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Hat dieser Akku schon ein Problem ?

dji mavic drohne quadrokopter

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62 Antworten in diesem Thema

#1 kg340

kg340
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Geschrieben 28. November 2017 - 22:47

Hallo,

 

vor ein paar Tagen wurde während eines RTH ab ca. 9 V Restspannung die automatisch Landung eingeleitet. Außentemperatur +13 °C.

Das habe ich unterbrochen und mir über Vorwärtsflug einen geeigneten Landeplatz gesucht.
In dieser Phase sinkt der Kopter beständig ab und man muß mit dem Pitch gegen steuern,
also gleichzeitig nach oben fliegen. Das funktionierte recht gut und ich konnte die Mavic mit 
einer Restspannung von rund 3 ... 1 % sicher auf einem Feld landen.
 
Alle Zellen hatten da noch Angehängte Datei  Akku0.jpg   5,7K   9 Mal heruntergeladen
 
Ich weiß, daß man das nicht bis zum letzten Tropfen Akkuleistung ausreizen soll, aber ich mußte und konnte mir noch einen guten Landeplatz suchen.
Habe dabei die Kamera immer wieder nach unten und nach vorne gerichtet.
 
Interessant war dabei, die Mavic ist auch zuletzt ganz langsam gelandet.
 
Weil das so gut gelaufen ist, wollte ich mir das mal aus der Nähe ansehen.
Also neuen Akku rein und die Mavic zum Ende hin ca. 1 m von mir weg schweben lassen.
 
Dabei ist mir aufgefallen, daß die Mavic trotz des niedrigen Akkustandes nicht weiter abgesunken ist.
Um das zu dokumentieren habe ich auf meinem Smartphone noch einen Screenshot gemacht.
 
Gefühlte 5 Sek. danach gingen die Motoren schlagartig aus und die Mavic ist aus ca. 1,20 m Höhe ( das VPS zeigte 2,0 m an ) über Asphalt abgestürzt. Dabei ist das linke vordere Bein abgebrochen. Das habe ich mittlerweile mit Sekundenkleber geklebt. Am Akku leuchtete noch eine grüne LED.
 
Dieses Verhalten hat mich total überrascht, weil ich davon ausgegangen bin, daß ab einem bestimmten
Akkustand die Mavic automatisch landet, ich also ab diesem Zeitpunkt nicht mehr in diesen Landeprozeß eingreifen kann.
 
Im Akku waren noch 4 % Restladung, also etwas mehr, als bei der geglückten Landung.
 
Angehängte Datei  Akku1.jpg   41,92K   5 Mal heruntergeladen
 
Habe dann heute die Mavic über einem weichen Untergrund schweben lassen, um den Akku zu testen.
 
Bei 4 % Restladung habe ich ihn sanft gelandet.
 
Angehängte Datei  Akku2.jpg   18,91K   4 Mal heruntergeladen
 
Angehängte Datei  Akku3.jpg   20,73K   2 Mal heruntergeladen
 
Hier ist deutlich zu sehen, daß die Zelle 2 bereits hier einen Spannungsabfall hat.
 
Daher meine Frage, ist das jetzt schon ein " kritischer Akku " ?
Der Akku ist fast neu.
 
Normalerweise lande ich die Mavic bei rund 10 % Restladung !
 
Die Meldung zum " kritischer Batteriestand " habe ich von Anfang an von 10 auf 14 % erhöht !
Damit hat man noch ca. 2 Min. bis man unten sein muß.
 
PS :
Dji Garantie greift hier nicht, da ich alles über TOMTOP gekauft habe.
 
 
Hier noch ein Auszug aus der BA - S.15
Angehängte Datei  BA S.15.jpg   88,58K   2 Mal heruntergeladen
 
 
 
 

Bearbeitet von kg340, 28. November 2017 - 23:18.

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#2 Ach-Mett

Ach-Mett
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Geschrieben 28. November 2017 - 23:14

Der Akku ist vollkommen in Ordnung.

Aber sehr schöne Grafiken und MessDiagramme.

 

Exakt gleich sind mehrere Zellen nur ganz selten.

Ist völlig normal, dass einzelne Zellen am Ende etwas stärker entladen sind.

 

Mach diese Messungen nochmals bei 50 und 100 Prozent.

Dann sollten sie noch etwas näher beieinander liegen.

 

Kann sein, dass eine Zelle etwas früher aufgibt als die anderen.

Jetzt ist aber noch kein Anlass zur Beunruhigung.

