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DJI AeroScope - Identifizierung & Überwachung aller DJI Drohnen

dji multicopter aeroscope

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31 Antworten in diesem Thema

#1 Arthur

Arthur
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Tutorial

Geschrieben 12. Oktober 2017 - 14:38

DJI hat heute ein System vorgestellt, welches es erlaubt alle DJI Drohnen, die so im näheren Luftraum unterwegs sind, zu identifizieren und live zu überwachen. Hier mal die Pressemeldung:
 

DJI, der weltweit führende Anbieter von zivilen Drohnen und Luftbild-Technologien, hat heute AeroScope vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein System, das bereits vorhandene Technologie zur Erkennung und Überwachung von Drohnen nutzt und gleichzeitig Sicherheits- und Datenschutzfragen berücksichtigt.

AeroScope nutzt die Kommunikationsverbindung zwischen einer Drohne und der Fernbedienung, um grundlegende Telemetriedaten, wie GPS-Position, Höhe, Geschwindigkeit oder Flugrichtung und die Registrierungs- oder Seriennummer zu erfassen. Sicherheitsbehörden, Luftfahrtbehörden und andere autorisierte Parteien können den AeroScope-Empfänger verwenden, um diese Informationen zu sammeln, zu analysieren und zu verarbeiten. AeroScope ist bereits seit April an zwei internationalen Flughäfen installiert worden und wird auch an anderen Orten getestet.

„Da Drohnen mittlerweile im Tagesgeschäft von Unternehmen oder auch zur Freizeitgestaltung zunehmend eingesetzt werden, wollen Behörden sicherstellen, dass sie im Luftraum überwacht und verfolgt werden können, wenn sie sich beispielsweise in der Nähe von sensiblen Gebieten wie Flughäfen aufhalten“, erklärte Brendan Schulman, Vice President for Policy and Legal Affairs bei DJI. „AeroScope entspricht diesen Anforderungen durch eine einzigartige und zuverlässige Technologie, die einfach zu bedienen, erschwinglich und schon jetzt einsatzbereit ist.“

DJI stellte das Echtzeit-System heute in Brüssel (Belgien) vor. Die Live-Demonstration zeigte, wie der AeroScope-Empfänger eine Drohne beim Einschalten sofort entdeckt und dann die GPS-Position auf einer Karte in Echtzeit darstellt sowie die Registrierungsnummer identifiziert. Diese Nummer ist das Äquivalent eines Drohnen-Nummernschildes und kann von den Behörden genutzt werden, um den Besitzer einer Drohne zu ermitteln.

AeroScope ist mit allen aktuellen Modellen von DJI kompatibel. Analysten schätzen, dass sie annähernd zwei Drittel des weltweiten zivilen Drohnenmarktes ausmachen. Da AeroScope die vorhandene Kommunikationsverbindung einer Drohne nutzt, sind in der Drohne selbst keine zusätzlichen Elemente erforderlich, welche Kosten verursachen, das Gewicht erhöhen oder die Lebensdauer der Batterien verkürzen würden.Andere Drohnenhersteller können ihre vorhandenen und zukünftigen Drohnen-Modelle ebenfalls mit AeroScope konfigurieren, um diese Technologie zu nutzen.

AeroScope verzichtet auf eine internetbasierte Schnittstelle. Um die Privatsphäre von Personen und Unternehmen beim Drohnenflug zu schützen, werden die gesammelten Informationen ausschließlich lokal auf dem AeroScope-Empfänger dargestellt.

Der Bedarf der Behörden, auffällig gewordene Drohnenflüge zu identifizieren, hat eine immer größere Relevanz, steht jedoch im Kontrast zum Recht von Piloten, Drohnen ohne eine allgegenwärtige Überwachung zu fliegen. DJI ist mit Sicherheitsvorteilen wie Geofencing und Sense-and-Avoid-Technologie bereits branchenführend und glaubt, dass AeroScope ein angemessenes Gleichgewicht bei der Drohnenregulierung bringen wird – ohne Piloten beim Fliegen einzuschränken.

Die Einstellungen für die Drohnen-Erkennung werden in der Drohnen-Software von DJI enthalten sein, damit Piloten den Inhalt ihrer eigenen Identifizierung auswählen können. Um die Privatsphäre der Piloten zu schützen, übermittelt das AeroScope-System keine persönlich identifizierbaren Informationen automatisch, bevor Vorschriften oder Richtlinien in der Gerichtsbarkeit des Piloten dies nicht erfordern.

