäuscht. Mein Bekannter und ich gingen dann noch eine Stunde im Restlicht auf die Suche, auch die Frage bei einigen spazierern brachte keine weiteren Ergebnisse.

 

Ich kann euch sagen die Whiskey Flaschen aus der vorabendlichen Verkostung verloren an diesem Abend stark an Volumen!!!

 

Nach einer kurzen Recherche bei Google Maps in Verbindung mit der restlichen Flugzeit und der Maximalen Geschwindigkeit des Kopters fand ich heraus, dass die Phantom etwa 4 Km weit aufs Meer geflogen sein muss.

Da ich sehr häufig übers Wasser flog hatte ich mir zur Sicherheit eine leere Trinkflasche an den Kopter montiert um sie bei Wasserkontakt wenigstens aus dem Wasser fischen zu können.

Wahrscheinlich schwimmt meine Phantom noch immer in den weiten der Nordsee und wartet darauf gerettet zu werden. Hier ein Bild von ihr falls Piraten zur See unter uns sind (damals noch mit 2 Flaschen und den Propellerschützern):

Angehängte Datei  2013-07-19 15.30.23.jpg   143,18K   15 Mal heruntergeladen

 

Als wenn mich das Schicksal am Ende komplett verarschen wollte kam genau 1 Tag nach meinem Flyaway dann das Video „10 Tipps gegen den Flyaway“ in Arthurs Channel -.-

 

Fazit:
Wie ihr euch vorstellen könnt bin ich SEHR verunsichert durch dieses Erlebnis… Ich hatte vorher bestimmt um die 50 Akkus mit der Phantom leergeflogen und NIE ein Problem mit Ihr gehabt.

 

Ich brauchte fast 5 Monate um mich wieder an das Thema heranzutrauen… Letzte Woche war es dann soweit und ich bestellte mir die neue Phantom2 welche gestern endlich eintraf.

 

Folgende Änderungen werde ich dieses mal durchführen:

 

  1. Die Tipps aus Arthurs Video „10 Tipps gegen den Flyaway“ beherzigen.
  2. Da ich wieder viel über Wasser fliegen möchte werde ich wieder eine der obigen Getränkeflaschen als Schwimmer anbringen. Dieses mal wird daraus jedoch eine nette Flaschenpost mit Adresse und Finderlohn.
  3. GPS Tracker montieren.

Sollte ich JEMALS wieder in eine solche Situation kommen wo mein Kopter Gefahr läuft außer Sichtweite zu gelangen habe ich mir geschworen ihn als Letzte Möglichkeit auszuschalten und vom Himmel fallen zu lassen. (Wenn es das Gelände zulässt) Lieber einen Trümmerhaufen als GAR Nichts… Wenigstens die GoPro sollte sich danach vermutlich retten lassen.

 

Wenn es das Wetter zulässt plane ich am Wochenende die ersten Flüge mit der neuen Phantom, vermutlich immer mit einem faden Beigeschmack…

 

 

Eine Frage an euch welche mich beschäftigt. Gibt es jemanden der einen Flyaway hatte und von DJI eine Entschädigung erhalten hat? Ich habe noch immer alle Teile von der alten Phantom und weiß nichts damit anzufangen… vielleicht können die damit was anfangen bzw. auswerten?

 

Liebe Grüße aus dem Ruhrgebiet

 


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#2 518462

518462
  • 4.593 Beiträge

Geschrieben 20. März 2014 - 21:53

1 Minute … 2 Minuten … 3 Minuten… Nun kann ich den Kopter nur noch als Punkt wahrnehmen. Ich entscheide mich mit schweißigen Händen zum Stopp. So weit so gut es scheint alles zu funktionieren. Da die GoPro läuft drehe ich den Kopter einmal um die Achse um die Aussicht später zu genießen. Bei der Höhe muss ich raten wann die Umdrehung fertig ist. Noch schnell einen Schwenk nach unten mit dem Gimbal und bei Minute 4 entscheide ich mich zum Rückflug.