Das wird sich erst nach ca 80 bis 120 LadeZyklen manifestieren.

 

Bei 3,3V sind HV-Zellen schon ziemlich leer.

Richtig ungesund wird es aber erst unter 3V.



#3 kg340

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Geschrieben 29. November 2017 - 15:52

Danke Ach-Mett,

 

aber so richtig beruhigt mich das noch nicht.

 

Ich möchte auf alle Fälle die Ursache für den plötzlichen Motorausfall finden.

Die zu niedrige Akkuspannung war da nur ein erster Gedanke.

 

Bei DJI ist jedes zweite Wort " intelligent ".

 

So bin ich auch BISHER davon ausgegangen, daß die Kopter von DJI immer versuchen, vor einem Absturz eine " intelligente " Landung einzuleiten.

Das war eines meiner Haupt-Kaufargumente !

 

Zum Zeitpunkt, als die Motoren mit einem Schlag aus gingen, hatte ich keine Hand an der FB und auch nicht am Smartphone.

 

Der " Emergency Stop " steht bei immer auf " Nur in Notfällen " !

 
Das bedeutet also, daß sich die Motoren im Flug vom Piloten über den CSC Befehl nur dann 
ausschalten lassen, wenn der Flugcontoller im Kopter einen kritischen Fehler erkennt.
Was solche kritischen Fehler sind, wird nicht näher beschrieben.
 
Für die Einstellung   heißt das, der Pilot kann die Motoren im Flug unter normalen
Bedingungen nicht abstellen !
 
Das nur mal zur Erklärung.
 
Bleibt jetzt die Frage :
Unter welchen Umständen / Bedingungen der Kopter die Motoren im Flug eigenständig abstellt.
Weder in der BA noch anderswo habe ich dazu etwas in Erfahrung bringen können.
 
Auch nicht, wann sich die Motoren bei einem bestimmten niedrigen Akkustand abschalten oder
ob der Flugcontroller dann als Vorrang eine vom Piloten nicht mehr zu beeinflussende automatische Landung einleitet.
 
Auch in der letzten Display Warnung heißt es nur :
Landen Sie so bald wie möglich, sonst wird die Batterie beschädigt.
 
Hier steht nichts von .... sonst schaltet der Flugcontroller die Motoren ab !                   
 
 
 
PS :
CSC = Combined Stick Command.
Das bedeutet, ein Befehl muß mit mehr als nur einem Steuerknüppel ausgelöst werden.
 


#4 Officier

Officier
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Geschrieben 29. November 2017 - 21:08

Deine umfangreichen Tests in allen Ehren, aber ein paar Anmerkungen dazu:
1. Wenn dir ein Arm abgebrochen ist, sollte man tunlichst vermeiden, diesen mit (!!) Sekundenkleber zu kleben (!!). Selbst die Akkus werden komplett getauscht nach einem Absturz, auch wenn sie äußerlich unbeschädigt sind - eben weil sicherheitsrelevantes Teil. Zunächst wird bei jedem "Feindkontakt" dort als erstes wieder ein Bruch entstehen, weil es die schwächste Stelle ist. Dann is nicht gewährleistet, dass diese Klebung für immer und dauerhaft in jeder Situation bestand hat. Bricht der Arm, fällt der Mavic vom Himmel und was passiert dann? Wen trifft es? Und deine Haftpflcht wird sich dann ebenfalls dünne machen...
Sowas gehört immer komplett getauscht und der Mavic MUSS bis dahin am Boden bleiben. Du nimmst damit mit einem nicht verkehrstauglichen Flugobjekt am Flugverkehr teil...
Entweder Arm bestellen und selbst einbauen oder ab damit zu DJI und tauschen lassen. Kostet ca. 150€

2. Bei mir hat der Mavic bisher immer die "intelligente Landung" ausgeführt, wenn der Akku in den kritischen Bereich ging (<10%). Das kannst du zum einen einstellen und zum anderen, wenn du nen Akku auf 4% Leer fliegst, is der Akku schon nicht mehr kritisch, sondern schlicht leer. Demnach hat der Kopter nicht einfach seine Motoren ausgeschalten, sondern es war einfach nicht mehr genügend Spannung da, um sie weiter zu betreiben. Der Absturz ist dir logische Folge.

3. Bei diesen Temperaturen sollte der Mavic spätestens bei 10% Richtung Boden gesteuert werden. Keine weitere Fortbewegung, das Ziel muss sein, Höhe zu verlieren.
Darunter muss man mit zunehmender Wahrscheinlichkeit mit einem Absturz durch "Motoraus" rechnen.