„Die schnelle Einführung von Drohnen hat neue Bedenken in Bezug auf Sicherheit, Schutz und Privatsphäre hervorgerufen, aber diese müssen mit den unglaublichen Vorteilen verglichen werden, die Drohnen der Gesellschaft bereits gebracht haben“, sagte Schulman. „Sorgfältig implementierte elektronische Drohnenerkennung kann bei Problemen in der Gesetzgebung helfen und restriktive Gesetze verhindern. Die neue Technologie bietet Rechenschaftspflicht, ohne die Privatsphäre der Piloten zu verletzten und Kosten zu verursachen. DJI ist stolz darauf, Lösungen zu entwickeln, die dazu beitragen, diese Vorteile umfassend zu verbreiten und gleichzeitig den Behörden zu helfen, die Luftraumsicherung zu gewährleisten.“

 

 

Hier auch nochmal in englischer Sprache auf der DJI Webseite nachzulesen: http://www.dji.com/n...airborne-drones

 

Ein solches System birgt sicher viele Chancen, aber auch viele Risiken. Ein Flughafen, der damit ausgestattet ist, ist zumindest nicht mehr völlig blind und kann auf mögliche Gefahren reagieren. Es stellt sich aber auch die Frage, in wie weit hier in der Persönlichkeitsrechte eingegriffen wird. Was meint ihr dazu?


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#2 D-Inspire

D-Inspire
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Geschrieben 12. Oktober 2017 - 14:53

Denke ist ne recht interessante Sache, aber der ganze Drohnenhype wird sich in Zukunft denke ich bald einstellen. Wer hat denn da noch lust drauf nen Copter zu fliegen, wenn es immer Komplizierter und mehr Auflagen geben wird. Wofür stellt sich dann die Frage und um welchen Preis ? Um ein Feld, eine Wiese, oder irgend einen Wald zu filmen ?

Bearbeitet von D-Inspire, 12. Oktober 2017 - 14:54.


#3 Officier

Officier
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Geschrieben 12. Oktober 2017 - 15:26

Interessant finde ich, dass DJI erst den Markt mit einem Produkt sättigt und sich daran eine goldene Nase verdient und jetzt die Produktpalette um ein Produkt erweitert, was eigentlich für "die andere Seite" gemacht ist und der Produktpalette entgegen steht.

Ähnlich wie wenn ein Hersteller Kamera- und Überwachungssysteme verkauft und später dann Störsender, die jede der Anlagen ausspionieren und umgehen können  ???

 

Und wenn jede Seriennummer dann einem Drohnenbesitzer zugeordnet werden soll, dann wird es wohl nicht mehr lange dauern, bis wir tatsächlich eine Registrierungsfplicht haben, denn die Seriennummer alleine wird der Behörde ja nichts nutzen.



#4 kopter.forum

kopter.forum
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Geschrieben 12. Oktober 2017 - 15:56

...

Ein solches System birgt sicher viele Chancen, aber auch viele Risiken. Ein Flughafen, der damit ausgestattet ist, ist zumindest nicht mehr völlig blind und kann auf mögliche Gefahren reagieren. Es stellt sich aber auch die Frage, in wie weit hier in der Persönlichkeitsrechte eingegriffen wird. Was meint ihr dazu?

ich denke, dass DJI sehr wohl in der Lage wäre bei der verlustig gegangenen Mavic zu helfen :-)

 

und lieber so, als einen Transponder nachrüsten müssen. Allerdings habe ich gut reden, ich fliege nicht in der Nähe von Flughäfen.

 

Was mir allerdings Sorgen macht, ist die offensichtliche Möglichkeit als Man in the Middle meinen Copter zu übernehmen/entführen/entwenden. Daher kann ich mir vorstellen, dass künftige Firmwareupdates die Signalübertragung verschlüsseln, um einen "read only"-Zustand zu etablieren.


Bearbeitet von kopter.forum, 12. Oktober 2017 - 15:57.


#5 BergfliegerME

BergfliegerME
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Geschrieben 12. Oktober 2017 - 16:09

Ich find´s Klasse wenn ich auch privat damit "ermitteln" kann. Als Auftrags-Drohnenfänger sozusagen ;D ;D :P

Aber so einen Empfänger dürfte sich DJI fürstlich bezahlen lassen...



#6 horman

horman
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Geschrieben 12. Oktober 2017 - 16:35

Der nächste Schritt ist dann wahrscheinlich die Erfassung, Ermittlung und Bestrafung bei Flügen in Verbotszonen. 


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#7 kopter.forum

kopter.forum
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Geschrieben 12. Oktober 2017 - 16:41

Der nächste Schritt ist dann wahrscheinlich die Erfassung, Ermittlung und Bestrafung bei Flügen in Verbotszonen. 

