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DaVinci Resolve - Project Settings

davinci resolve projectsetting

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3 Antworten in diesem Thema

#1 Sams

Sams
  • 18 Beiträge
  • DJI Mavic Pro

Geschrieben 14. Februar 2018 - 10:59

Hallo!

Ich möchte mal eine Fachfrage zu DaVinci Resolve stellen.

 

Ich arbeite mich seit nem Weilchen in das Programm ein, es ist das erste Schnittprogramm für mich.

 

Viele YouTube-Tutorials helfen ungemein und so langsam klappt es auch schon ^^. Einen ersten kleinen Film hab ich ja schon reingestellt.

 

Aber eine grundlegende Sache ist mir noch nicht zu 100% klar und in den meisten Videos wird dazu nur wenig bis nichts gesagt.

 

 

Es geht um die Project Settings:

 

Ich mach 4k Videos mit 29.97fr, das läuft auf meinem Mavic Pro ganz gut.

Videoschnitt auf Mac (OS 10.13.3 Sierra, i7 3,4 GHz mit 32 GB Ram, aber Modell Ende 2012!)

 

für volle 4k-Verarbeitung reicht es bei weitem nicht (ruckt nur noch)... es  muss also mit geringerer Auflösung gearbeitet werden.

 

Nun zur eigentlichen Frage:

Ist mein Vorgehen so korrekt?

 

1) ich hole mir das Rohmaterial in den Mediapool und wenn ich es in die Timeline ziehe kommt der Hinweis auf Anpassung an die aktuellen Filmwerte, also wird mein 4K eingestellt (oder ich habe es schon vorher in den Project Settings eingestellt)

2) Um flüssiger zu Verarbeiten, stelle ich anschließend die "Timeline resolution" auf 1920x1080 HD, dann läuft es fast ruckelfrei, mache meinen Schnitt, das Grading, Audio, etc.

3) Wenn mein Projekt fertig zur Ausgabe ist, stelle ich die Timeline Resolution wieder auf 3840x2160 und mach dann das Delivering (Ausgabe)

 

Oder ist der Workflow anders, um mit reduzierten Material zu Verarbeiten, aber mit voller Datenauflösung auszugeben?

 

 

Das konnte ich bisher aus keinem DaVinci Resolve Video so richtig rausfinden.

Wenn Ihr eines kennt, nur her mit dem Link :-)

 

 



#2 flohdaniel

flohdaniel
  • 4 Beiträge
  • DJI Mavic Pro

Geschrieben 14. Februar 2018 - 13:25

Hi, benutze das Programm auch erst seit kurzem. Aber ist scheinbar echt brauchbar bis sehr gut.

 

Bei Resolve ist es zudem wichtig, das Caching zu konfigurieren. Das bringt nochmals unfassbare Performanceverbesserung beim editieren - allerdings brauchst du dann viel freien Festplattenplatz.

Angehängte Dateien


Bearbeitet von flohdaniel, 14. Februar 2018 - 13:25.


#3 2jost

2jost
  • 466 Beiträge
  • DJI P4

Geschrieben 15. Februar 2018 - 17:36

Hallo!

Ich möchte mal eine Fachfrage zu DaVinci Resolve stellen.

 

Ich arbeite mich seit nem Weilchen in das Programm ein, es ist das erste Schnittprogramm für mich.

 

Viele YouTube-Tutorials helfen ungemein und so langsam klappt es auch schon ^^. Einen ersten kleinen Film hab ich ja schon reingestellt.

 

Aber eine grundlegende Sache ist mir noch nicht zu 100% klar und in den meisten Videos wird dazu nur wenig bis nichts gesagt.

 

 

Es geht um die Project Settings:

 

Ich mach 4k Videos mit 29.97fr, das läuft auf meinem Mavic Pro ganz gut.

Videoschnitt auf Mac (OS 10.13.3 Sierra, i7 3,4 GHz mit 32 GB Ram, aber Modell Ende 2012!)

 

für volle 4k-Verarbeitung reicht es bei weitem nicht (ruckt nur noch)... es  muss also mit geringerer Auflösung gearbeitet werden.

 

Nun zur eigentlichen Frage:

Ist mein Vorgehen so korrekt?

 

1) ich hole mir das Rohmaterial in den Mediapool und wenn ich es in die Timeline ziehe kommt der Hinweis auf Anpassung an die aktuellen Filmwerte, also wird mein 4K eingestellt (oder ich habe es schon vorher in den Project Settings eingestellt)

2) Um flüssiger zu Verarbeiten, stelle ich anschließend die "Timeline resolution" auf 1920x1080 HD, dann läuft es fast ruckelfrei, mache meinen Schnitt, das Grading, Audio, etc.

3) Wenn mein Projekt fertig zur Ausgabe ist, stelle ich die Timeline Resolution wieder auf 3840x2160 und mach dann das Delivering (Ausgabe)

 

Oder ist der Workflow anders, um mit reduzierten Material zu Verarbeiten, aber mit voller Datenauflösung auszugeben?

 

 

Das konnte ich bisher aus keinem DaVinci Resolve Video so richtig rausfinden.