 

Also Hebel nach unten und warten … ich merke das er leicht größer wird und so langsam die Positionslichter wieder sichtbar werden (Die Sonne ging langsam unter was eine Perfekte Sicht ermöglichte)…

 

 

Diese Phase ist sehr spannend - habe ich auch gerade miterlebt (war nicht mein Kopter) - aber ich würde da dringend raten das nicht ohne FPV Brille/Screen zu machen, damit man mehr Kontrolle über die Situation hat...

 

Sorry, dass es bei Dir so schiefgelaufen ist... War ja wohl auch mehr ein GPS und nicht Sichtproblem...

 

BTW: Was den Tracker angeht kann ich Dir den hier empfehlen - und Deinen Namen, etc auf dem Kopter vermerken...


Bearbeitet von Lutz G, 20. März 2014 - 21:58.


#3 hacky271

hacky271
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Geschrieben 22. März 2014 - 00:26

Hallo Treki6, ich hatte etwas ähnliches aber zu Hause, meiner raste nach dem ich den Starthebel gedrückt hatte wie irre steil nach oben, im Fail Save kam er bis auf einige Meter runter und dann ab wieder nach oben. Habe ihn dann aber über den ATTI Mod. wieder heil runter bekommen. Danach hatte ich nur Probleme mit ihm. Zum Glück habe ich von Robbe nach dem er Geprüft wurde einen anderen bekommen, dank an Robbe!!
Morgen wenn das Wetter gut ist werde ich vorsichtig wie immer ihn fliegen lassen. Aber so unbefangen wie sonst werde ich wohl nicht mehr fliegen. Mir braucht auch keiner etwas sagen über ein Bedienungsfehler.

Sei vorsichtig bei spiegelden Flächen mit dem GPS.
Viele Grüsse aus dem Pott,
Peter

#4 Fossi

Fossi
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Geschrieben 22. März 2014 - 01:36

Zitat

 

Fazit:

Wie ihr euch vorstellen könnt bin ich SEHR verunsichert durch dieses Erlebnis… Ich hatte vorher bestimmt um die 50 Akkus mit der Phantom leergeflogen und NIE ein Problem mit Ihr gehabt.

 

Damit fängt Dein Problem an.

Du verweiblichst den Phantom-Kopter

DER Panthom, eventuell noch DAS Phantom, aber mit IHR ?

Frauen sind bekannt dafür rum zu zicken. ;)

 

Mein Beileid


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#5 Daninho

Daninho
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    Mini iOSD,Gopro3 black mit 5.4mm Linse, Simensays Landegestell,Fatshark Dominator 5.8GHZ FPV
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Geschrieben 22. März 2014 - 02:41

Sag mal, jetzt mal unabhängig von deinem Alptraum oben, hattest du jetzt einen zenmuse Gimbal drann oder das Unterwassergehäuse wie auf dem Bild? Ich hatte den Phantom1 auch mal und der fliegt mit Gimbal und zusätzlich noch zwei leeren Flaschen drann höchstens 6 Minuten mit dem original Akku, wenn dann auch noch prop guards drann waren wird es ganz haarig. Deine Schätzung der restlichen Flugzeit war dann sehr optimistisch :P

 