Wer fliegt denn in Verbotszonen?


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#8 Arthur

Arthur
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Tutorial

Geschrieben 12. Oktober 2017 - 16:43

ich denke, dass DJI sehr wohl in der Lage wäre bei der verlustig gegangenen Mavic zu helfen :-)

 

Theoretisch vielleicht. Aber wie soll das praktisch funktionieren? Der Mavic hat hier in Europa eine Sendereichweite von 4km. Sagen wir mal das AeroScope System hätte so gute Antennen, dass es den Mavic trotzdem aus 10km Entfernung empfangen könnte. Um nun flächendeckend in Deutschland einen Mavic zu finden, bräuchte man also alle 20km ein solches System. Deutschland ist 800km hoch und 600km breit. man bräuchte also über 1.000 AeroScope Systeme über ganz Deutschland verteilt, damit man einen Mavic orten kann. Und selbst dann wird es schwer, wie man sehr schön am Handynetz sieht, welches deutlich besser ausgebaut ist und immer noch Gebiete mit schwachem Empfang hat.


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#9 Paramags

Paramags
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    DJI f450 NAZA M V2
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    JJ RC H20

Geschrieben 12. Oktober 2017 - 16:49

Gut dass DJI nicht all seine Drohnen überwachen kann. Alte Modelle wie den P1 oder alle Kopter mit der NAZA M

drinnen kann man mit diesem System definitiv nicht überwachen :)

 

Gruß

Thomas


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#10 Linuxbear

Linuxbear
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  • NAZE32 F450 "Grizzly II", NAZE32 Rachel "Boar", Alpha 250 "Hornet", Alpha 110 "Moskito", Mini-Hexa "Purzel"

Geschrieben 12. Oktober 2017 - 17:16

... das muss für alle DJI-Piloten ein völlig neues Lustgefühl sein; so richtig an der langen Leine zu fliegen. Hoffentlich habt ihr alle nichts zu verbergen. ;)

 

Gruß -Linuxbear-


Bearbeitet von Linuxbear, 12. Oktober 2017 - 17:16.


#11 herby68

herby68
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Geschrieben 12. Oktober 2017 - 17:24

und die , die eine gemoddete app verwenden, fliegen dann sowieso weiter in NFZ Zonen, oder passiert denen nichts, weil ja nicht mit DJI Servern verbunden ?



#12 Henning_S

Henning_S
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Geschrieben 12. Oktober 2017 - 17:31

Ich denke, dass sich zu diesem Thema noch der ein oder andere Landesbeauftragte für Datenschutz der jeweiligen Länder zu Wort melden wird. In Zukunft wird das ganze Thema rund um AeroScope wahrscheinlich noch häufig und oft diskutiert werden. 



#13 Frank M

Frank M
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Geschrieben 12. Oktober 2017 - 17:41

Erstmal danke für deine Übersetzung, Arthur.
Dieses System finde ich in Ordnung, da werden einige Argumente von Gegnern schwächer werden. Die sich korrekt verhaltenden Piloten werden damit kein Problem haben.
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#14 kopter.forum

kopter.forum
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Geschrieben 12. Oktober 2017 - 19:24

Theoretisch vielleicht. Aber wie soll das praktisch funktionieren? Der Mavic hat hier in Europa eine Sendereichweite von 4km. Sagen wir mal das AeroScope System hätte so gute Antennen, dass es den Mavic trotzdem aus 10km Entfernung empfangen könnte. Um nun flächendeckend in Deutschland einen Mavic zu finden, bräuchte man also alle 20km ein solches System. Deutschland ist 800km hoch und 600km breit. man bräuchte also über 1.000 AeroScope Systeme über ganz Deutschland verteilt, damit man einen Mavic orten kann. Und selbst dann wird es schwer, wie man sehr schön am Handynetz sieht, welches deutlich besser ausgebaut ist und immer noch Gebiete mit schwachem Empfang hat.

So meinte ich das nicht. Man hat offenbar eine Datenbank mit den Seriennummern ... und den zugeordneten Mailadressen. Wenn nun jmd die Mavic mit einer anderen Mailaddy assoziieren möchte, kann man das verhindern oder den Erstbesitzer (oder die Behörden) benachrichtigen. 

 

Dass man de Pozilei nichts sagt, verstehe ich sogar, aber dem Besitzer, der sich durch den Kaufbeleg ausweist ... da könnte schon ne Chance bestehen.



#15 Ninvid

Ninvid
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    DJI Phantom 4

Geschrieben 12. Oktober 2017 - 20:01

Und wenn man mal auf 120m aufsteigt gibts demnächst nen Strafzettel oder wie?





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