Wenn Ihr eines kennt, nur her mit dem Link :-)

Hallo Sams,

etwas Theorie vorweg. Die Mavic nimmt in H.264 oder H.265 auf. Das sind sogenannte "Sende-Codec". Die Codecs sorgen dafür, dass die Sensordaten der Kamera stark komprimiert werden. Du kennst das vom DJI-Foto: Es gibt einmal das unkomprimierte DNG, oder das komprimierte Jpeg. Dass Video nicht unkomprimiert aufgenommen wird, hat einen einfachen Grund: Es müssten sehr schnell, sehr große Datenmengen gespeichert werden. Das geht nur mit Speichermedien wie SSDs oder gar M.2, wie sie die DJI Inspire verwendet.

Wolltest Du 4k (UHD) unkomprimiert mit 30 Bildern die Sekunde aufnehmen, wäre eine  256er SSD nach etwa 15 Minuten voll. Es werden etwa 200 MB die Sekunde geschrieben.

Die Komprimierung der Mavic sorgt dafür, dass nur etwa 12,5 MB/s geschrieben werden. Darum reicht auch eine kleine, leichte, günstige Speicherkarte.

 

Weil die Mavic "Sende-Codec" verwendet, ist eigentlich nicht geplant, dass noch Veränderungen am Clip vorgenommen werden. Darum gibt es auch so viele Einstellmöglichkeiten in der DJI-App. Was Du auf dem Handy während des Flugs siehst, sollte perfekt sein.

 

Will man dennoch ran, muss der Sende-Codec vom PC dekodiert werden. Das geschah erst mit reiner CPU-Power und wurde ausgerechnet, später erhielten die Prozessoren in ihren Grafikeinheiten Unterstützung, zusätzlich konnten Teile der Berechnung auch an die Grafikkarten ausgelagert werden. Grundsätzlich gilt: Je älter der Prozessor, desto geringer fällt die Unterstützung durch seine Grafikeinheit aus. Und je neuer der Codec, desto weniger Prozessoren haben überhaupt Unterstützung durch ihre Grafikeinheit. Dann muss wie ganz früher gerechnet werden. Ist dann die CPU nicht schnell genug, muss es in Echtzeit ruckeln.

 

Deine erste Vermutung ist: Ich habe etwas falsch eingestellt und wenn ich alles richtig einstelle, dann funktioniert es.

 

Hier mal ein Video zu den Projekt-Settings:

 

Mehr erfährst Du auch im Davinci-Handbuch:

https://www.blackmag...ence_Manual.pdf

 

Um das Decodieren zu erleichtern, sollte in den Projekt-Settings tatsächlich die eingestellte Frame-Rate der Timeline auch der Framerate des Clips entsprechen. Anderenfalls muss nicht nur dekomprimiert werden, sondern es müssen auch noch Zwischenbilder für die Wiedergabe berechnet werden. Das bremst.

Und es sollte natürlich auch die Auflösung des Monitors berücksichtigt werden, anderenfalls muss zusätzlich das Bild aufgeblasen oder verkleinert werden.

Anders als im Video genannt, solltest Du in den Video-Setting probehalber 8 Bit einstellen. Auch das nimmt Last vom PC.

 

Dennoch kann es sein, dass es nicht funzt. Besonders H.265 ist Gift für alle älteren Computer.

 

Das ist aber ein übliches Problem. Gelöst wird es, in dem der Sende-Codec umgewandelt wird in einen sogenannten Aufnahme-Codec. Die Codecs heißen so, weil sie eigentlich dafür gedacht sind, die Sensordaten zu speichern. Die H.264/H.265-Komprimierung wird ganz oder teilweise aufgelöst. Der PC arbeitet dann nicht mehr mit den schwer verdaulichen Sende-Codecs, sondern mit den flutschigen Aufnahmecodec.

 

Manche nennen das Proxy, bei Davinci heißen sie Optimized Media.

Davinci bietet mehrere dieser Aufnahme-Codecs an. 

Du findest sie, wenn Du etwas die Projektsetting nach unten scrollst. Sie stehen direkt unter den Video-Settings.

 

Manche schwören auf Cineform, bei Apple sollte ProRes die beste Wahl sein.

Das Umrechnen dauert natürlich. Du musst austesten, was schnell geht und die Datengröße im Auge behalten. Im Grunde gibt es keine Qualitätsunterschiede. Denn was unter h.264/5 wegkomprimiert wurde, das holt man nicht wieder zurück. Es ist schlicht weg. Als Basis hast Du nur noch 4:2:0 in 8 Bit. Die ProRes 422-Codec wandeln das um in in 4:2:2 10 Bit.

Das Grading-Ergebnis wird also nicht besser, wenn Du in einen Aufnahme-Codec wandelst, sondern die Bearbeitung wird nur flüssiger.

Der Optimized-Media-Workflow wird hier beschrieben:

 

 

Daneben gibt es noch Smart Caching und Proxy

https://www.youtube.com/watch?v=LpdrpNPZjRo


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#4 Sams

Sams
  • 18 Beiträge
  • DJI Mavic Pro

Geschrieben 16. Februar 2018 - 08:59

Wow, danke dass Du Dir so viel Mühe mit der Antwort gemacht hast....

 

Aber das bringt mich wirklich weiter.... 

 

Mit Optimized Media läuft es bei mir jetzt schon deutlich flüssiger.... ich hatte das im Handbuch zwar gelesen, aber nicht wirklich verstanden...

 

Jetzt weiss ich in welche Richtung ich zu lernen habe ^^, die Themen Schnitt und Color Grading fallen mir da deutlich leichter (da bin ich vom Vorwissen dichter dran), aber der flüssige Workflow war echt ein harter Brocken für mich.







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