Gestern war ich mal wieder froh dass ich ein FPV System und OSD verbaut hatte, es war überraschend sehr windig obwohl auf wetter.com etwas von 11km/h stand aber das war wohl falsch (muß mir mal so einen Windmesser bestellen). Der Phantom war recht weit weg und ich wollte wieder zurück fliegen und es für heute sein lassen (obwohl der Akku noch gut gefüllt war) wegen dem Wind und der Phantom wurde auf einmal vom Wind weggetragen, also auf den Monitor geschaut und mit Vollgas im ATT Modus auf die Raute geflogen und selbst dann tat sich fast nichts, auf dem OSD stand aber 5m/s und nur deswegen wußte ich dass der Phantom ganz langsam vorwärts kommt, denn optisch tat sich da gar nichts und das ist der Moment in dem Leute ohne FPV dann denken die Richtung stimmt nicht und drehen den Phantom in einen andere Richtung und machen alles nur noch schlimmer oder schalten die Funke aus oder aktivieren das IOC, wenn man dann den Stick zurück drückt fliegt der Phantom nicht mehr so schnell, das ist mir letztes Jahr beim Phantom1 aufgefallen! Er wäre also in dem Fall weg gewesen, das gleiche gillt wohl für den Failsave, dann hätte sich der Phantom zwar in die richtige Richtung gedreht aber trotzdem ist er im GPS mode nicht so schnell wie in ATT und mir kommt es auch so vor als ob der Phantom im failsave kein Vollgas fliegt, er wäre wohl auch weg gewesen. Mit dem Wind flog der Phantom übrigens  24 m/s. Wind und Phantom ohne FPV ist also immer gefährlich, es sei denn man bleibt immer ganz in der Nähe. Wenn man ein FPV System und OSD hat bringt einem eine solche Situation überhaupt nicht in Schwulitäten.

 

Ich könnte mir vorstellen dass an der Küste in der Höhe ein heftiger Wind herrschte und das zusammen mit geringer Akkulaufzeit ist immer schlecht :P

Da wäre ich auch fertig gewesen wenn man bedenkt was der Phanto damals gekostet hat, schön geschrieben


Bearbeitet von Daninho, 22. März 2014 - 02:45.


#6 bodensurrer

bodensurrer
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Geschrieben 22. März 2014 - 09:55

hi,

"schlimm" ist nur, wenn jemand verletzt wird. sonst nur ärgerlich.

P1 meines kolleges: es war gestern -wieder- bei flyaway eines P1 dabei. vor 3 wochen schon ähnlich, auf ca. 30m, dann schräg weg. heute nach einem gehäuse und zusammenbau wieder auf 30m ca. dann einfach etwas ziellos herumgekreist, dann abgestürzt. -wieder- wie letztes mal auf die straße direkt neben ein mann. DAS ist schlimm bzw. wäre ev. schlimm geworden.

 

was ich da immer mit skepsis betrachte, ist die kalibrierung, sowie die bestimmung des home-points. desgleichen, ob umschaltung auf manuell dann eine mögliche "nichtreaktion" des P1 beendet. auch in obigem falle wurde nicht auf manuell geschaltet, sondern einfach die fernbedienung ausgeschaltet. so macht es auch mein kollege und danach kam sie nicht einmal zurück, also was soll diese ausschaltung der fb? allerdings müßte man dann auch wenigstens etwas manuell fliegen können.

 

was mir so erscheint, daß diese dinge eigentlich von einigen P1 piloten mit flyaways auch nicht ganz klar beherrscht werden, oder irre ich mich?

 

 

muß auch mal das 10 Tipps gegen den Flyaway video anschauen. da ich nen walkera habe wo alles anders ist kann ich da nur immer hilflos zuschauen.

 

vg.



#7 treki6

treki6
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  • DJI Phantom 2

Geschrieben 23. März 2014 - 11:39

Sag mal, jetzt mal unabhängig von deinem Alptraum oben, hattest du jetzt einen zenmuse Gimbal drann oder das Unterwassergehäuse wie auf dem Bild? Ich hatte den Phantom1 auch mal und der fliegt mit Gimbal und zusätzlich noch zwei leeren Flaschen drann höchstens 6 Minuten mit dem original Akku, wenn dann auch noch prop guards drann waren wird es ganz haarig. Deine Schätzung der restlichen Flugzeit war dann sehr optimistisch :P(

Nein, das Foto oben war tatsächlich älter, aber in der Komnination (1 Flasche mit GoPro Ohne Wasserschutzgehäuse) habe ich im durchschnitt 10 - 12 Min fliegen können.

