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LiPo Lebensdauer und NoName vs. Marken-LiPo

akku

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28 Antworten in diesem Thema

#1 H3ctor

H3ctor
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Geschrieben 04. Februar 2018 - 11:53

Hi Leute,

 

ich fliege doch schon eine geraume Zeit, dennoch stellt sich kurz vor der Neuanschaffung mir folgende Frage:

1.) Wie viele Lade/Entladezyklen sollten LiPos bei vorsorglicher Pflege aushalten?

2.) Macht es wirklich nen Unterschied ob ich nen billigen China LiPo kaufe, oder Marken-LiPos?

 

Habe über den Winter 2 LiPos ziemlich intensiv genutzt und muss sagen, die sind nach einem Winter im Sand. Hatte diese immer mit einem Heizstrahler auf ca. 50°C vorgewärmt.

Kann es sein, dass die 50°C zu hoch waren und sie deswegen die Leistung verloren haben?

 

Wie kann man am Besten die Leistungsfähigkeit von LiPos überprüfen?

Und ab wann sind sie ein Fall für die Tonne?

 

Fragen über Fragen :-)



#2 Heral

Heral
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Geschrieben 04. Februar 2018 - 12:02

Hi Leute,

 

ich fliege doch schon eine geraume Zeit, dennoch stellt sich kurz vor der Neuanschaffung mir folgende Frage:

1.) Wie viele Lade/Entladezyklen sollten LiPos bei vorsorglicher Pflege aushalten?

2.) Macht es wirklich nen Unterschied ob ich nen billigen China LiPo kaufe, oder Marken-LiPos?

 

Habe über den Winter 2 LiPos ziemlich intensiv genutzt und muss sagen, die sind nach einem Winter im Sand. Hatte diese immer mit einem Heizstrahler auf ca. 50°C vorgewärmt.

Kann es sein, dass die 50°C zu hoch waren und sie deswegen die Leistung verloren haben?

 

Wie kann man am Besten die Leistungsfähigkeit von LiPos überprüfen?

Und ab wann sind sie ein Fall für die Tonne?

 

Fragen über Fragen :-)

1) Kommt vor allem auf die Belastung an. Im Racer, wo die nach 5 bis 6 Minuten leer gesaugt sind halten die natürlich nicht so lange wie in einem Schwebemonster.

Auch der Zeitraum macht was aus. 100 Ladezyklen in 1 Jahr, oder 100 Ladezyklen in 5 Jahren...

Eine pauschale Aussage (hält 213 Ladezyklen) kann da keiner machen.

 

2) Ja, Zellenselektion macht schon was aus.

 

50°C mit Heizstrahler ist wohl zu hoch, zumal ein Heizstrahler wohl besonders die oberste Zelle stark aufheizt, die darunter weniger. Jedenfalls nicht gleichmäßig. 50°C halte ich aber auch generell für zu hoch.

 

- Fliegen und Spannungseinbruch unter Last messen.

 

- Ist relativ, manche Fliegen Akkus bis gar nichts mehr geht, manche schmeißen die bei 10% Kapazitätsverlust schon in die Tonne.


Bearbeitet von Heral, 04. Februar 2018 - 12:07.


#3 H3ctor

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Geschrieben 04. Februar 2018 - 12:06

Danke für die schnelle Antwort. Meine Racer-LiPos sehe ich auch eher als Einwegbatterien :-)

 

Aber bei meinem Fotocopter wundert es mich schon, dass die LiPos nun am Sand sind. Hier hab ich unter Last 13,2V und wenn ich dann lande wieder 15,4V. Die sind wohl definitv im A****.

 

Die Frage wegen Vorheizen ist, besser gar nicht vorheizen als zu viel (50°C)?



#4 Heral

Heral
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Geschrieben 04. Februar 2018 - 12:09

 

Die Frage wegen Vorheizen ist, besser gar nicht vorheizen als zu viel (50°C)?

 

Was genau besser ist, kann ich nicht sagen, jedenfalls nicht 50°C und nicht mit Heizstrahler und dementsprechend einseitiger Aufheizung/Bestrahlung. ;)

 

Meine Racerakkus heize ich im Umluft-Backofen bei 40°C für ne Stunde vor, der Backofen regelt die Temperatur aber auch ziemlich genau (mit Thermometer überprüft). Dann sind alle Zellen gleichmäßig vorgewärmt.


Bearbeitet von Heral, 04. Februar 2018 - 12:12.


#5 Rusty

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Geschrieben 04. Februar 2018 - 12:19

Hi.

Das ist alles recht variable.

Zu 1: 50-200 Zyklen.

Zu 2: Qualität macht sich bemerkbar und bekommt man recht zuverlässig bei guten Marken. Vor allem bei der Belastbarkeit wird gerne geschummelt.


Beim vorwärmen ist es sehr wichtig durchzuwärmen. Das braucht Zeit. 30-40 Grad reichen.