Bearbeitet von Officier, 29. November 2017 - 21:10.

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#5 kg340

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Geschrieben 29. November 2017 - 21:37

Deine umfangreichen Tests in allen Ehren, aber ein paar Anmerkungen dazu:
1. Wenn dir ein Arm abgebrochen ist, sollte man tunlichst vermeiden, diesen mit (!!) Sekundenkleber zu kleben (!!). Selbst die Akkus werden komplett getauscht nach einem Absturz, auch wenn sie äußerlich unbeschädigt sind - eben weil sicherheitsrelevantes Teil. Zunächst wird bei jedem "Feindkontakt" dort als erstes wieder ein Bruch entstehen, weil es die schwächste Stelle ist. Dann is nicht gewährleistet, dass diese Klebung für immer und dauerhaft in jeder Situation bestand hat. Bricht der Arm, fällt der Mavic vom Himmel und was passiert dann? Wen trifft es? Und deine Haftpflcht wird sich dann ebenfalls dünne machen...
Sowas gehört immer komplett getauscht und der Mavic MUSS bis dahin am Boden bleiben. Du nimmst damit mit einem nicht verkehrstauglichen Flugobjekt am Flugverkehr teil...
Entweder Arm bestellen und selbst einbauen oder ab damit zu DJI und tauschen lassen. Kostet ca. 150€

2. Bei mir hat der Mavic bisher immer die "intelligente Landung" ausgeführt, wenn der Akku in den kritischen Bereich ging (<10%). Das kannst du zum einen einstellen und zum anderen, wenn du nen Akku auf 4% Leer fliegst, is der Akku schon nicht mehr kritisch, sondern schlicht leer. Demnach hat der Kopter nicht einfach seine Motoren ausgeschalten, sondern es war einfach nicht mehr genügend Spannung da, um sie weiter zu betreiben. Der Absturz ist dir logische Folge.

3. Bei diesen Temperaturen sollte der Mavic spätestens bei 10% Richtung Boden gesteuert werden. Keine weitere Fortbewegung, das Ziel muss sein, Höhe zu verlieren.
Darunter muss man mit zunehmender Wahrscheinlichkeit mit einem Absturz durch "Motoraus" rechnen.

 

Es ist kein Arm ab, sondern nur 1 Bein vorne links. :)

Angehängte Datei  Bein.jpg   24,83K   5 Mal heruntergeladen

 

Sekundenkleber fand ich die beste Lösung.

Werde mir ein neues besorgen, weiß nur nicht wo.

Hat jemand eine Bezugsquelle.

 

Ansonsten war das mehr ein Herabfallen aus geringer Höhe und kein richtiger Crash.

 

Innen fliegt er einwandfrei.

Draußen ist das Wetter zu schlecht und außerdem verhandle ich gerade mit dem Verkäufer und ggf. auch mit dem DJI Support, denn es steht nirgends etwas, das bei zu niedrigem Akkustand ( wo immer der auch liegt ) die Motoren ausgehen, sondern er landet.

 

Also, muß es eine Mindestspannung geben, wo ich als Pilot machen kann, was ich will, er landet und schaltet nicht die Motoren ab.

 

Jedenfalls sehe ich das bis jetzt so.

 

Es muß da also andere Gründe geben und die werde ich finden, bzw. finden lassen.

 

Noch ein Nachtrag :

Das funktionierte recht gut und ich konnte die Mavic mit 
einer Restspannung von rund 3 ... 1 % sicher auf einem Feld landen

 

Da mir das zum ersten Mal in dieser Form passiert ist, hatte ich damit zu tun, einen geeigneten Landeplatz zu finden und dabei den Akkustand mehr oder weniger im Auge zu behalten.

Die Auswertung der Flugdaten zeigte dann, daß die Mavic mit 1 % Restladung sicher gelandet ist und zwar den letzten Meter ohne mein Zutun.

 

Und genau dieses Verhalten wollte ich mir bei meinem Test aus der Nähe ansehen.

 

War dieses Mavic-Verhalten nun so wie es sein soll ( programmiert ist ) oder war es Zufall, Glück oder..., daß er die Motoren da nicht schon abgestellt hat ?


Bearbeitet von kg340, 29. November 2017 - 21:49.