Die letzten 3 Minuten flog ich jedoch immer in Sichtreichweite der LEDs da ich ja meißt über Wasser flog ;-)

Den neuen Gimbal konnte ich ja vorher ausgiebig ausprobieren... und ich habe da keine großartige veränderung der Akku Laufzeit festgestellt... Vielleicht war ich aber auch einfach noch zu wenig damit unterwegs.

 

Liebe Grüße aus dem Ruhrgebiet



#8 Daninho

Daninho
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Geschrieben 23. März 2014 - 12:31

Nein, das Foto oben war tatsächlich älter, aber in der Komnination (1 Flasche mit GoPro Ohne Wasserschutzgehäuse) habe ich im durchschnitt 10 - 12 Min fliegen können.

Die letzten 3 Minuten flog ich jedoch immer in Sichtreichweite der LEDs da ich ja meißt über Wasser flog ;-)

Den neuen Gimbal konnte ich ja vorher ausgiebig ausprobieren... und ich habe da keine großartige veränderung der Akku Laufzeit festgestellt... Vielleicht war ich aber auch einfach noch zu wenig damit unterwegs.

 

Liebe Grüße aus dem Ruhrgebiet

Ohne Gimbal wäre die Zeit normal, mit Gimbal und Wasserflasche am Phantom1 sind 12 Minuten schon wahnsinn, habe ich mit 2700mah Akkus und herabsetzen der Stromwarnung nie geschafft. Hattest du da auch noch die GCU und die PMU mit drinn ?



#9 till44

till44
  • 28 Beiträge
  • Phantom 1 mit Zenmuse und GoPro3 black

Geschrieben 23. März 2014 - 12:45

Ich kann da nur von einer "fast-fly away Situation" berichten, die ich in Neuseeland hatte (GPS Mode, Kompass frisch kalibriert).

Ich bin recht flott entlang einer Küstenlinie geflogen, wollte dann langsam drehen und dabei legte sich der Phantom sehr schräg und sauste mit hohem Tempo aufs Meer hinaus.

Reagierte nicht mehr auf meine Steuerung, jedenfalls hatte ich diesen Eindruck.

 

Ich habe vor Schreck nach 2-3 Sekunden die Come Home Funktion aktiviert, die ich auf rechtem Schalter ganz vorn gelegt und auch vorher immer mal getestet hatte.

Zum Glück reagierte er darauf - kam schnell zurückgeprescht und sank langsam herab, so dass ich ihn mit klopfendem Herzen aufangen konnte.

Wenn Come Home nicht geklappt hätte, wäre er verloren gewesen, da bin ich sicher, und das hätte unserem Urlaub ganz sicher einen "Knacks" gegeben...

 

Nach diesem Erlebnis bin ich aber in diesem Urlaub immer recht vorsichtig geflogen und wüsste auch gerne, woran dieses Ausbrechen eigentlich gelegen hat.

Es war zwar Wind, aber recht gleichmäßig, daran sollte es nicht gelegen haben.

 

Inzwischen habe ich ein Firmware Update gemacht und seitdem keine solchen Erlebnisse mehr, hoffe, das bleibt so...

 

Viele Grüße + Mitgefühl aus Dresden - Till



#10 phantomias

phantomias
  • 1.070 Beiträge

Geschrieben 24. März 2014 - 06:32

Erstmal mein ganz herzliches Beileid für den Verlust und das scheußliche Erlebnis!

 

Das Forum ist zum Sammeln von Erfahrungen da, und beim Mitlesen über ein Jahr fiel mir auf, dass:Kopterverluste gehäuft auftreten bei: 

- Rekordversuchen

- Flügen außerhalb deutlicher Sichtbarkeit der Ausrichtung

- Flügen in Höhen mit unbekannter Windstärke

- Vertrauen auf die gewohnte Akkulaufzeit statt Beobachtung der Spannungs-Warnleuchte

- Benutzung der technisch komplizierten und entsprechend anfälligen Rückholfunktion statt Sofortlandung bei Problemen.