Die Leistung kann man am besten unter Volllast testen und messen. Der Spannungseinbruch sollte möglichst niedrig sein.

Im allg. bezeichnet man einen Akku der nur noch 80% seiner Kapazität hat als verschlissen. Dann merkt man auch die Spannungseinbrüche. Für eine RC oder ein Bildschirm kann man den narürlich noch nutzen wenn man möchte.

#6 H3ctor

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Geschrieben 04. Februar 2018 - 12:31

Danke für eure Antworten.
50-200 Zyklen sind schon mal ne Hausnummer.

Hatte eh schon mal wegen einer Wärmebox geschaut. Aber hier gibt es nichts brauchbares fertiges.

Wie meinst du 80% der Kapazität?
Wie soll man diese ermitteln?

#7 Heral

Heral
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Geschrieben 04. Februar 2018 - 12:39

Wie meinst du 80% der Kapazität?
Wie soll man diese ermitteln?

 

Mit eine Modellbauladegerät.

 

Wenn auf dem Akku 1500mAh draufstehen aber nur noch 1200mAh reingehen, sind 80% erreicht.

 

Q6-Plus-Lader-300W-16A-yuki-700317.jpg


Bearbeitet von Heral, 04. Februar 2018 - 12:40.


#8 H3ctor

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Geschrieben 04. Februar 2018 - 13:05

Mit eine Modellbauladegerät.

 

Wenn auf dem Akku 1500mAh draufstehen aber nur noch 1200mAh reingehen, sind 80% erreicht.

 

Q6-Plus-Lader-300W-16A-yuki-700317.jpg

 

Ich steh a bissl auf der Leitung - aber dazu müsste ich den LiPo ja komplett entleeren, damit ich die Kapazität ermitteln kann, oder hab ich nen Denkfehler.

Das Ladegerät kann ja nur den Strom tracken, welche "reingeronnen" ist?!?!



#9 Heral

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Geschrieben 04. Februar 2018 - 13:12

Ich steh a bissl auf der Leitung - aber dazu müsste ich den LiPo ja komplett entleeren, damit ich die Kapazität ermitteln kann, oder hab ich nen Denkfehler.

Das Ladegerät kann ja nur den Strom tracken, welche "reingeronnen" ist?!?!

 

Richtig. Dazu muss man den Akku alle 30-40 Ladezyklen mal komplett leer machen auf ~3,3V je Zelle. Das kann so ein Ladegerät aber auch. ;)



#10 Rusty

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Geschrieben 04. Februar 2018 - 13:26

So kann man es mal machen aber es geht auch grob einfacher:

 

Entweder habe ich Telemetrie und fliege meinen Akku grundsätzlich auf ca. 20% Restkapa oder ich liege auf Zeit die ich ermittel.

 

Dann lädt man ja grundsätzlich fast immer die gleiche Menge von 80% wieder rein. Fängt diese Zahl (Menge) an zu sinken merke ich das und sehe ich das entweder an der Telemetrie, der Flugzeit, der Leistung oder eben beim laden.


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#11 WiSi-Testpilot

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Geschrieben 04. Februar 2018 - 14:49

Die IISI Telemetrie kann ich dir für dein Schiff empfehlen. Das Gerät sagt ständig die verbleibende Kapazität an und legt von jedem Flug eine Excel Datei an. Da steht zum Schluss auch eine (relative) Bewertung drin, s. Bild.
Viele Grüße,
Wilhelm
 

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#12 H3ctor

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Geschrieben 04. Februar 2018 - 17:35

Hi Leute, danke für die Antworten.

Grundsätzlich sei zu erwähnen, dass ich nicht erst seit gestern fliege.

Je nach Fluggerät fliege ich mit Telemetrie, oder LiPo Warner auf ~13,2V unter Last.

Und nun bin ich auf der Suche nach einer Möglichkeit wie ich meine bestehenden LiPos überprüfen kann. Alle eure Lösungen zielen auf penible Dokumentation hinaus, welche ich mir erstens nicht antun und zweitens im Nachhinein gar nicht machen kann.

 

Richtig. Dazu muss man den Akku alle 30-40 Ladezyklen mal komplett leer machen auf ~3,3V je Zelle. Das kann so ein Ladegerät aber auch. ;)

 

Also 3,3V pro Zelle ist aber für mich nicht leer - und bei nem 5000mAh 4S LiPo gehen nach einer Entleerung auf 3,3V pro Zelle dann keine 5000mAh rein.

Deswegen war ja meine Frage, wie du die angegebene Kapazität messen möchtest!

 

So kann man es mal machen aber es geht auch grob einfacher:

 

Entweder habe ich Telemetrie und fliege meinen Akku grundsätzlich auf ca. 20% Restkapa oder ich liege auf Zeit die ich ermittel.

 

Dann lädt man ja grundsätzlich fast immer die gleiche Menge von 80% wieder rein. Fängt diese Zahl (Menge) an zu sinken merke ich das und sehe ich das entweder an der Telemetrie, der Flugzeit, der Leistung oder eben beim laden.