#6 Officier

Officier
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Geschrieben 29. November 2017 - 22:15

Sekundenkleber fand ich die beste Lösung.
Werde mir ein neues besorgen, weiß nur nicht wo.
Hat jemand eine Bezugsquelle.

denn es steht nirgends etwas, das bei zu niedrigem Akkustand ( wo immer der auch liegt ) die Motoren ausgehen, sondern er landet.
Also, muß es eine Mindestspannung geben, wo ich als Pilot machen kann, was ich will, er landet und schaltet nicht die Motoren ab.
Jedenfalls sehe ich das bis jetzt so.

Also du hast Einstellungen zu gewissen Dingen... Ich will dich nicht angreifen, aber du wirkst sehr unbedarft und bist dir so mancher Gefahr augenscheinlich nicht bewusst.
Das mit dem Standfuß ist vllt mit beiden Augen zudrücken noch vertretbar. Fakt ist, dass der Aufschlag für eine "Kaltverformung" gereicht hat. Also ist dein Mavic jetzt offiziell ein "gecrashter Mavic" (muss auch beim Weiterverkauf so angegeben werden). Die Frage ist nicht, wieviel kaputt gegangen ist, sondern nur, ob etwas kaputt gegangen ist.
Und wenn äußerlich nur der Standfuß gebrochen ist, dann kann inneliegend noch anderes defekt sein. Muss nicht, kann aber. Daher checkt man sowas immer durch, oder wenn es sich nicht checken lässt, weil das Eröffnen des Armes mit dem Defekt des Armes gleich käme, tauscht man solche Teile vorosorglich bzw. lässt den Hersteller drauf schauen.
Hast du dir mal angesehen, wie ein richtiger Hubschrauber jeden Morgen vor "Arbeitsbeginn" durchgecheckt wird? Wieviel Aufwand dahinter steckt? Und nach einem Feindkontakt wird das komplette Teil zerlegt. Sicher für ein Modellflieger überzogen, dennoch wiegt ein Mavic 800 Gramm und das aus 50 Metern Höhe schlägt ein großes Loch, in was auch immer er einschlagen wird (Gegnstand oder Mensch). Mit sowas kann man doch nicht so lapidar umgehen!

Bezugsquellen für Ersatzteile kannst du googeln und auch über die Forensuche findest du einige Themen, die sich bereits damit beschäftigen.

Und noch kurz zu deiner Annahme "es muss eine Notlandung geben, die ein Eingreifen des Piloten nicht mehr möglich macht":
Völlig vorbei an der Realität. Auch wenn ein Mavic (Spark, Phantom etc.) automatische Systeme inne hat (ähnlich einem ABS, ASR etc. beim Auto), ist die Verantwortung alleine beim Piloten. Und jedes dieser Systeme MUSS aushebelbar sein. Sonst würde DJI für alles haften, was deren Kopter autonom am Himmel machen.
Und wenn du einen Akku leer fliegst bis auf 1% (und ehrlich, das is der Moment, wo ich stark für einen Drohnenführerschein verpflichtend für alle bin, denn das ist schon nicht mehr grobfahrlässig, das würde man dir strafrechtlich schon als Vorsatz auslegen), dann übergeht man die Notlandungsprogramme des Mavic ja schon.
Angenommen man hat nen frischen Mavic aus der Packung, verstellt nichts daran, startet, dann warnt er dich bei 30% Restakku, dass der Akku zu neige geht. Bei 15% tritt er die Heimreise an und landet dann auch selbstständig.
Wenn du das runtersetzt auf 10% beginnt er eben dabei mit dem "Go Home". Nur wenn diese Automatik läuft, dann landet er entweder an seinem Homepoint, oder wenn er diesen nicht mehr erreicht, an jeweiliger Ort und Stelle.
Unterbrichst du diesen Modus oder stellst ihn aus - und das musst du weggedrückt oder ausgestellt haben, anders kämst du nicht auf 4% oder 1% - hast du den Automatismen einen Maulkorb verpasst und bist für alles selbst verantwortlich.

Alles in der Summe liegt der Fehler bei dir und der Tatsache, dass du nicht verstanden hast, wie ein Fluggerät funktioniert. Ein und der selbe Akku schaltet heute bei 5 Prozent und morgen bei 8 Prozent ab. Solange man Dinge in der Luft betreibt muss man immer mit zwei- bis dreifachem Sicherheitsabstand arbeiten. Sonst kommt das Ding vom Himmel - unweigerlich.

Bearbeitet von Officier, 29. November 2017 - 22:18.

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#7 kg340

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Geschrieben 29. November 2017 - 22:44

Hallo Officier,

 

nur zur Information. RTH wurde bei 42 % Akku automatisch eingeleitet.