 

phantomias


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#11 till44

till44
  • 28 Beiträge
  • Phantom 1 mit Zenmuse und GoPro3 black

Geschrieben 24. März 2014 - 09:21

Hallo nochmal,

ich habe mal das Video von meinem "beinahe-fly-away" in Neuseeland zusammengeschnitten und hochgeladen.

Sieht nicht so dramatisch aus, wie ich es erlebt habe, nicht zuletzt, weil das Gimbal ja die schlimmsten Schräglagen des Phantom ausgeregelt hat.

Komisch ist auch das kurzzeitige Wegkippen des Zenmuse Gimbals im Moment des Kontrollverlusts, das kommt bei mir selten, aber ab und zu mal vor.

Woran könnte das liegen?

Anschlag wegen zu starker Schräglage?

 

 

Viele Grüße - Till



#12 Hatkus

Hatkus
  • 1.326 Beiträge

Geschrieben 24. März 2014 - 10:28

Hallo,

 

war auch ziemlich starker Wind - zumindes einige Windboen !

 

Dadurch ist ist Windlast für den Gimbal zu hoch, und schaltet ab.

Das Gimbal versucht sich einigemale wieder zu stabilisieren, und durch das Hochfahren entstehen Spannungsspitzen die sich in's Bordnetz negativ Auswirken können.

Man kann da jetzt auch nur spekulieren, woran es am endeffekt gelegen hat.

 

Wichtig ist das er das unbeschadet überstanden hat, man sollte auch nicht vergessen das der Kopter für starke Winde nicht geeignet ist.

 

Gruß

Carsten

 

Antwort auf Till sein Thread !


Bearbeitet von Hatschii, 24. März 2014 - 10:52.


#13 Steve

Steve
  • 1.878 Beiträge
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  • Ab Januar 2014
    Phantom 2 + Zenmuse H3-2D + GoPro Hero 3 Black
    März 2014 mini iosd + Frontpoti
    September 2014 Futaba T8FG

Geschrieben 24. März 2014 - 10:36

Mein Beileid treki6. :unsure:

Ich kann wirklich nachempfinden wie du dich Gefühlt hat... :unsure:

Wünsche dir beim 2. Anlauf mehr Glück! ;)



#14 Tschosef

Tschosef
  • 143 Beiträge
  • OrtSchwandorf
  • Eigenbau 450er Copter mit Devo10 / und noch so quadrocopter-kleinkram :-)

Geschrieben 24. März 2014 - 11:12

Servus miteinander...

 

 

Erstmal mein Beileid,  man kann es richtig mitfühlen, wie man das erlebt....

 

allerdings müßte man dann auch wenigstens etwas manuell fliegen können.

 

die Frage die sich stellt ist: wieviel ist "etwas" ?

 

in 20-50  Metern Entfernung meinen Kopter "unter Kontrolle halten" ist was anderes, als aus 300 Meter  im Manuellen Mode ohne FPV zurück zu fliegen.....  ich könnte das (zurückfliegen) wohl nicht...

 

kann man das, wenn man "etwas manuell filiegen kann"?

 

Zum Manuellen fliegen muss man die Fluglage erkennen... 300 meter sind viel für so nen kleinen 450er Frame

 

viele Grüße

Erich



#15 Gast-Dietmar

Gast-Dietmar

Geschrieben 24. März 2014 - 12:42

Wenn man die Story so liest bekommt man direkt feuchte Augen. Und da es sich ja schon fast um den Verlust eines Familienmitgliedes handelte würde ich in der Tat noch über eine anonyme Seebestattung nachdenken.


Bearbeitet von Dietmar, 24. März 2014 - 12:57.

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