 

Das ist wieder das Thema, dass man hier Buch führen müsste für alle LiPos. Das ist extrem viel Arbeit - das muss auch anders gehen.

Außerdem fliege ich nicht immer exakt gleich lange - deswegen ist das auch nicht genau.

 

Die IISI Telemetrie kann ich dir für dein Schiff empfehlen. Das Gerät sagt ständig die verbleibende Kapazität an und legt von jedem Flug eine Excel Datei an. Da steht zum Schluss auch eine (relative) Bewertung drin, s. Bild.
Viele Grüße,
Wilhelm
 

 

Hallo Wilhelm, deine Lösung gefällt mir noch am Besten. Allerdings sinkt die Professionalität gleich, wenn ich Diagramme sehe, auf welchem die Achsenbeschriftungen fehlen. Ist das Diagramm von dir oder von iisi?

Was mich noch an der Lösung stört: Ich bin jetzt schon beim Großen an der Gewichtsgrenze und versuche alles um abzuspecken. Dann noch mehr Balast rumschleppen.

Eine Frage hätte ich auch noch: Sehe ich das richtig, dass der Sensor seriell zwischen LiPo und Stromverteilerplatine geschlossen wird? Dann bräuchte ich ja zwei solche IISI wegen meiner Akkuredundanz. Brauche ich dann auch zwei Cockpits?



#13 Umi

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Geschrieben 04. Februar 2018 - 17:59

 Also 3,3V pro Zelle ist aber für mich nicht leer - und bei nem 5000mAh 4S LiPo gehen nach einer Entleerung auf 3,3V pro Zelle dann keine 5000mAh rein.

Dann brauchst du dich nicht wundern, wenn die Lipos schneller kaputt gehen.
Ab 3,3V werden Lipos irreparabel geschädigt.
Wenn ich mit Spannungsstabilen SLS Lipos bei 3,6V je Zelle unter Last lande, habe ich eine Restkapazität von ca. 15%.
Sieh dir mal das Lipo ABC an:
https://www.stefansl...LiPoFAQV15c.pdf
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#14 WiSi-Testpilot

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Geschrieben 04. Februar 2018 - 18:27

Hallo Wilhelm, deine Lösung gefällt mir noch am Besten. Allerdings sinkt die Professionalität gleich, wenn ich Diagramme sehe, auf welchem die Achsenbeschriftungen fehlen. Ist das Diagramm von dir oder von iisi?

Was mich noch an der Lösung stört: Ich bin jetzt schon beim Großen an der Gewichtsgrenze und versuche alles um abzuspecken. Dann noch mehr Balast rumschleppen.

Eine Frage hätte ich auch noch: Sehe ich das richtig, dass der Sensor seriell zwischen LiPo und Stromverteilerplatine geschlossen wird? Dann bräuchte ich ja zwei solche IISI wegen meiner Akkuredundanz. Brauche ich dann auch zwei Cockpits?

Das Diagram ist von mir. Ich habe dir hier ein vollständiges angehängt.
Ja, der Sensor wird zwischen Lipo und ESCs geschaltet.
Zur Redundanz:
Hast du denn zwei getrennte Antriebsstränge?
Ich bin immer davon ausgegangen, dass der Antrieb letztlich nur über eine Leitung/Verbindung versorgt wird.
Viele Grüße,
Wilhelm

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#15 H3ctor

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Geschrieben 04. Februar 2018 - 18:41

Dann brauchst du dich nicht wundern, wenn die Lipos schneller kaputt gehen.
Ab 3,3V werden Lipos irreparabel geschädigt.
Wenn ich mit Spannungsstabilen SLS Lipos bei 3,6V je Zelle unter Last lande, habe ich eine Restkapazität von ca. 15%.
Sieh dir mal das Lipo ABC an:https://www.stefansl...LiPoFAQV15c.pdf


Ich glaube du hast was falsch verstanden. Ich hatte nur ein Problem mit dem Terminus "leer". 3.3V pro Zelle sind nicht leer. sondern ist die Grenzspannung die nicht unterschritten werden sollte.
Wie gesagt ich lande spätestens bei 13,2V.

Das Diagram ist von mir. Ich habe dir hier ein vollständiges angehängt.
Ja, der Sensor wird zwischen Lipo und ESCs geschaltet.
Zur Redundanz:
Hast du denn zwei getrennte Antriebsstränge?
Ich bin immer davon ausgegangen, dass der Antrieb letztlich nur über eine Leitung/Verbindung versorgt wird.
Viele Grüße,
Wilhelm


Ich habe bei meinem redundanten Copter eine Ringleitung und die Stromspeisung erfolgt an zwei Stellen welche um 180 Grad versetzt sind.
Ich müsste also in Serie zwischen Ringleitung und jedem Akku jeweils einen Sensor verbauen.

Bearbeitet von H3ctor, 04. Februar 2018 - 18:42.






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