Als er dann bei 9 % von allein landen wollte, habe ich das unterbrochen, um einen geeigneten Landeplatz zu finden, was ja auch perfekt geklappt hat. War alles auf einem Feld. Weit und breit kein Mensch.

Also, nach der Meldung " kritischer Akkustand " habe ich bei meiner Einstellung ( 14 % ) noch rund 2 Min. bis zur Landung.

 

Dein letzter Absatz trifft vielleicht den Punkt.

Aber, warum beschreibt man das dann nicht eindeutig in der Betriebsanleitung und vor allem nicht in der letzten Displaywarnung ?

 

Da steht nichts von " stürzt ab ".

 

 

Noch etwas ist mir bei der Auswertung meiner Flugdaten aufgefallen.

Die Seriennummer der Mavic stimmt nicht mit der Anzeige in den Flugdaten überein.

Da steht eine völlig andere Nummer.

 

 



#8 B69

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Geschrieben 30. November 2017 - 12:36

Das mit dem Standfuß ist vllt mit beiden Augen zudrücken noch vertretbar.

 

Fuß ok, Arm wäre nicht ok  :)

 

just my 2 cents


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#9 kg340

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Geschrieben 30. November 2017 - 18:00

...Noch etwas ist mir bei der Auswertung meiner Flugdaten aufgefallen.

Die Seriennummer der Mavic stimmt nicht mit der Anzeige in den Flugdaten überein.

Da steht eine völlig andere Nummer.

 

Ich habe es gefunden, die SN in der Flugdatenauswertung ist die des Flugcontrollers.

 


Um zum Thread Thema " Hat dieser Akku schon ein Problem ? " zurück zu kehren, habe ich mir über den " Intelligenten Mavic Flugakku " einige Gedanken gemacht.

 

Unter einem  " Intelligenten Flugakku " verstehe ich ein BMS ( Batterie Management System ), welches u.a. den Akku vor Überladen, wie auch vor einer Tiefentladung schützt.

Vergleichbar mit einem e-Bike Akku.
Jedoch mit einem gravierenden Unterschied, ist beim e-Bike Akku eine bestimmte Mindestspannung
erreicht, schaltet das BMS den Akku ab.
 
Beim Mavic Akku sollte also vor dem Abschalten eine Landung versucht werden.
Deshalb muß die Reserve bis zum Abschalten groß genug sein.
Die Anzeige der Akkukapazität im Display der RC bzw. im Smartphone gibt also wenig Aufschluß,
wann sich der Akku zum Schutz vor Tiefentladung abschaltet.
Bei meiner Notlandung wurde ein Batterie Level von 1 % angezeigt.
Die niedrigste Zellspannung lag bei 3,34 V.
Also, gab es noch eine ausreichend Restkapazität um die Mavic sicher zu landen.
 
Alles, was ich bisher dazu in der Bedienungsanleitung ( BA ) lesen konnte,
beschreibt kein Abschalten des Akkus bei einer bestimmten Mindestkapazität.
Vielmehr weisen die letzten Warnmeldungen im Display des Smartphones darauf hin, daß die Mavic gezwungen wird zu landen. Das ist für mich ein eindeutiger Softwarebefehl zum Landen.
In der zweiten Warnung wird man auch nur darauf hingewiesen, daß man so bald wie möglich
landen soll, weil sonst die Batterie beschädigt würde.
Daraus könnte man auch entnehmen, daß es kein automatisches Abschalten des Akkus gibt
oder dieser noch weit unter den 3,34 V liegt.
 
Wenn ich alles richtig verstanden habe, kann der Pilot in diesen Landevorgang über die Fernbedienung
nur die Fluglage beeinflussen, aber nicht den eigentlichen Landevorgang abbrechen.
Siehe dazu auf S. 14 in der BA vom Juni 2017.
 
Wenn das so ist, dürfte es im Zusammenhang mit einem zu niedrigen Akkustand nicht zum
Abschalten der Motoren kommen.
Fakt ist jedoch auch, irgendwann ist der Akku leer und dann ist Schluß.
Nur, hat das alles mit dem uns angezeigten Akku Level nichts zu tun.
 
Das würde dann für mich bedeuten, daß es einen anderen Grund, oder auch kritischen Fehler im Mavic gegeben haben muß.
 
PS :
Das ist meine Erkenntnis aus dem bisher Gelesenen.
Ob das auch wirklich so ist, wird sich zeigen.
Den Verkäufer ( TOMTOP ) habe ich bereits kontaktiert. Eine Antwort steht noch aus.
 
Es besteht außerdem für mich die Möglichkeit, diese Überprüfung kostenpflichtig bei DJI in Auftrag zu geben.

Bearbeitet von kg340, 30. November 2017 - 18:23.


#10 Officier

Officier
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Geschrieben 30. November 2017 - 19:13

RTH wurde bei 42 % Akku automatisch eingeleitet.

Als er dann bei 9 % von allein landen wollte, habe ich das unterbrochen, um einen geeigneten Landeplatz zu finden, was ja auch perfekt geklappt hat. War alles auf einem Feld. Weit und breit kein Mensch.

Also, nach der Meldung " kritischer Akkustand " habe ich bei meiner Einstellung ( 14 % ) noch rund 2 Min. bis zur Landung.

 

Aber, warum beschreibt man das dann nicht eindeutig in der Betriebsanleitung und vor allem nicht in der letzten Displaywarnung ?

 

Da steht nichts von " stürzt ab ".

Ja weil der RTH-Zeitpunkt auch in Bezug auf die Distanz zum Starpunkt berechnet wird. Je weiter du dich vom Startpunkt entfernst, desto früher wird RTH ausgelöst, was irgendwie ziemlich intelligent ist, wie ich finde...
Und sobald du das RTH bzw. das Landen abbrichst, übernimmst du die Verantwortung und es erscheint keine weitere Warnung. Schon gar nicht wird der Kopter "STÜRTZ AB" anzeigen... Diese Forderung deinerseits mutet schon sehr befremdlich an  : :)  Wenn man diese Absurdität weiterführt, müsste er auch "Feuer an Board" anzeigen, sollte er mal in Brand geraten.

 

 

Unter einem  " Intelligenten Flugakku " verstehe ich ein BMS ( Batterie Management System ), welches u.a. den Akku vor Überladen, wie auch vor einer Tiefentladung schützt.

Vergleichbar mit einem e-Bike Akku.
Jedoch mit einem gravierenden Unterschied, ist beim e-Bike Akku eine bestimmte Mindestspannung
erreicht, schaltet das BMS den Akku ab.
 
Beim Mavic Akku sollte also vor dem Abschalten eine Landung versucht werden.
Deshalb muß die Reserve bis zum Abschalten groß genug sein.
Die Anzeige der Akkukapazität im Display der RC bzw. im Smartphone gibt also wenig Aufschluß,
wann sich der Akku zum Schutz vor Tiefentladung abschaltet.
 
Fakt ist jedoch auch, irgendwann ist der Akku leer und dann ist Schluß.
Nur, hat das alles mit dem uns angezeigten Akku Level nichts zu tun.
 
Das würde dann für mich bedeuten, daß es einen anderen Grund, oder auch kritischen Fehler im Mavic gegeben haben muß.

 

 

 

Zum 1. Absatz:
Eine intelligente Batterie kann man so kreieren, dass sie sich bei einer Mindestspannung abschaltet, man kann sie aber auch so bauen, dass sie einfach 1% Restakku anzeigt und dabei keinen Strom mehr ausgibt. In Wirklichkeit bleibt aber noch Restspannung in der Batterie. Das Ergebnis ist das gleiche, den Nutzer braucht die Restspannung nicht zu interessieren, denn "LEER" ist nun mal dann auch "LEER", egal wieviel Restspannung der Hersteller in der Batterie belassen möchte. Im Endeffekt ist beides Intelligent. Nur macht es bei einem Kopter mehr Sinn zu sagen "Lande jetzt, du hast noch 5%" als zu sagen "Mindestspannung erreicht, Schutz vor Tiefenentladung, Batterie schaltet ab".
Im Endeffekt kommt es aufs gleiche raus, nur in der Luft heißt es dann eben "Absturz".

 

Zum Rest deines Beitrags:
Du diskutierst dich da um Kopf und Kragen. Willst unbedingt, dass BEVOR die Mindestspannung erreicht wird und eine Abschaltung erfolgt, der Kopter eine Landung ERZWINGT, notfalls auch gegen den Willen des Piloten. Schön und gut, dass du das gerne so hättest!
Der Mavic ist aber so nicht gebaut, sondern er funktioniert, wie du es festgestellt hast. Es kommt die erste Warnung, dass der Akkustand niedrig ist. Es kommt die zweite Warnung, dass jetzt RTH ausgelöst wird und dann am Starpunkt gelandet wird. Brichst du diesen Vorgang ab, bekommst du keine weitere Warnung, außer dass du oben in deiner RC siehst, wie der Balken von Grün auf Gelb und von Gelb auf Rot wechselt und dann die %-Zahl immer weiter in den Keller geht. Irgendwann gehen dann die Motoren aus und es kommt zur schwerkraftbedingten "Landung". Es gibt keine weitere Warnung mehr.
Wozu auch? Die %-Zahl oben und der farblich anmutende Balken reicht doch aus, dass ich den Akku mit gesundem Menschenverstand und ausreichend "Sicherheitsabstand" rechtzeitig lande (Sicherheitsabstand = immer zweistelliger % Bereich).

Es, so weit es geht, auszureizen, dann sich selbst das Argument liefern "Wieso ist das nicht wie bei meinem E-Bike" und danach auf einen technischen Defekt des Mavic zu schließen ist irgendwie völlig absurd. Es lag hier definitiv kein technischer Defekt vor, denn du sagst es selbst: "Als er dann bei 9% landen wollte, hab ich das abgebrochen."
Man steckt sein Haustier auch nicht in die Mikrowelle, um es zu trocknen, wenn es nass geworden ist. Aber gut, darüber haben Menschen auch schon Mikrowellenhersteller verklagt.

Du musst das Gerät so akzeptieren, wie es ist und außer diesen zwei beschriebenen Warnungen (kritisch und RTH) gibt es da nicht mehr. Und einen Akku unter 15% zu fliegen ist einfach gefährlich. Im Winter bei -10 Grad kann es sein, dass dir bereits bei 15% die Motoren ausgehen...
Und bitte beschwer dich nicht über die knappe BA, die ist aus dem chinesischen übersetzt, gibt nur den Rahmen vor und vieles muss man durch vorsichtiges Ausprobieren selbst herausfinden.
TomTop wird dir da nicht weiterhelfen, aber die kostenpflichtige Überprüfung bei DJI in Niederlauer würde mich doch sehr interessieren. Würde mich stark wundern, wenn die dir was anderes sagen, als ich.

Und eigentlich ist die "Art" des Mavic, die normalste der Welt. Ein PKW zeigt dir auch ab einem gewissen Stand an, dass du tanken fahren sollst. Das kannst du ewig ignorieren, es wird niemals das Steuer übernehmen und dich zwingen zum Tanken zu fahren. Einziger Unterschied zwischen Mavic und deinem PKW: Rollst du mit deinem PKW aus und bleibst liegen, ist nichts kaputt, ein Bußgeld gibt es dafür aber trotzdem. Was kann man daraus lernen? Es ist am "Piloten" seine Akku- und Spritanzeigen im Auge zu behalten.


Bearbeitet von Officier, 30. November 2017 - 19:25.

  • Rijasina und ttnavi gefällt das

#11 kg340

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Geschrieben 02. Dezember 2017 - 19:05

Es ist zwar etwas aufwendig, aber die Software gibt so einiges her.

 

Hier zuerst, die " perfekte Landung " :

Angehängte Datei  Landung1.jpg   83,67K   3 Mal heruntergeladen

Angehängte Datei  Landung2.jpg   60,8K   1 Mal heruntergeladen

 

Und auch ein Bild, wie die Mavic auf dem Feld gelandet ist :

Angehängte Datei  perfekte Landung.jpg   108,93K   3 Mal heruntergeladen

 

Dann der Absturz, wo ich mir das Mavic-Verhalten mal aus der Nähe ansehen wollte :

Angehängte Datei  Absturz.jpg   69,96K   3 Mal heruntergeladen

 

 

 

 



#12 ThomasHB

ThomasHB
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Geschrieben 02. Dezember 2017 - 20:38

Moin,

 

Grundwissen zum Umgang mit Lipo's gut erklärt: (intelligente Lipos hin oder her)

 

http://www.elektromo...tfaden-faq.html



#13 FlightCrew

FlightCrew
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  • Atomics MQ-9

Geschrieben 04. Dezember 2017 - 13:50

Ohne jetzt die einzelnen Beiträge zu verifizieren.

 

Motor aus bei 4% ist für mich ein defekter Akku. Die 0% Anzeige ist natürlich nur als "0%" im Sinne der Herstellers zu sehen, wie weit der Akku sinnvoll maximal entladen werden sollte.

Keinesfalls ist der Akku dann "leer", sondern lediglich an einem noch "gesunden" Punkt wo er wieder geladen werden sollte.

 

In aller Regel ist bei 0% noch bis zu 2 MInuten Sinkflug möglich.

Gibt genügend Filme dazu, wenn sich die Leutchens über offenem Meer mit der Rückflugdauer "vertun".

 

Ich musste selbst bereits einmal deutlich länger mit 0% landen als es mir lieb war .. habe den Akku dann aber vorsorglich "entsorgt"


  • kg340 gefällt das

#14 kg340

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Geschrieben 04. Dezember 2017 - 18:36

 

Hallo,

 

vor ein paar Tagen wurde während eines RTH ab ca. 9 V Restspannung die automatisch Landung eingeleitet. Außentemperatur +13 °C.

Das habe ich unterbrochen, u.a. mit Tippen auf das rote Kreuz, was aber nichts brachte :
Angehängte Datei  X.jpg   8,97K   0 Mal heruntergeladen
 
Hinweis :
In der nachträgliche Flugauswertung habe ich dann gesehen, daß sich diese batteriebedingte
Landung nicht mehr vom Piloten abbrechen läßt.
 
In dieser Phase sinkt der Kopter beständig ab und man muß mit dem Pitch gegen steuern,
also gleichzeitig nach oben fliegen. Das funktionierte recht gut und ich konnte die Mavic mit 
einer Restspannung von rund 3 ... 1 % sicher auf einem Feld landen.
 
Alle Zellen hatten da noch attachicon.gifAkku0.jpg
 
Ich weiß, daß man das nicht bis zum letzten Tropfen Akkuleistung ausreizen soll, aber ich mußte und konnte mir noch einen guten Landeplatz suchen.
Habe dabei die Kamera immer wieder nach unten und nach vorne gerichtet.
 
Interessant war dabei, die Mavic ist auch zuletzt ganz langsam gelandet.
 

 Bitte meinen Hinweis im o.g. Text beachten.



#15 Officier

Officier
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  • OrtBayern
  • DJI Mavic

Geschrieben 04. Dezember 2017 - 20:16

 

Motor aus bei 4% ist für mich ein defekter Akku. Die 0% Anzeige ist natürlich nur als "0%" im Sinne der Herstellers zu sehen, wie weit der Akku sinnvoll maximal entladen werden sollte.

Keinesfalls ist der Akku dann "leer", sondern lediglich an einem noch "gesunden" Punkt wo er wieder geladen werden sollte.

 

Die Aussage ist so pauschal, die disqualifiziert sich damit schon selbst...
0% können bei angenehmen warmen Gefilden und wenig Wind noch ausreichen, um zu landen. 4% können bei Kälte und starkem Wind, wo es dann Spannungsspitzen braucht, um gegen zu steuern, weniger als 0% sein...

 

 

 

Und wenn es mal kalt (unter 18°C) wird?
LiPos werden bei Kälte in der chemischen Reaktion „träger“ (hochohmiger) und deswegen scheint es, als hätten sie nun keine Leistung mehr. Grundsätzlich ist es so, dass die Leistungsfähigkeit mit fallender Temperatur kontinuierlich zurück geht und die Entladerate muss dem Rechnung tragen. Wer das übersieht befindet sich sehr schnell in der Überlastung (zu tiefe Spannungseinbrüche) des Akkus und schadet damit der Lebenserwartung.
Hat ein Akku unter 18°C, fällt die empfohlene Entladerate deutlich auf die sonst mögliche C-Rate ab. Nähern wir uns den 10°C, dann sind es schon unter 50% der sonst möglichen C-Rate! Zusätzlich muss damit gerechnet werden, dass die volle Kapazität nicht mehr zur Verfügung steht und die Flugzeit sich merklich reduziert. Letztendlich sind die Akkus bei diesen Temperaturen, tatsächlich nur noch als Empfänger-/senderstromversorgung zu gebrauchen. Als Antrieb für ein Modell sind die notwendig schonenden Entladeraten dann zu niedrig.
Soll dennoch mit Hochstrombelastungen (größer 5C) gearbeitet werden, ist ein Vorwärmen der Akkus unerlässlich. Dazu gibt es verschiedene Lösungen. Die verbreiteste Lösung ist die Vorwärmung in einem LiPo-Heizkofer. Als ideale Vorwärmtemperatur haben sich gut handwarm, also ca. 35°C bis 40°C herausgestellt. Die Vorwärmzeit sollte mindestens 90 Minuten betragen damit auch im Inneren des Packs die Wärme gleichmäßig verbreitet ist.






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